Windows-Suche zum Mitnehmen: „Locate32“ (Freeware)

Die systemeigene Suchfunktion von Windows 2000/XP ist nicht gerade ein gelungenes Vorzeigeobjekt: Zu langsam, zu unübersichtlich, zu wenig Funktionen. Janne Huttunen’s Freeware „Locate32“ zeigt, das es auch besser geht.

Mobile Windows-Suche: Die Freeware Locate32 erstellt einen Suchindex, der Daten einfach und schnell ausfindig macht

Die aktuelle Version (3.0, build 7.7010) steht für Windows98/Me, 2000/XP zur Verfügung. Neben den 32-Bit-Varianten stehen dabei auch 64-Bit-Ableger bereit.
Ein Probelauf unter Windows Vista wurde nicht vorgenommen.

Das nur rund 816 Kbyte große Werkzeug benötigt keine Installation, es genügt, das ZIP-Archiv in einen Ordner zu entpacken. Der Autor Janne Huttunen stellt neben ZIP-Dateien (zum Beispiel für USB-Sticks) auch EXE-Dateien zur Verfügung, die dann eine gewohnte Setup-Prozedur für Windows und eine Deutsche Sprachdatei (die aber auch manuell integriert werden kann) mitbringen.

Bevor die Software reibungslos funktioniert, ist allerdings noch etwas Handarbeit erforderlich: „Locate32“ benötigt zusätzlich die „GDI+“-Systemkomponente – eine einzelne DLL-Datei, die nach dem Download in den Windows-Ordner „x:\windows\system32“ verfrachtet werden muss.

Anschließend kann „Locate32“ (entweder direkt aus dem entsprechenden Ordner oder über das Windows-Startmenü) gestartet werden.

Als Erstes muss zunächst eine neue Datenbank – zumindest bei der mobilen Standalone-Variante – angelegt werden. Unter „Options“ – „Settings“ – Reiter „Databases“ kann nun eine neuer Suchindex (Rechts: „New“) angelegt werden.
Standardmäßig werden alle Festplatten und Partitionen des PCs durchforstet, auf Wunsch lassen sich die Datenquellen auch manuell („Include“ – „Custom“, siehe Bild) auswählen. Ambitionierte Nutzer können außerdem einzelne Dateiformate über den Button „Advanced“ ausschließen.

Mobile Windows-Suche: Die Freeware Locate32 kann mehrere Suchindexe verwalten, importieren und exportieren und verfügt über vielfältige Einstellungsmöglichkeiten

Den größten Pluspunkt sammelt „Locate32“ durch die bequeme Import/Export-Schnittstelle für den angelegten Suchindex („Options“ – „Settings“ – Reiter „Databases“ ) – der sich damit auch auf anderen PCs nutzen lässt. Die Software kann auch mehrere Datenbanken gleichzeitig verwalten.

Die eigentliche Suchabfrage kann über die drei Reiter „Name & Location“, „Size and Date“ sowie „Advanced“ des Hauptfensters spezifiziert werden. Praktisch: „Locate32“ erlaubt das Abspeichern von Suchabfrage als so genannte „Presets“ (siehe Bild).
Ein weiteres Highlight von „Locate32“ ist der Export von Suchergebnislisten ins HTML-Format.

Mobile Windows-Suche: Die Freeware Locate32 erlaubt es, einzelne Suchabfragen als Presets abzuspeichern

Mobile Windows-Suche: Die Freeware Locate32 exportiert auf Wunsch die Suchergebnissliste in HTML-Dokumente

Fazit: Optisch kann „Locate32“ vielleicht nicht mit anderen Desktop-Suchmaschinen mithalten, dafür Überzeugen die inneren Werte: Die flexible Datenbankverwaltung, die auch den mobilen Zugriff, zum Beispiel über USB-Sticks, ermöglicht, die umfangreichen Konfigurationsmöglichkeiten, das Abspeichern von Suchabfragen („Presets“) sowie der Export in HTML-Dokumente. Auch die Indizierungsgeschwindigkeit gibt keinen Grund zur Beanstandung.

Download: www.uku.fi/~jmhuttun

Homepage: http://www.uku.fi/~jmhuttun/

| | 3. Juli 2007 6352 x gelesen Schlagwörter: desktopsuche, freeware, locate32, mobile windows-suche, usb-stick

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