Nachdem Apple mit dem hauseigenen Programm „Aperture“ für frischen Wind im Bereich professioneller Fotoverwaltungslösungen gesorgt hat, zieht Grafik-Platzhirsch Adobe nun mit einer öffentlichen Beta3-Version von „Lightroom“ nach. Das zeitlich limitierte Programm steht sowohl für Windows als auch für Mac OS-X auf den englischsprachigen Seiten von „Adobe Labs“ nach vorangehender Registrierung per E-Mail zum Download bereit.

„Lightroom“ richtet sich dabei mit Features wie RAW-Unterstützung sowie weitestgehend änderungsredundanten Bearbeitungsmöglichkeiten in erster Linie an ambitionierte Fotographen. Eine offizielle Markteinführung ist für Ende des Jahres geplant. Grob unterteilt sich die in elegantem Schwarz gehaltene Softwarelösung in vier verschiedene Teile: Bibliothek, Entwicklung, Diashow und Druck. Beim Import von Pixelmaterial hat man die Wahl: Entweder man kopiert den gesamten Bilderdatenbestand in die Datenbank von „Lightroom“ oder verwendet die bestehenden Ordner.
Die Steuerung ist auch für Einsteiger simpel gehalten – somit finden sich auch Amateure ohne langwierige Einarbeitungszeit schnell zurecht. Neben den aus Photoshop bekannten routinemäßigen Bearbeitungsmöglichkeiten wie Kontrast, Helligkeits- und selektiver Farbkorrektur gibt es ferner die Möglichkeit, ein fein abgestuftes Graustufenbild zu erzeugen. Zudem stehen zahlreiche vorgegebene Parameterpakete zur Verfügung, die ihre Ergebnisse in Echtzeit in einem Vorschaufenster präsentieren. Auch die intuitive Freistellungsfunktion „Crop & Straighten“ überzeugt und verhilft schnell zu anschaulichen Ergebnissen. Eine Exportmöglichkeit der Diashow in das hauseigene PDF-Format ist ebenfalls möglich. Zu bemängeln bleiben jedoch mangelnde Zoom-Funktionen über die 100-Prozent-Schwelle, die trivial gehaltenen Entrauschungs- und Schärfefilter sowie das auch auf aktueller Hardware recht ruckelige Arbeiten – dafür handelt es sich allerdings auch um eine Vorabversion.
Adobe Lightroom Beta3:







Eine herkömmliche Bilder-Diaschau am heimischen PC mag anregend sein, doch als „außergewöhnlich“ kann man diese Form der Pixelpräsentation wohl nicht mehr bezeichnen. Mit Julius Bahr, Tilman Beer und Matthias Schicker haben drei Münchner Studenten mit „PhotoPolis“ eine Möglichkeit geschaffen, Bildmaterial in einer virtuellen 3D-Wolkenkratzerstadt zu besichtigen.
Der althergebrachte Windows-Explorer ist für eine effektive Bildverwaltung des heimischen Pixelsammelsuriums nur bedingt geeignet. Das es auch besser geht, beweist Microsoft mit der kostenfreien Beta-Version der „Windows Live Fotogalerie“, die sich in eine Reihe von Programmen wie Google’s Picasa oder XnView einreiht.
Gerade die umfangreichen Nachbearbeitungsmöglichkeiten sind eine der großen Vorteile der digitalen Fotografie. Aus dem schier unendlichen Spektrum an frei verfügbaren Bildbearbeitungslösungen hat sich zarathustra.6x.to drei vielversprechende Werkzeuge herausgesucht, die praktische Probleme beseitigen und dabei sogar einen neuen Blick auf die heimischen Bildersammlung ermöglichen können. So lassen sich die – insbesondere bei Architekturaufnahmen – störenden „stürzenden Linien“ mit Marcus Hebel’s „ShiftN“ schnell und zuverlässig Entfernen. Für die automatische Korrektur unterbelichteter Bilder hingegen empfiehlt sich „Altalux“ von Stefano Tommesani. Wer die heimische Bildersammlung zuguterletzt noch nach farblichen Aspekten sortieren möchte, dem kann möglicherweise mit „ImageSorter“ der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (FHTW) geholfen werden.