LCDs liegen im Trend: Die flachen Flundern bieten große Bildschirmdiagonalen zu günstigen Preisen, entlasten angespannte Platzverhältnisse auf dem Schreibtisch und überzeugen inzwischen auch mit breiten Blickwinkeln und üppigen Kontrasten. Trotzdem gibt es einiges zu beachten.
Preisfrage
Das derzeit beste Preis-Leistungs-Verhältnis bieten 22-Zoll-Widescreen-Bildschirme, die mit digitalem Anschluss (DVI, Digital Visual Interface) schon zwischen 200,- und 250,- Euro zu haben sind. In der Regel besitzen sie eine Auflösung von 1680×1050 Bildpunkten – das reicht für Otto-Normalverbraucher und platzhungrige Applikationen (z.B. Bildbearbeitung) in den meisten Fällen aus.
Die Arbeit mit zwei Bildschirmen kann insbesondere für Amateur-Regisseure, die öfters Videoschnipsel am heimischen Arbeitsplatz zusammenfügen, lohnen. Günstige 17-Zoll-Standard-TFTs wie iiyama’s recht hochwertige ProLite-Serie gibt es ab etwa 160,- Euro pro Stück – zusammen erhält man dafür am Ende für 320,- Euro einen Arbeitsplatz mit üppigen 2560×1024 Bildpunkten. Der Zweibildschirm-Betrieb besitzt neben der größeren Arbeitsfläche auch aus ergonomischen Gesichtspunkten den Vorteil, dass das Auge nicht ständig auf eine Ebene im Raum fixiert bleiben muss.
In der Preisklasse über 300,- Euro finden sich viele 24-Zoll-Boliden, die in der Regel über Bildschirmauflösungen von 1920×1200 Pixel verfügen. Hochwertigere Geräte unterstützen in diesem Preissegment auch den Kopierschutzstandard HDCP – in Verbindung mit einem HDMI-Anschluss könne sie Full-HD-Videos (1920×1080P) in voller Auflösung wiedergeben und taugen damit auch als preisgünstiges Mini-Kino, sofern die Grafikkarte mitspielt.
Qualitätsmerkmale
Neben dem Preis spielt natürlich auch Bildqualität eine entscheidende Rolle. Die Hersteller wollen dabei mit Leuchtstärken von 300cd/m² und mehr, üppigen Kontrasten von über 1000:1, flinken Reaktionszeiten und ordentlichem Blickwinkel punkten. Die preiswerteren und weit verbreiteten TN-Panels (twisted nematic) können bei letzterem nicht ganz mit IPS-Panels mithalten, bieten dafür in der Regel aber einen höheren Kontrast, welcher allerdings hauptsächlich beim Spielen oder Videoschauen von Bedeutung ist. Auch die Angabe der Leuchtstärke sollte eher kritisch beurteilt werden, als ergonomisch gelten etwa 100-120cd/m², eine möglichst gute und stufenlose Regulierung ist hier wichtiger als ein hoher Maximalwert, auch wenn das Display über die Jahre etwas davon einbüsst. Die für Spielernaturen so wichtigen Reaktionszeiten (Herstellerangaben) sind ebenfalls mit Vorsicht zu genießen, für einen objektiven Vergleich hilft hier oft nur die Recherche in einschlägiger Fachliteratur. Das trifft auch für die Bewertung der Graustufendarstellung (Bildbearbeitung) und die möglichst gleichmäßige Bildschirmausleuchtung zu.
Anschlussmöglichkeiten
Grundsätzlich: Der analoge Anschluss über VGA-Kabel (15-poliger D-Sub Anschluss, siehe Abbildung) sollte bei hochauflösenden Flachbildschirmen jenseits der 1280er-Marke möglichst vermieden werden. Insbesondere die Unschärfeneigung eines analogen Anschlusses gehört mit einer digitalen Verbindung über DVI (Digital Visual Interface) der Vergangenheit an und rechtfertigt den inzwischen moderaten Mehrpreis von ca. 20,- Euro. Bei älteren PCs muss dabei möglicherweise die Grafikkarte ersetzt werden, aber selbst im unteren Preissegment zwischen 30,- und 50,- Euro gehört ein DVI-Anschluss inzwischen zum Standard.
DVI-D (Single Link) Kabelanschluss
VGA-Kabel mit 15-poligen Mini-D-Sub-Stecker
Defekte Pixel
Pixelfehler Fehlertyp 1: Ständig leuchtender Pixel
Pixelfehler können insbesondere dann stören, wenn sie an ungünstigen Stellen des Monitors – etwa bildmittig – auftreten. Viele Hersteller orientieren sich dabei an den Ergonomievorgaben der DIN EN ISO 13406-2, die insgesamt vier verschiedene Pixelfehlerklassen (I – IV) nach drei verschiedenen Fehlertypen unterscheidet. Die meisten Produzenten garantieren „nur“ die Fehlerklasse zwei – das heißt, das maximal zwei ständig leuchtende Pixel, zwei ständig schwarze Pixel oder maximal fünf defekte Subpixel (ständig leuchtend oder ständig schwarz, ein Pixel besitzt jeweils drei Subpixel) in Erscheinung treten dürfen. Die Werte beziehen sich allerdings auf 1 Million Bildpunkte, bei einem 22-Zoll-Bildschirm mit insgesamt 1.764.000 Bildpunkten (1680×1050) müssen die angegebenen Grenzwerte mit rund 1,7 multipliziert werden. Entstehen dabei ungerade Werte, zum Beispiel 2,6 Pixel, wird aufgerundet.
Mit dem Werkzeug UndeadPixel (Version 2.2, siehe Abbildung) können Pixelfehler übrigens schnell aufgespürt werden: Die Freeware bietet mit sechs Farbkombinationen (Rot, Grün, Blau, Weiß, Schwarz, Gelb), die auch im Schleifenmodus abgespult werden können, einen flächendeckenden optischen Eindruck und erleichtert die Suche nach den oben beschriebenen Fehlertypen. UndeadPixel läuft unter Windows 2000/XP sowie Vista, benötigt allerdings Microsoft’s .NET Framework 2.0.
Download: UndeadPixel 2.2, 52 KB, Freeware, Windows, Installer
Netzauftritt: udpix.free.fr
Wenn Tastatur und Flachbildschirm
– aus rein ästhetisch betrachteten Gesichtspunkten – nicht ausreichend erscheinen, findet sich auf „Jake of All Trades“ der passende „Klick-Begleiter“.
„Small Wonder. Big Possibilities“ – unter diesem Motto stellte Hewlett-Packard sein erstes, preisgünstiges Mini-Notebook auf dem offiziellen Launch-Event in Hongkong vor. Datenblatt und Bilder lassen so einiges erwarten.
Die häufig auch als „Netbooks“ bezeichnete Produktklasse ultrakompakter und preiswerter Mini-Laptops wurde bisher vom Asus Eee PC dominiert. Doch auch andere Hersteller schlafen nicht – mit dem Wind bringt MSI einen ernstzunehmenden Konkurrenten auf den Markt.
Die Kontrastangaben der Hersteller sind meistens nur dynamisch. Was wirklich zählt ist der statische Kontrast, und der liegt bei den meisten TN-Panels zwischen 700 und 800:1, was nicht gerade toll ist. Vor allem bei Film und Videos mit vielen dunklen Szenen fällt das flaue Schwarz sofort negativ auf. Aber auch bei der Bildbearbeitung ist es nicht von Vorteil.
am 5 Februar 2008, 21:43.