Ein sternenklares Wolkenzelt an einem lauen Sommerabend kann die neueste Entwicklung der Microsoft-Labore zwar nicht ersetzen, dafür bietet „WorldWide Telescope“ interaktives Bildmaterial und Informationen für Hobby-Astronomen sowie Abwechslung im Astronomie-Unterricht.

Microsoft WorldWide Telescope: 3D-Planetarium für zu Hause.
„WorldWide Telescope“ steht für Windows XP (inkl. SP2) und Vista bereit und wird über eine herkömmliche Setup-Routine installiert. Bei der Nutzung ist ein möglichst schneller Internet-Zugang notwendig, da Kartenmaterial ähnlich wie beim 3D-Globus Google Earth direkt aus dem Netz nachgeladen wird. Die kostenfreie Software steht ausschließlich in Englisch zur Verfügung.
Nach dem ersten Programmstart präsentiert sich eine düster dreinblickende, aber recht gut sortierte Nutzeroberfläche. Über so genannte „Collections“ können Himmelsobjekte nach verschiedenen Kriterien anvisiert werden. Das Bildmaterial stammt unter anderem vom Weltraumteleskop Hubble und von den Forschungssonden Spitzer und Chandra. Neben individuellen Sternenreisen sind über den Reiter „Guided Tours“ auch vorgefertigte Ausflüge zu Galaxien, Sternennebeln, Planeten, schwarzen Löchern, Supernovae-Explosionen oder anstehenden „Cosmic Events“ möglich, über die Suche können Objekte auch zielgerichtet angeflogen werden. „WorldWide Telescope“ bietet außerdem 3D-Ansichten aller Planeten und der wichtigsten Monde des Sonnensystems, über das Kontextmenü (rechte Maustaste) können weitere Informationen eingeholt werden.

Microsoft WorldWide Telescope: Hardwarehungrig, z.T. eingeschränkte Zoom-Funktion
Die Zoom-Fähigkeit – etwa beim Jupiter-Trabanten Europa – ist allerdings eingeschränkt. Wer die Sternenaussicht an lokale Gegebenheiten anpassen möchte, findet im Reiter „View“ (Observing Location; Setup) einige größere deutsche Städte, alternativ dazu können Längen- und Breitengrad auch manuell angepasst werden. Durch die recht umfangreichen Datenmengen, die „WorldWide Telescope“ aus dem Netz nachlädt, sind 10 GByte freier Speicherplatz empfehlenswert. Für einen flüssigen Bildschirmablauf des 3D-Planetariums ist außerdem eine schnellere, DirectX-9-kompatible Grafikkarte und 1 GByte Arbeitsspeicher sinnvoll. Im Test lief „WorldWide Telescope“ allerdings auch mit älteren Mobilchipsätzen (GeForce FX Go5200) und onBoard-Grafikeinheiten (NVIDIA GeForce 6150 / nForce 430) halbwegs flüssig.
Fazit: „WorldWide Telescope“ verbindet Bildmaterial diverser Forschungssonden in einem ansehnlichen 3D-Planetarium, welches entweder individuell oder über vorgefertigte Pauschalreisen erforscht werden kann. Für Sternen-Fans steht außerdem eine passende Community-Funktion bereit.
Netzauftritt und Download: WorldWide Telescope, Installer, 20,8 MByte, Beta
Kategorie im Netzverzeichnis: Astronomie & Raumfahrt
Sie sind Relikte längst vergangener Verleger- und Ingenieurskunst: Vor über hundert Jahren konnte man Wissen in aufwändig gestalteten Konversationslexika nachschlagen. Mit der exklusiven Artikel-Serie aus dem Meyer Konversations-Lexikon von 1905 bekommt der geneigte Leser Einblick in den damaligen Wissensstand der Technik. Als erster Beitrag wurden die rudimentären Vorläufer der heutzutage als selbstverständlich erachteten Computer ausgewählt: „Rechenmaschinen“.
Ein sternenklares Wolkenzelt an einem lauen Sommerabend kann die neueste Entwicklung der Microsoft-Labore zwar nicht ersetzen, dafür bietet „WorldWide Telescope“ interaktives Bildmaterial und Informationen für Hobby-Astronomen sowie Abwechslung im Astronomie-Unterricht.
Eine über 300.000 Artikel starke Enzyklopädie muss nicht zwangsläufig im heimischen Bücherregal vereinsamen, sondern kann ihre Dienste durchaus auch auf mobilen Wegbegleitern wie PDAs oder Smartphones verrichten. Mit den besonders Platz sparenden Offline-Versionen der Wikipedia von Ralf Zimmermann und dem E-Book-Reader „Mobipocket“ ist das kein Problem.
hallo google earth die zweite!
am 19 Mai 2008, 22:21.