Speicherhungrige Dateien visualisiert – „SequoiaView“ (Freeware, Windows)

Mit dem zunehmenden Alter einer Windows-Installation wächst meist auch die Unübersichtlichkeit innerhalb der Verzeichnisstrukturen. Wer kann sich schon im Detail daran erinnern, wohin die ungezählten Downloads des letzten Jahres im Einzelnen gelandet sind? Mit „SequoiaView“ – eine Entwicklung der Technischen Universität Eindhoven – lassen sich speicherintensive Dateien schnell über eine grafische Oberfläche ausfindig machen.

Speichergefräßige Dateien auf der heimischen Festplatte ausfindig machen - SequoiaView

Die aktuelle Version 1.3 „SequoiaView“ ist inzwischen zwar schon fünf Jahre alt, läuft aber trotzdem unter allen gängigen Windows-Varianten, darunter auch XP und Vista. Nach dem Download der 553 KByte großen Installationsdatei kann eine herkömmliche Setup-Routine gestartet werden, anschließend findet sich die Software unter „Alle Programme“ – „SequoiaView“ – „SequoiaView“ wieder.

Nach dem ersten Programmstart generiert „SequoiaView“ eine grafische Ansicht der Datenbelegung der Systempartition, über das entsprechende Auswahlfeld können aber auch andere Laufwerke untersucht werden. Die Analysegeschwindigkeit ist abhängig von der entsprechenden Festplattengröße- und –belegung, für die 500 GByte große Test-HDD benötigte die Software immerhin knapp 5 Minuten und zwackte sich dabei reichlich RAM ab.

„SequoiaView“ stellt die Größe einzelner Dateien in Form eines Rechtecks dar – je größer diese sind, umso mehr Speicher wird belegt. Fährt man mit dem Mauszeiger über die so generierte „Datenkarte“, werden die Ausgangsverzeichnisse in Form einer gelben Trennlinie hervorgehoben – das gibt einen schnellen Überblick darüber, welche Ordner besonders viel Platz belegen.

Im Menü unter „View“ – „Colors…“ lassen sich außerdem verschiedene Farben für die Hervorhebung einzelner Dateitypen auswählen („Enable Colorscheme“ aktivieren), zusätzlich verfügt „SequoiaView“ über zahlreiche Filter, die über „View“ – „Filters“ aktiviert werden können. Unter anderem kann man dabei die Anzeige auf bestimmte Dateigrößen (Reiter „Size“, siehe Abbildung) beschränken.

Fazit: „SequoiaView“ ist ein praktisches Werkzeug, um die Datenstruktur der heimischen Festplatte unter die Lupe zu nehmen. Ähnliches leistet auch die Open-Source-Anwendung „WinDirStat“.

Download: SequoiaView 1.3, Installer, Windows

Netzauftritt: win.tue.nl/nl/onderzoek/

Kategorie im Netzverzeichnis: Systemwerkzeuge

| | 26. September 2007 6390 x gelesen Schlagwörter: festplatte speicherverbrauch anzeigen, festplattenanalyse, freeware, sequoiaview, windows

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