Virtuelle Bilderlandschaften mit „Photosynth“

Mit „Photosynth“ stellen die „Microsoft Live Labs“ in Zusammenarbeit mit der Universität Washington einen sogenannten „Tech Preview“ ihrer 3D-Bildkataloglösung vor. Eigenes Pixelmaterial lässt sich dort zwar vorerst nicht integrieren, erste Einblicke
– mit der ausschließlich im Internet Explorer Sechs oder Sieben laufenden ActiveX-Anwendung – können trotzdem gewonnen werden.

Gar nicht zimperlich präsentieren sich die Hard- und Softwareanforderungen für das neuartige Bildverwaltungsvehikel. Neben einem empfohlenen Arbeitsspeicher von 1GB RAM braucht es am Besten noch eine DirectX 9 kompatible Grafikkarte sowie Windows XP inklusive Service Pack 2 oder Windows Vista ab RC1.

Obwohl der Test-PC diese Voraussetzungen erfüllte, ließ sich die Anwendung zumindest unter Windows XP mit dem Internet Explorer 7 nicht starten – auch nach der manuellen Installation der benötigten Einzelkomponenten „Visual C++ Runtime“ und „Windows Imaging Component“ konnte lediglich die hübsche Ladeprozedur-Animation am Bildschirm bestaunt werden. Auf einem anderen Windows XP System fehlten diverse Direct 3D-Komponenten.

Unter „Windows Vista Business“ hingegen bereitete die ActiveX-Anwendung keine Probleme. Derart revolutionäre Ideen präsentierte die Software dann leider (noch) nicht, vielmehr handelt es sich im Grundprinzip um eine Mischung aus Echtzeit-Panorama und interaktiver Quicktime VR. Zur Auswahl stehen vier verschiedene „collections“: Der Markusplatz in Venedig, der Petersdom in Rom, die „Grassi Lakes“ aus Kanada sowie die „Gary Faigin Studios“ in Seattle. Durch diese vier Szenarien kann man sich anschließend mehr oder weniger frei bewegen, Herein- und Herauszoomen oder „ähnliche Bilder“ in einem Mosaik darstellen. Zudem kann ausgewähltes Pixelmaterial an Freunde versendet oder in einem virtuellen „Rundflug“ die Bilderwelt von oben bestaunt werden.

Tech Preview: Virtuelle Bilderlandschaften mit Microsoft Labs Photosynth

Fazit: Der enorme Performancebedarf für eine zukünftige, Browser-unabhängige, lokale PC-Distribution lässt sich beim Anblick von „Photosynth“ nur erahnen. Auch ob die im Hintergrund werkelnde Technik – anders als in den präsentierten vier Szenarien –
bei „nicht-heterogenen“ Bildersammlungen sinnvolle Zusammenstellungen liefert, bleibt offen. Nichtsdestotrotz bietet die Software einen interessanten und interaktiven Ansatz, beispielsweise um nette Urlaubserinnerungen in einem 3D-Modell zu verewigen.

Bildergalerie:

Tech Preview: Virtuelle Bilderlandschaften mit Microsoft Labs Photosynth Tech Preview: Virtuelle Bilderlandschaften mit Microsoft Labs Photosynth Tech Preview: Virtuelle Bilderlandschaften mit Microsoft Labs Photosynth Tech Preview: Virtuelle Bilderlandschaften mit Microsoft Labs Photosynth Tech Preview: Virtuelle Bilderlandschaften mit Microsoft Labs Photosynth Tech Preview: Virtuelle Bilderlandschaften mit Microsoft Labs Photosynth | | 19. Dezember 2006 3710 x gelesen Schlagwörter: microsoft, photosynth, virtuelle bilderlandschaften

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