Digitale Bilderrahmen sind ein Trendthema. Am Beispiel des V-10 von Neovo möchte der nachfolgende Artikel aufzeigen, auf was man achten sollte.

Neovo V-10: Hochauflösendes Display mit guter Darstellung, integrierter Akku mit geringer Laufzeit, Kartenleser, lahme Datenübertragung per USB
Bereits vor über einem Jahr standen digitale Bilderrahmen im Mittelpunkt einer Marktübersicht. Inzwischen ist die Produktpalette bei Preisen zwischen 50- und 200,- Euro nochmals angewachsen, die zahlreichen Displayvarianten, Auflösungen, Seitenverhältnisse, Speicherumfang und Konektivitätsmöglichkeiten machen die Auswahl nicht minder leichter als vor einem Jahr. Mit dem Neovo V-10 steht diesmal ein höherwertiger Vertreter digitaler Bilderrahmen im Zentrum der Betrachtung.
Display
Der Neovo V-10 besitzt ein hochauflösendes 7-Zoll-Display mit 800×480 Bildpunkten im 16:9-Format. Die hohe Pixeldichte von 134dpi erlaubt saubere und sehr feine Darstellungen, Helligkeit und Farbdarstellung liegen auf gutem Niveau, Hersteller Neovo nennt eine maximale Helligkeit von 220cd/m² und ein Kontrastverhältnis von 400:1. Die Blickwinkelunabhängigkeit liegt nur im Mittelfeld, vor allem der Betrachtungswinkel im Hochkant-Betrieb von Links aus gesehen lässt zu wünschen übrig. Das Display kann sowohl im Hoch- als auch im Querformat aufgestellt werden.



Speicher
Der fest integrierte Speicher mit einer Kapazität von 128 MByte ist für die meisten Anwendungszenarien ausreichend. Hinzu kommt ein Kartenleser, der Pixelmaterial in Form von SD,- MMC,- CF,- MS- und SM-Karten entgegennimmt. Über den USB-Anschluss können außerdem Bilder vom PC aus auf den digitalen Bilderrahmen übertragen werden, die Datenübertragung ist dabei mit maximal 200 KByte pro Sekunde im Testbetrieb ausgesprochen bummelig. Das Neovo V-10 unterstützt sowohl JPEG als auch BMP-Bilder.
Benutzeroberfläche / Besonderheiten
Die Benutzeroberfläche erfolgt auf der Vorderseite des Displays über kontaktsensitive Tasten. Im normalen Betrieb sind diese so gut wie nicht sichtbar, fährt man mit dem Finger darüber, leuchten sie weiß auf. Vielfältig sind die Intervalleinstellungen zum Anzeigen einzelner Bilder, hier kann zwischen 5, 10 und 30 Sekunden, 1 Minute und 30 Minuten, 1 Stunde, 4 Stunden oder einem ganzen Tag gewählt werden. Die Anzeigefolge kann nach Name oder zufällig erfolgen, das trifft auch auf die acht zur Verfügung stehenden Überblendungseffekte zu. Besonders praktisch ist die integrierte Zeitschaltuhr, mit der sich das Neovo V-10 zu festgelegten Uhrzeiten an- bzw. abstellt. Ebenfalls integriert ist ein Kalender nebst zugehöriger Uhr. Einstellbar ist auch die Bildschirmhelligkeit in acht Schritten. Multimediadaten in Form von Videos oder Audiodateien kann der digitale Bilderrahmen nicht abspielen. Die Benutzeroberfläche des Neovo V-10 lässt sich nach einer kurzen Einarbeitungszeit recht intuitiv bedienen. Insgesamt hinterlässt das optische Erscheinungsbild des digitalen Bilderrahmen einen guten Eindruck: Der schwarze Rahmen in matter Klavierlack-Optik wirkt edel, der breite Standfuß sorgt sowohl im Hoch- als auch im Querkantbetrieb für notwendige Stabilität.




Verbesserungsvorschläge
Der integrierte Akku ist zwar nett, hält aber nur maximal 1 bis 1,5 Stunden durch, hier dürfte es ruhig etwa mehr sein. Das 16:9-Format des 7-Zoll-Displays ist nicht kompatibel mit herkömmlichen Bildern im 4:3-Format. Zwar werden auch Bilder mit diesem Seitenverhältnis und höheren Auflösungen dargestellt, allerdings verzerren diese im Vollbildmodus oder füllen den Bildschirm im Normal-Modus nicht vollständig aus. Mit freien Softwarelösungen wie IrfanView lassen sich auch mehrere Bilder in einem Rutsch auf die optimalen 800×480 Bildpunkte skalieren, das ist aber ein zusätzlicher Aufwand für den Nutzer. Eine intelligente Skalierung und die automatische Regelung der Helligkeit stehen damit auf dem Wunschzettel für den Nachfolger des V-10, ebenso ist die etwas klapprig wirkende Abdeckung des Kartenlesers verbesserungswürdig.
Fazit: Das Neovo V-10 ist ein schicker digitaler Bilderrahmen, der sowohl Hoch- als auch Querkant aufgestellt werden kann und über einen hochauflösenden LCD-Bildschirm verfügt. Lahme Datenübertragung per USB und unflexible Skalierungsoptionen bleiben zu kritisieren, der Gerät ist ab rund 150,- Euro erhältlich.
Preisvergleich: geizhals.at/deutschland
Herstellerseite: agneovo.com/de/
| Hardware Praxis | 16. Mai 2008 3522 x gelesen Schlagwörter: digital photoframe, digitale bilderrahmen, neovo v-10, testbericht digitale bilderrahmen
Die Tastatur ist vollendet, fehlt noch der passende Bildschirm: Die amerikanischen Tüftler von steampunkworkshop.com zeigen, wie ein nicht übel aussehender TFT mal eben um hundert Jahre altert – und sich damit wunderbar ins vorhandene Repertoire einfügt.
Vorgeschichte: Auf Heise Online konnte man für die Teilnehmer des Wettbewerbes “Mach flott den Schrott” votieren. Eine unscheinbare Lampe aus übereinander gestapelten CD-Rohlingen gewann dabei mein Interesse, und glücklicherweise war auch gleich die Internetseite des “geistigen Schöpfers” dieser verrückten Idee mit angegeben.
So genannte „Smartphones“ bündeln Mobiltelefon und Organizer in einem Gerät. Mit den passenden Freeware-Tools für Windows Mobile (Windows CE) kann der „Handy-Taschencomputer“ zur „eierlegenden Wollmilchsau“ umfunktioniert werden: Ideenverwaltung, Spiele-Emulator, Stimmgerät, Teeuhr, MPEG4-Wiedergabe oder ein Lebensmittelzusätze-Lexikon sind nur ein winziger Auszug an kostenfreien Werkzeugen, die im nachfolgenden Artikel unter die Lupe genommen werden sollen.