Schon neue Einsteiger-Klapprechner um die 500,- Euro besitzen für Office- und Internetaufgaben genügend Leistung. Anders sieht es bei den so genannten Convertible-Tablet-PCs mit 12-Zoll-Displays aus: Die preisgünstigsten neuen Modelle kosten hier immer noch mindestens 1000,- Euro, gut und gerne können es aber auch mehr als 3000,- Euro werden. Da lohnt unter Umständen der Blick auf gebrauchte Geräte wie den Toshiba Portégé M200.
Trotz seines gehobenen Alters von rund drei Jahren gehört der Portégé M200 längst nicht zum alten Eisen: Mit seinem 1,5 GHz schnellen Pentium M (Banias-Kern, 1 MByte Level 2 Cache) reicht er für die meisten Aufgaben aus – aufwendige PC-Spiele und Videoschnitt einmal ausgenommen, aber dafür eignen sich die kompakten Tablet-PC-Subnotebooks ohnehin nicht. Das Testgerät verfügt außerdem über 2 GByte DDR-Arbeitsspeicher und eine 40 GB große Festplatte. Erworben wurde das Gerät übrigens auf einer bekannten Online-Einkaufsplattform für etwa 420,- Euro.
Display
Ein echter Hingucker ist der 12,1-Zoll messende Bildschirm des Toshiba. Mit einer Auflösung von 1400×1050 Bildpunkten (4:3, SXGA+) lässt er selbst die meisten seiner Breitbild-Konkurrenten der 15-Zoll-Klasse hinter sich, die es „nur“ auf 1280×800 Pixel bringen. Vor allem bei umfangreicher Tabellen-Arbeit und informationslastigen Internetauftritten ist das von Vorteil, auch wenn die hohe Pixeldichte ihre Eingewöhnungszeit fordert. Das gesamte Display lässt sich außerdem über einen Drehmechanismus um 180 Grad wenden und anschließend über die Tastatur klappen. Der dafür besonders wichtige vertikale Blickwinkelbereich enttäuscht jedoch, der Kontrast wirkt flau und zum Außer-Haus-Arbeiten eignet sich der Toshiba aufgrund der eingeschränkten Bildschirmhelligkeit nur bedingt – etwa bei starker Bewölkung oder zu abendlichen Uhrzeiten.
Tastatur & Peripherie
Die Verarbeitung des Testgerätes ist gut, der Portégé M200 macht einen robusten Eindruck und die Tastatur glänzt mit ihrem leichten Hub und ist für ein Subnotebook mit sehr großen Tasten ausgestattet. Für Schreibarbeit ist der Toshiba definitiv sehr gut geeignet. Hinzu kommen leider nur zwei USB-2.0-Anschlüsse, die im Test dafür mit einer Transferrate von rund 30 MByte (Lesen) und 27 MByte (Schreiben) eine ordentliche Performance an den Tag legen.
Der Toshiba besitzt außerdem einen Kartenleser für SD- und MMC-Karten sowie Bluetooth-Unterstützung – Dinge, die bei deutlich teuren und neuwertigen Geräten nicht unbedingt zum Standard gehören. Mit einem 100-MBit-Netzwerkanschluss, 56K-Modem und dem integrierten WLAN (nach IEEE 802.11b) stehen zahlreichen Konnektivität-Möglichkeiten für den Internet-Zugriff bereit. Über den PC-II-Card-Slot kann außerdem Peripherie nachgerüstet werden, ein VGA-Ausgang steht bis maximal 1600×1200 Pixel Auflösung zur Verfügung. Entgegen anders lautender Berichte funktioniert auch der Dual-Betrieb von Tablet-PC und externem Bildschirm, was bei Präsentationen mitunter eine gewichtige Rolle spielen kann.
Der ebenfalls gebrauchte Akku des Toshiba hält knapp zwei Stunden bei normaler Arbeit durch, neue Akkus sind für rund 50,- Euro erhältlich, mit denen die Laufzeit auf etwa vier Stunden erhöht werden kann – ein auch unter aktuellen Gesichtspunkten betrachtet guter Wert. Ältere Spiele stellen für den Toshiba Portégé M200 keine große Hürde dar: Mit der mobilen Nvidia GeForce FX Go5200 Grafikkarte erreicht er mindestens das Niveau aktueller Onboardgrafik-Sparchips, im älteren Spiele-Benchmark 3DMark 2001 kommt die mit 32 MByte RAM ausgestattete Karte auf immerhin rund 4700 Punkte. Gelegenheitsspieler können damit gut Leben, auch wenn neue Spiele nicht mehr darauf Laufen. Unter Last rattert der Gehäuselüfter hörbar aber nicht störend. Über Anwendungen wie „Speedfan“ lässt sich dieser außerdem regeln oder ausschalten. Mit rund zwei Kilogramm Gewicht ist der Portégé M200 rund ein Drittel leichter als herkömmliche Notebooks.
Tablet-PC-Anwendungspraxis
Die Besonderheit eines Convertible ist seine Zwitterfunktion: Zum einen dient das Notebook als herkömmliche Schreibmaschine, über das drehbare Display verwandelt sich der Toshiba in einen Tablet PC, der mit einem speziellen Stift gesteuert werden kann – der Desktop dreht sich dabei automatisch mit. Noch sind passende Anwendungen allerdings Mangelware: Besonders viel Spaß bereitet das Anfertigen einfacher Notizen oder das Lesen von Dokumenten, Spiele wie „Crayon Physics“ machen definitiv mehr Laune als mit der herkömmlichen Maus.
Das als Betriebssystem verwendete Windows XP Tablet-PC-Edition verfügt über eine Handschrifterkennung, schneller als geübte Tastatur-Schreiberlinge ist man damit jedoch nicht, auch wenn die Erkennungsgenauigkeit auf überraschend hohem Niveau liegt. Getestet wurde auch die von den Microsoft Labs stammende Anwendung „InkSeine“ , die die Daseinsberechtigung von Tablet-PCs auf eine neue Stufe heben möchte (siehe Video).
Fazit: Als ehemaliges High-End-Gerät erweißt sich der Toshiba Portégé M200 Tablet PC auch heutzutage als praktischer Begleiter mit sehr guter Verarbeitung und Tastatur, guter Akku-Laufzeit, hochauflösendem Bildschirm und nicht zuletzt den praktischen Funktionen der Stift-Bedienung. Ein Vergleich mit neuwertigen Consumer-Geräten braucht er nicht zu scheuen, auch wenn diese über eine modernere Hardware-Ausstattung verfügen, machen sich Geschwindigkeitsunterschiede bei herkömmlichen Anwendungsszenarien kaum bemerkbar.
Seit einigen Monaten gibt es ihn: Den Mac Mini. Mit 489 € ist er der billigste und zugleich kleinste Sprössling des Apple-Produktportfolios, den es je gab. Zum Vergleich: Ein eMac kostet im Apple-Onlinestore bereits 779 € und der Power Mac G5 mit zwei 64-Bit Prozessoren stolze 1919 €. Mit seinen Abmessungen von 16,5×16,5×5cm (LxBxH) und nur 1,4 kg Gewicht kann man den Mac Mini bequem von A nach B verfrachten. Diese “Mobilität” resultiert nicht zuletzt aus dem einfachen Grund, das Apple beim Mac Mini auf vorhandene Bauteile der iBook-Serie zurückgreift. Nichtsdestotrotz hat man mit dem Mac Mini einen kleinen und eleganten Schreibtischkamerad zur Seite stehen.
Die häufig auch als „Netbooks“ bezeichnete Produktklasse ultrakompakter und preiswerter Mini-Laptops wurde bisher vom Asus Eee PC dominiert. Doch auch andere Hersteller schlafen nicht – mit dem Wind bringt MSI einen ernstzunehmenden Konkurrenten auf den Markt.
Die meisten Smartphones und PDAs auf Pocket-PC-Basis besitzen mit dem Windows Media Player bereits im Auslieferzustand die Möglichkeit, Musikdateien abzuspielen, doch der Funktionsumfang lässt dabei oft zu wünschen übrig. Als clevere Alternative kann hierbei der „MortPlayer“ von Mirko Schenk fungieren, der neben MP3s auch Ogg Vorbis unterstützt und mit nützlichen Gimmicks wie MP3-Wecker, Equalizer, Lesezeichen und großzügig dimensionierten Buttons zur „handlichen“ Bedienung aufwartet.
Ich dachte immer, ich wäre mit meiner Meinung alleine: Ein gebrauchter Marken-Business-Laptop kann oft einen preisgleiches Neugerät ausstechen, wenn das Gerät viel nutzt und die Tugenden wie Haltkeit, Linux-Kompatiblität und Laufzeit mehr zählen als Bechmarks.
Danke für die Anregung zum Toshiba als neuen (Hobby)Arbeitstier für mich! Ich hatte bisher nur in Richtung Thinkpad X41 gedacht, aber den gibt es selten mit 1400*1050 Pixeln. Jetzt muss ich nur noch einen Gebrauchten finden…
am 30 April 2008, 07:18.