Windows XP, Linux und dessen Derivate vom OLPC und Eee PC gemeinsam auf nur einem System zum Laufen bringen oder mit dem „Fearless Browser“ sicher im Internet surfen? Mit der kostenfreien Virtualisierungslösung Moka5 ist das einfacher als man annehmen möchte.
Das auf Xandros basierende Betriebssystem des Eee PC kann man mit Moka5 auch unter Windows nach Gutdünken ausprobieren
Offiziell als Beta-Version erhältlich läuft Moka5 unter Microsoft Windows XP/Vista, Mac OS X und BareMetal. Moka5 setzt auf die Technologie des VMware Player auf. Um die Installationsdateien und später so genannte „LivePCs“, von denen über 30 verschiedene verfügbar sind, herunterladen zu können, ist eine Registrierung mit Nutzernamen und E-Mail-Adresse notwendig. Mindestens 4 GByte freier Speicherplatz, 1 GByte RAM und bestenfalls ein Doppelkernprozessor sind für eine annehmbare Performance empfehlenswert, außerdem ist ein schneller Breitband-Internetzugang von Nutzen.
Moka5 stellt eine Vielzahl fertig vorkonfigurierter LivePCs zur Verfügung
Nach dem Download der Moka5 Engine (47,2 MByte) kann die Virtualisierungslösung über eine gewöhnliche Setup-Routine installiert werden. Die Software und auch die meisten LivePCs stehen nur in englischer Sprache zur Verfügung, auch wenn es Ausnahmen wie den „Fearless Browser Deutsch“ gibt. Während der Installation kann Moka5 entweder auf dem aktuellen System installiert oder als Standalone-Variante zum mobilen Betrieb – etwa auf einem USB-Stick – eingerichtet werden, auf letzterem sollten je nach gewähltem LivePC bis zu 4 GByte freier Speicherplatz zur Verfügung stehen. Nach dem ersten Programmstart fragt die Virtualisierungslösung nach, ob anonymisierte Nutzungsdaten übertragen werden sollen, dies lässt sich jedoch vermeiden (siehe Bild). Da die Moka5 Engine beim ersten Hochfahren noch kein LivePC-Image initialisiert hat, lädt es ungefragt den „Fearless Browser“ vom Server des Herstellers herunter – eine kurze Nutzerbestätigung wäre hier freilich anständiger gewesen.
Einbinden von LivePCs in Moka5:
1. Loggen Sie sich mit ihrem Account unter moka.de ein und laden sie den gewünschten Image-Link (Endung .lpc) herunter.
2. Wählen Sie im Moka5-Hauptfenster den Eintrag „Add New Live PC“
3. Klicken Sie nun auf den Pfeil unter „Make your own LivePC“
4. Klicken Sie auf den Pfeil rechts unter „Import from a VMware or moka5 package“
5. Als Dateityp wählen Sie nun „LivePCs (*.lpc)
6. Wählen Sie die zuvor heruntergeladene Datei und klicken Sie auf „Öffnen“
7. Moka5 lädt nun das gewünschte Image herunter, dieser Prozess dauert je nach Internetzugang bis zu 15 Minuten. Im Test konnten die Moka-Downloadserver mit einem stabilen und schnellen Zugang punkten.
8. Ist der Download abgeschlossen kann das virtuelle System über den grünen Play-Pfeil gestartet werden.
Fazit: Moka5 ermöglicht auch für weniger versierte PC-Nutzer, virtualisierte Systeme einzurichten und sich ohne großen Aufwand mit der Linux-Welt zu arrangieren. Sichere Browserumgebungen wie der „Fearless Browser“ lassen das Wirtssystem unangetastet und verringern die Wahrscheinlichkeit, sich potenzielle Schädlinge bei allzu unbeschwerten Surf-Sessions einzufangen, aber auch experimentierfreudige PC-Nutzer kommen mit den LivePCs des Asus Eee PC oder des OLPC auf ihre Kosten.
Netzauftritt und Download: moka5.de
Kategorie im Netzverzeichnis: Virtualisierung
Bilderstrecke: Moka5 – Das System im System
Homepage-Betreiber stehen bei rasant wachsender Anzahl externer Links schnell vor der Herausforderung, die Verweise auf fremde Inhalte möglichst einfach und zeitsparend zu Überprüfen. Mühevolles „Durchklicken“ ist dabei der mit Abstand unbequemste Lösungsansatz, existiert doch mit Tilman Hausherr’s Freeware „Xenu’s Link Sleuth“ ein mächtiges Werkzeug, um Links automatisch zu überwachen und die Ergebnisse in einem maßgeschneiderten HTML-Report in Augenschein zu nehmen.
Die Tastatur ist vollendet, fehlt noch der passende Bildschirm: Die amerikanischen Tüftler von steampunkworkshop.com zeigen, wie ein nicht übel aussehender TFT mal eben um hundert Jahre altert – und sich damit wunderbar ins vorhandene Repertoire einfügt.
Dateimanager im Zweifenster-Stil des guten alten Norton Commander gibt es zuhauf, der zweifellos beliebteste Windows-Klon ist die vom Schweizer Christian Ghisler entwickelte Shareware „Total Commander“. Einem ähnlichen Konzept bedient sich auch die Freeware „Unreal Commander“.
Sehr interessante Sache. Nur, installiert man die Software auf dem USB Stick und möchte sie später von dort auch aus starten, startet der Launcher die Setup-Routine erneut und will die Software auf dem PC installieren. Das ist nicht sehr Portable…
am 25 März 2008, 22:16.