Steve Jobs schockt: Intel ab 2006 "Inside"

Das der Chef von Apple des Öfteren ein egozentrisches Wesen an den Tag legt, ist zwar schon lange kein großes Geheimnis mehr, aber mit seiner fulminanten Ankündigung zur WWDC (Worldwide Developers Conference) in San Francisco schießt er diesmal den Vogel ab: Darin räumt er überraschend ein, dem Partner IBM, bisher zuständig für die Power-CPUs in Apple’s Computern, den Laufpass zu geben. Stattdessen heißt es ab Mitte 2006: “Intel inside”.

Für Intel ist das mit Sicherheit kein schlechter Deal, denn schließlich lässt sich mit den neuen Apple-Prozessoren deutlich mehr Rendite herausschlagen als im durch starken Wettbewerbsdruck geprägten PC-Segment – und das, obwohl Intel bereits jetzt eine überbordende Marktmacht mit über 80% im Chip-Geschäft besitzt. Hauptgrund für den Turnaround bei Apple ist vor allem die Tatsache, dass es IBM bis jetzt nicht geschafft hat, einen leistungsfähigen Mobil-Prozessor auf Basis des G5 zu entwickeln. Im Desktop-Bereich hält der neuen 64-bittige G5 mit Wasserkühlung zwar gut mit dem PC-Segment mit, doch im Mobilen Bereich grast Intel derweilen mit dem Pentium M den Markt in aller Ruhe ab. Bleibt zu hoffen, dass IBM den Power-PC nicht an den Nagel hängt – denn die waren alles andere als schlecht.

| | 7. Juni 2005 3408 x gelesen

Waren diese Informationen hilfreich?

  • Currently 5.00/5
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5

Rating: 5.0/5(1 vote cast)

Artikel als Lesezeichen speichern:

Mister Wong del.icio.us Yahoo MyWeb Google Technorati Furl YiGG Taggle Folkd BlinkList Linkarena

Folgende Artikel könnten ebenfalls ihr Interesse wecken:


Karikaturstreit

Karikaturstreit
Der Streit um die Karikaturen, die von der dänischen Zeitung Jyllands Post veröffentlicht wurden, spitzt sich inzwischen auf recht abenteuerliche Weise zu. Insbesondere verleitet die aktuelle Debatte vorschnell zum Untermauern ideologischer Standpunkte. Auf beiden Seiten versteht sich. In Europa hätte man wahrscheinlich vor 100 Jahren auf die Verunglimpfung religiöser Inhalte nicht anders reagiert, als dies heute die Moslems, oder zumindest ein Teil davon, tun.

...mehr darüber! veröffentlicht am 3. Februar 2006 in den Themengebieten Kommentare

Das Ende einer Ära

Die einst hoch bekomplimentierte Handysparte der deutschen Siemens AG wird komplett an die Taiwanesische Benq-Gruppe veräußert. Das gab der Chef-Siemensianer Klaus Kleinfeld bereits am 07. Juni letzter Woche bekannt. Zwar übernehmen die Asiaten gleichzeitig das Namensrecht “Siemens” für 5 Jahre, vermutlich wird man aber schon nach einem Jahr sprachtechnisch auf “Benq Mobile Devices” umsteigen – “echte” Siemens-Handys avancieren damit zur Rarität.

...mehr darüber! veröffentlicht am 13. Juni 2005 in den Themengebieten Kommentare

Fernsehen ohne Flimmerkiste: Kostenfreie „Video-on-Demand“-Angebote im Internet

Kostenfreie Video-on-Demand-Angebote im InternetYouTube & Co machen es vor: Bewegtbilder im Internet liegen im Trend – selbst der altehrwürdige 20-Uhr-Tagesschau-Termin wird im Netz in Frage gestellt. Doch was bringt das flexible Allerweltsfernsehen auf dem heimischen PC? Der nachfolgende Artikel setzt sich kritisch mit dem so genannten „Video-on-Demand“ auseinander.

...mehr darüber! veröffentlicht am 14. März 2008 in den Themengebieten Kommentare

Leserkommentare

Artikel kommentieren