Aus der Schweiz kommen nicht nur teure Armbanduhren und Taschenmesser, sondern auch die „fortschrittlichsten Mäuse der Welt“, wie Hersteller Logitech glaubhaft machen möchte. Zeit, die MX Revolution auf Herz und Nieren zu testen.

Logitech MX Revolution: Schickes Design, leicht, multifunktionales, motorenbetriebenes Scrollrad, Individualisierung per Software möglich, aber schwergängiges zweites Scrollrad, teilweise billig wirkende Plastik, Akku nicht auswechselbar.
Seit 2006 ist die MX Revolution das Flaggschiff von Logitechs Maus-Parade. Sie bietet ergonomisches Design und nicht weniger als sieben Maustasten, deren Aufgaben über die mitgelieferte SetPoint-Software je nach gerade verwendetem Programm individuell verteilt werden können. Die MX Revolution arbeitet kabellos im 2,4 GHz-Band, der integrierte Lithium-Ionen-Akku hält den Betrieb dabei je nach Nutzungsintensität zwischen drei und fünf Tagen am Laufen, das Aufladen verläuft mit etwa einer Stunde ziemlich flott. Zur Abtastung dient ein Laser im infraroten Wellenbereich, welcher mit einer festen Auflösung von 800 dpi agiert. Logitech hebt besonders das motorisierte Laufrad mit einer als MicroGear bezeichneten Technologie hervor, welche im Prinzip effektiveres Scrollen ermöglichen soll. Durch ihr Design ist die Maus ausschließlich für Rechtshänder geeignet.
Lieferumfang
Das von der Redaktion erhaltene Paket besteht aus der Maus, dem Aufladegerät, einem kompakten Funk-USB-Stick, einer gedruckten Kurzanleitung in 16 Sprachen, beigelegten Blättchen mit Garantie- und Supportinformationen sowie einer CD-ROM mit Logitechs SetPoint-Software 3.3a (aktuelle Version: 4.6).

Logitech MX Revolution nebst Ladegerät.
Vereintes Europa: MX Revolution Produktinformationen und Software-CD.
Optik & Haptik
Von Weitem wirkt die MX Revolution ansprechend: Die Grau-Schwarzen Farbnuancen und die silbernen Scrollräder vermitteln einen durchaus wertigen Eindruck, das harmonische Zusammenspiel mit der Ladestation ist ebenfalls ein echter Schreibtisch-Augenschmaus. Der sehr kompakte Funk-Empfänger-Stick (Abmessungen: 3,7cm x 0,5cm x 1,4cm) mit transparenter Plastik-Hülle fügt sich gut ins Gesamtkonzept. Prinzipiell taugt die MX Revolution auch für den mobilen Betrieb, allerdings fehlt dafür der passende Funk-Einschub im Mausgehäuse.

Die Logitech MX Revolution besitzt eine ergonomische Daumen-Ablage und gleich zwei Scrollräder.
Die Maus selbst ist 3,7 cm hoch, 12 cm lang und 8 cm breit und besitzt ein ergonomisch geformtes Gehäuse, wobei die „Daumenablage“ positiv hervorzuheben ist. Kleine Hände kommen mit diesem Design gut zurecht, wobei mit größeren Pranken ausgestattete Zeitgenossen schnell die recht niedrige Höhe bemängeln könnten. Im subjektiven Vergleich zum zehn Jahre alten iFeel MouseMan schneidet die MX Revolution in Punkto „Griffigkeit“ einen Tick schlechter ab.
Hält man die Maus einmal in der Hand fallen weitere Mängel auf. Der durchgängige Rahmen von linker und rechter Maustaste langt sich wie billiger Kunststoff an, die Hartplaste am rechten Rand ist „der fortschrittlichsten Maus der Welt“ schlicht unwürdig – bei einem möglichen Nachfolger dürfen es ruhig etwas höherwertige Materialien sein. Das obere Mausrad gibt ein deutlich hörbares akustisches Feedback während des Scrollens ab, das an der Seite angebrachte zweite Scrollrad der getesteten Maus arbeitet sehr schwergängig, prinzipiell fungiert es eher als eine Art Kippschalter, welcher beispielsweise zum Taskwechsel unter Windows nützlich ist. Die Verarbeitung der MX Revolution liegt insgesamt auf hohem Niveau. Wer die Anschaffung einer neuen Maus plant, sollte diese in jedem Falle vorher bei einem lokalen Fachhändler testen – zu unterschiedlich sind Einflussgrößen wie Handform, Nutzergewohnheiten und Platzverhältnisse am Arbeitsplatz.
Technik und Tasten
Ein Alleinstellungsmerkmal und gleichzeitig technisches Highlight der MX Revolution ist das neu entwickelte Scrollrad. Es verfügt über einen motorenbetriebenen Präzisionsmechanismus: Tippt man das Rad kurz an und verleiht ihm einen kräftigen Schwung, scrollt es solange durch Dokumente wie beispielsweise Excel-Tabellen, bis das Rad den Drehimpuls verloren hat. Die Art und Weise, wie sich das Scrollrad dabei verhalten soll, lässt sich über das SetPoint-Konfigurationswerkzeug individuell festlegen (mehr dazu später). Das Scrollrad kann außerdem nach links und rechts gekippt werden und damit zum horizontalen „Zappen“ dienen.
Durch die Konstruktion des Scrollrades muss man allerdings auf eine mittlere Maustaste verzichten. Hinter dem Mausrad befindet sich eine weitere als „One Touch Search“ bezeichnete Taste. Markiert man in einem beliebigen Dokument bestimmte Textabschnitte, kann über diese im Internet nach passenden Suchergebnissen gesucht werden. Zur Auswahl stehen dabei die Suchmaschinen von Google, Yahoo, Microsoft (Live Search) und AOL (verwendet die Google-Suchengine). Am linken oberen Rand der MX Revolution befinden sich zwei weitere Schaltflächen, die mit bestimmten Aktionen – etwa dem Tabwechsel im Browser – befüllt werden können, auch das zweite Scrollrad lässt sich in seiner Funktionsweise anpassen.

Die Revolution informiert über den aktuellen Ladezustand der Akkus per LED-Anzeige.
Software
Ohne Logitechs Software-Mauszentrale SetPoint lässt sich die MX Revolution zwar auch über das herkömmliche „Plug and Play“ von Windows nutzen, allerdings verzichtet man damit auf die eigentliche Stärke des Edel-Eingabegeräts: Mit SetPoint kann die üppige Tastenausstattung der MX Revolution voll ausgespielt und individuellen Bedürfnissen auch noch bis ins letzte Detail begegnet werden. SetPoint liefert dabei zwar vorgefertigte Funktions-Belegungen für Standard-Software wie Microsoft Office oder dem Adobe Reader, allerdings können eigene Programme hinzugefügt und entsprechend konfiguriert werden. Manche Aktionen sind dabei vorgegeben oder können über Tastenkürzel beliebig erweitert werden. Der Einarbeitungsaufwand in SetPoint hält sich in Grenzen, mit wenigen Klicks lässt sich die Klick-Produktivität allerdings schon deutlich steigern.

Mauszentrale: Mit SetPoint lässt sich die MX Revolution wie kaum eine andere Maus bis ins I-Tüpfelchen konfigurieren.

SetPoint: Lautstärkeregelung mit On-Screen-Display (OSD).

SetPoint: Task-Zapping lässt sich je nach Geschmack unterschiedlichen Tasten übertragen.

Die Scroll-Funktion lässt sich je nach Programm unterschiedlich konfigurieren.
Preis & Alternativen
Wer den heimischen PC oder Laptop nur gelegentlich nutzt, braucht grundsätzlich keine 60- bis 80,- Euro in eine mit Technik und Software vollgestopfte High-End-Maus zu investieren, ein amüsanter Theaterbesuch oder ein nettes Abendessen sind sicherlich die bessere Alternative. Wer sich allerdings täglich acht Stunden und mehr vorm Rechner abmüht kann mit einem neuen Klick-Begleiter durchaus Zeit und Nerven sparen. Eine aktuelle Übersicht des Edel-Maus-Segments bietet übrigens dieser Artikel, für etwas rustikalere und handwerklich begabte Technik-Fans lohnt ein Blick auf die Arbeit von „Jake of All Trades“. Ein weiterer Aspekt sollte ebenfalls berücksichtigt werden: Logitech frischt seine High-End-Mausserie in der Regel alle zwei Jahre auf, 2008 kann also durchaus noch die ein oder andere Überraschung mit sich bringen.
Fazit:
Keine Revolution: Die Logitech MX Revolution ist eine kabellose Edel-Maus in schicken Gewändern, auch wenn die Qualität der verwendeten Materialien teilweise zu Wünschen übrig lässt. Ihre sieben Maustasten lassen sich über die SetPoint-Software fast perfekt an individuelle Vorlieben anpassen, die Ergonomie ist bei nicht allzu großen Händen in Ordnung. Die MicroGear-Technologie erlaubt es, auch scrolllastige Dokumente schnell zu durchforsten. Die Akkulaufzeit von etwa fünf Tagen bei einer Nutzungsintensität von acht Stunden pro Tag ist in Ordnung, leider lässt sich der Akku nicht auswechseln.
Herstellerseite: logitech.com
Preisvergleich: geizhals.at/deutschland
Noch in diesem Jahr möchte Asus seinen ultrakompakten „Eee PC“ auf den europäischen Markt bringen – in Asien ist er seit gestern ab rund 182,- Euro zu haben. Zwar könnte sich das mickrige Display mit nur 7-Zoll-Bildschirmdiagonale als Pferdefuß erweisen, für einfache Schreibarbeiten, Internetanwendungen oder als Lern-PC für den heimischen Nachwuchs sollte das rund 920 Gramm schwere Gerät aber ausreichen.
Die Preise für Arbeitsspeicher ( RAM, Random Access Memory ) sind auf Dauer-Talfahrt: Was die Hersteller ärgert freut den Verbraucher: Aktueller DDR2-800-Speicher ist bereits ab rund 19,- Euro zu haben – und zwar für ein üppiges 1-GByte-Modul (1024 MB).
Sie sind der neuste Schrei im heimischen Technikfuhrpark: Digitale Bilderrahmen rücken nicht nur Porträtfotos aus Mutti’s Jugendzeit ins rechte Licht, sondern versprechen auch eine höhere Flexibilität als ihre analogen Pendants. Der wahre Wust an unterschiedlichen Displaygrößen, Designvarianten und Zusatzfeatures wie MP3-Wiedergabe machen die Auswahl schwierig – Zeit also für eine umfassende Marktübersicht.
Der Meinung würde ich mich so auch in etwa anschließen, wobei ich nicht sagen kann, dass mich die verwendeten materialien stören, denn letztendlich bleibt die Mouse doch Gebrauchsgegenstand und nciht Statussymbol. Persönlich finde ich allerdings diese neue Scrollfunktion recht überflüssig und nervig. Vielleicht muss ich mich auch erst nur noch mehr dran gewöhnen, aber eigentlich brauche ich das nicht. Da beeinflusse und variiere ich das Tempo mit dem ich mir Dokumente anschaue doch lieber selbst.
am 27 Januar 2009, 13:14.Was die verwendeten Materialien angeht bin ich auch der Meinung, dass es sich nichts zu bemängeln gibt. Allerdings stört mich persönlich auch die Scollfunktion an der Maus, wobei jeder das sicherlich anderes sehen wird.
am 22 April 2009, 10:17.