Schutz vor Spyware und Hijackern: „Ad-Aware 2007 free“ (Freeware, Windows)

Allerlei installierte Software enttarnt sich erst auf den zweiten Blick als neugieriger Spion, welcher den heimischen PC gezielt nach Informationen – etwa dem Surfverhalten des Nutzers – durchforstet. Mit der für die private Nutzung kostenfreien Lösung „Ad-Aware 2007 free“ rückt man solchen Datenparasiten auf den Leib.

Die kostenfreie Basis-Version von Lavasofts „Ad-Aware 2007 free“ beseitigt zuerlässig unerwünschte Spyware.

„Ad-Aware 2007 free“ (aktuelle Version: 7.0.2.6) steht für Windows 2000/XP/2003 und Vista (nur 32-Bit Version) zur Verfügung. Als minimale Systemvorrausetzungen nennt der schwedische Hersteller Lavasoft einen 600 MHz schnellen Prozessor, 50 MByte freien Festplattenspeicher und 100 MByte freien RAM. Neben Spyware durchsucht die Software den PC auch nach Würmern, Trojanern und so genannter Malware. Auf Wunsch entfernt „Ad-Aware 2007 free“ auch diverse Surfspuren, indem Caches, Cookies und Browser-Verläufe gelöscht werden. Unterstützt werden dabei der Internetexplorer (ab 5.5), Mozilla Firefox (ab 1.5) sowie Opera (ab Version 9.0).

„Ad-Aware 2007 free“ wird über eine herkömmliche Setup-Routine installiert und kann anschließend unter „Alle Programme – Lavasoft – Ad-Aware 2007 – Ad-Aware 2007“ gestartet werden. Einige Features wie „Process Watch“ oder „Hosts File Editor“ bleiben der kostenpflichtigen Pro-Variante vorenthalten. Die Benutzeroberfläche präsentiert sich leider nur in Englisch (alternativ Französisch). Die freie Basis-Version verfügt dennoch über eine leistungsfähige Scan-Routine, bei der zwischen „Smart Scan“ oder „Full Scan“ gewählt werden kann. Neben Dateien werden auch laufende Prozesse und die Windows-Registry nach verdächtigen Einträgen durchforstet. Eine individuelle Suche („Custom Search“) ist nur in der kostenpflichtigen Pro-Version verfügbar. Um die rund 500.000 Dateien auf der Testpartition zu untersuchen benötigte „Ad-Aware 2007 free“ knapp eine Stunde – aktuelle Virenscanner erledigen diese Aufgabe nicht schneller. Nach dem Scanprozess lassen sich unerwünschte Registry-Einträge und Dateien löschen, in Quarantäne verschieben oder einfach ignorieren.

Fazit: Trotz englischsprachiger Benutzeroberfläche ermöglicht Lavasofts „Ad-Aware 2007 free“ das unkomplizierte Entfernen nerviger Spyware. Alternativ dazu empfiehlt sich das Freeware-Werkzeuge „Spybot – Search & Destroy“, welches einen größeren Funktionsumfang besitzt, dafür aber etwas komplizierter zu Bedienen ist. Kombiniert man beide Werkzeuge miteinander sind auch PCs mit experimentierfreudigen Internet-Nutzern vor nerviger Spionagesoftware, modifizierten Browser-Startseiten und Werbe-Überraschungsfenstern verhältnismäßig gut geschützt.

Netzauftritt: lavasoft.de/software/adaware

Download (externer Server): download.com

Kategorie im Netzverzeichnis: Sicherheit

Bilderstrecke: „Ad-Aware 2007 free“: Erklärt Spyware und Hijackern den Krieg

Der Scanprozess ist mit dem aktueller Antivirenlösungen vergleichbar. Für die 500.000 Dateien der Testpartition benötigte Ad-Aware 2007 free knapp eine Stunde.

Trotz englischsprachiger Benutzeroberfläche lässt sich Ad-Aware 2007 free gut bedienen. | | 12. März 2008 5108 x gelesen Schlagwörter: ad-aware 2007 free, freeware, malware, sicherheit, spyware

Waren diese Informationen hilfreich?

  • Currently 4.00/5
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5

Rating: 4.0/5(2 votes cast)

Artikel als Lesezeichen speichern:

Mister Wong del.icio.us Yahoo MyWeb Google Technorati Furl YiGG Taggle Folkd BlinkList Linkarena

Folgende Artikel könnten ebenfalls ihr Interesse wecken:


Elektronische Postkartenserie "Nietzsche"

Die Werkreihe “Nietzsche” verbindet bekannte Zitate des deutschen Philosophen mit visuellen Elementen. Im Übrigen können Sie alle abgebildeten Werke schnell und einfach als elektronische Postkarte an Freunde oder Bekannte versenden.
Zum Vergrößern einfach auf die Bilder klicken.

...mehr darüber! veröffentlicht am 25. Juli 2006 in den Themengebieten Kommentare

Drei-Gänge-Menü für PDF Dateien: Adobe Reader, Foxit Reader, PDF-XChange Viewer

PDF Alternativen zum Adobe Reader 8: Foxit Reader 2, PDF-XChange Viewer 1.0Dokumente im von Adobe Systems entwickelten PDF-Format sind sowohl in der universitären Lehre als auch im Alltagsleben kaum mehr wegzudenken. Wer jedoch meint, der beliebte „Adobe Reader“ sei das Maß aller Dinge, irrt. Mit „Foxit Reader“ und dem „PDF-XChange Viewer“ bieten sich zwei kostenfreie Alternativen an, die obendrein Adobe’s „Quasi-PDF-Monopol“ mit cleveren Zusatz-Features oder geringerem Speicherverbrauch Paroli bieten können.

...mehr darüber! veröffentlicht am 18. April 2007 in den Themengebieten Kommentare [1]

Linux-Live-CD: „gOS“ – Abgespecktes Ubuntu mit Online-Affinität

gOS - schlanke Linux-Distribution auf Ubuntu-Basis und Web2.0-FeelingDer US-Einzelhandelskonzern Wal-Mart bietet derzeit ein preisgünstiges 200-Dollar-System auf Basis des VIA C7-D-Prozessor (1,5 GHz, 512 MB DDR2 RAM, 80 GByte Festplatte) in seinem Onlineshop an. Statt Microsoft Windows setzt Hersteller Everex aber als Betriebssystem auf „gOS“ – eine leichtgewichtige Linux-Distribution auf Ubuntu-Basis. Was „gOS“ alles kann und wie man es auf einem normalen PC zum Laufen bringt, verrät der nachfolgende Beitrag.

...mehr darüber! veröffentlicht am 15. November 2007 in den Themengebieten Kommentare [1]

Leserkommentare

Artikel kommentieren