Die feucht-fröhliche Studenten-Sause überstanden, was aber wird aus den Überbleibseln der nächtlichen Zechtour? Neben brummenden Schädeln wäre da nämlich noch eine schicke Holzkiste – ursprünglich Reservoir für die nun geleerten Weinflaschen – übrig. Mit etwas handwerklichem Geschick funktioniert man diese mit kostengünstiger Gebraucht-Hardware in einen schlanken Linux-PC und unhörbarer USB-Stick-Festplatte um.
Ob die „Macher“ der Rebensaft-Kiste eine derartige Funktions-Abwandlung geplant hatten? Jedenfalls eignen sich die Abmessungen von 40cm x 9,5cm x 27,5cm (BxHxT) abzüglich 7mm Randstärke optimal, um im Inneren ein Mini ATX-Board (24cm x 24,5cm) sowie ein 250Watt-NoName Netzteil mit 14,8cm x 8,5cm x 13,8cm (BxHxT) zu platzieren. Ein CE-Kennzeichen dürfte sich allerdings ohne obligatorischen Metallkäfig erübrigt haben.


Als kostengünstige Komponenten dienten eine ältere Intel e139761 Hauptplatine nebst 350MHz schnellen Pentium II Prozessor mit vergleichsweise großzügig dimensioniertem 512KB großen Level-2 Cache und 128 MB PC133 Arbeitsspeicher. Für Windows XP zu wenig, für Damn Small Linux aber ausreichend. Die schlanke Linux-Distribution lässt sich zudem platzsparend auf einem 128 MB fassenden USB-Stick deponieren – dadurch erspart man sich eine lärmende Festplatte und zusätzliches Gewicht. Die VGA-Grafik ist bereits auf dem Mainboard vorhanden, hinzu gesellt sich eine 100 Mbit Netzwerkkarte – im Marketingbereich würde man das ganze „DSL ready“ taufen.


Aufwendige Bildbearbeitung oder gar Spieletauglichkeit kann man dem System zwar nicht zuschreiben, als Internet-PC, PDF-Reader oder zum Verfassen kleinerer Textdokumente ist die „Kiste“ allemal zu gebrauchen. Probleme bereitete allerdings das hoffnungslos veraltete Bios – ein direktes Booten vom Linux-Stick war damit nicht möglich. Also musste ein betagtes 3.5er Floppylaufwerk als Starthilfe und Mittler zwischen Mainboard und USB-Stick herhalten.

Die Kosten für das Gesamtkonstrukt halten sich in studentenfreundlichen Grenzen: Hauptplatine, Arbeitsspeicher, Netzteil, Netzwerkkarte und Prozessor sind für rund 40 Euro bei eBay erhältlich, einen 128 MB USB-Stick gibt’s für weniger als 10 Euro im Einzelhandel.
Fazit: Rustikales Aussehen, schlanke Linux-Applikationen wie Internet- und Officeanwendungen und ein gewisser „Mobilitätsfaktor“ zeichnen den Weinkistenklapprechner aus. Erweiterungen in Form eines passenden Tragegriffes oder ein integriertes TFT-Display wären allerdings wünschenswert.
Idee: Clemens Brutscheck, Student der Ingenieur-Informatik an der TU-Ilmenau
| Hardware Praxis | 31. Mai 2007 4625 x gelesen Schlagwörter: holzkistenklapprechner, holzpc, mobiler holz pcSeit einigen Monaten gibt es ihn: Den Mac Mini. Mit 489 € ist er der billigste und zugleich kleinste Sprössling des Apple-Produktportfolios, den es je gab. Zum Vergleich: Ein eMac kostet im Apple-Onlinestore bereits 779 € und der Power Mac G5 mit zwei 64-Bit Prozessoren stolze 1919 €. Mit seinen Abmessungen von 16,5×16,5×5cm (LxBxH) und nur 1,4 kg Gewicht kann man den Mac Mini bequem von A nach B verfrachten. Diese “Mobilität” resultiert nicht zuletzt aus dem einfachen Grund, das Apple beim Mac Mini auf vorhandene Bauteile der iBook-Serie zurückgreift. Nichtsdestotrotz hat man mit dem Mac Mini einen kleinen und eleganten Schreibtischkamerad zur Seite stehen.
Wer einen Intel-Prozessor sein eigen nennen kann bekommt mit dem „Intel Processor Identification Utility“ – kurz PIU – umfangreiche Einsicht in Steppings, Modelfamilie, Frequenzen, Cache-Ausrüstung und unterstützte Befehlssätze.
Digitale Bilderrahmen sind ein Trendthema. Am Beispiel des V-10 von Neovo möchte der nachfolgende Artikel aufzeigen, auf was man achten sollte.