Wer unter Windows XP häufig Dateien, beispielsweise aus Microsoft Word, öffnet oder abspeichert, wird möglicherweise ein klagvolles Lied über den nervigen und ineffizienten „Öffnen / Speichern unter“- Dialog einstimmen können. Oft braucht es dabei etliche Mausklicks, bis man das entsprechende „Ziel-Verzeichnis“ ausgewählt hat – die Open-Source-Lösung „FlashFolder“ beseitigt dieses Ärgernis und bietet neben „Ordner-Favoriten“ auch eine individuelle Chronik beim Öffnen/Abspeichern von Dateien an.
Die aktuelle, englischsprachige Beta-Version 1.7.26 von „FlashFolder“ steht für Windows 2000/XP zur Verfügung. Eine Installation funktioniert zwar auch unter Windows Vista und als Systemdienst lässt sich „FlashFolder“ obendrein problemlos platzieren, nur eben im „Öffnen / Speichern unter“-Dialog wird das nur 480 Kbyte große Werkzeug nicht angezeigt.
„FlashFolder“ kommt mit einer praktischen Setup-Routine daher, legt jedoch keine Desktop- oder Startmenüverknüpfungen unter Windows 2000/XP an – während des Installationsprozesses sollte man also genau hinschauen, in welchen Ordner das Werkzeug installiert wird. Trotz des „Beta“-Status gab es auf dem XP-Testrechner keine Probleme im Umgang mit dem Open-Source-Werkzeug.
Nach der Installation muss „FlashFolder“ über ein Konfigurationstool (FFConfig.exe) eingerichtet werden – dabei im Zweifelsfalle einfach alle „Häkchen“ aktivieren. Die Anzahl der, von Browsern wie Mozilla Firefox bekannten, „History“-Einträge kann ebenfalls individuell eingestellt werden (oben rechts: „Max. number of directory history entries“)
Nun braucht bloß noch das Hauptprogramm (FlashFolder.exe) gestartet werden und einem schnelleren Öffnen/Abspeichern steht nichts mehr im Wege. Zusätzlich können in der FlashFolder-Werkzeugeleiste besonders oft benötigte Ordner als „Favoriten“ abgespeichert werden (siehe Bild oben), die anschließend besonders schnell zu erreichen sind.
Tipp: Wer die Software nicht nach jedem Neustart manuell öffnen möchte, kann eine Verknüpfung von FlashFolder.exe in den Autostart-Ordner von Windows ablegen – „FlashFolder“ startet dann automatisch mit Windows, was bei einem verhältnismäßig geringen Speicherbedarf von unter 2 Mbyte kein Problem darstellen sollte.
Fazit: „FlashFolder“ gibt dem Nutzer die langersehnte Möglichkeit, schneller und effizienter auf Ordner/Verzeichnisse unter Windows zuzugreifen und stellt die bekannten Unzulänglichkeiten des herkömmlichen „Öffnen / Speichern unter“-Dialogs zuverlässig ab. Schade nur, das Microsoft selbst unter Windows Vista nichts vergleichbares Bieten kann, denn insbesondere der flinke Zugriff auf „Favoriten“-Ordner kann Zeit und Nerven sparen.
Download:
FlashFolder Projektseite (sourceforge.net):
Mit herkömmlichen Tastenkürzeln lassen sich zwar sämtliche Fenster der Taskleiste minimieren, um alle Programme wirklich zu beenden, sind jedoch oft viele Mausklicks notwendig. Mit der Freeware „Close all“ von Lucersoft wird diese Produktivitätslücke geschlossen.

Mit wachsender Anzahl an Softwareinstallationen kann Windows nicht nur langsamer werden, auch der Überblick über veraltete Programme und potenzielle Sicherheitslücken wird schwieriger. Der für die private Nutzung kostenfrei verfügbare „Personal Software Inspector“ (PSI) der dänischen Firma Secunia verschafft mit seiner umfangreichen Datenbank zeitsparende Einsicht in das versammelte Software-Tohuwabohu.
Viele Anwendungen wie Eingabeaufforderung (Windows-Shell), Lautstärkeregelung, Taschenrechner, Neustart/Standby oder die Systemsteuerung lassen sich unter XP eher schlecht als recht durch mehrere Mausklicks öffnen. „FastKake“ erstellt ein simples Schnellstartverzeichnis auf dem Desktop und spart damit lästige Klick-Prozeduren.
Hallo,
ich nutze FlashFolder schon seit Jahren (bin eine gute Freundin des Autors). Ein sehr nützliches Tool, das mir die Arbeit am PC enorm erleichtert.
Zu Ihrem Artikel:
1. FlashFolder muss nach der Installation nicht erst manuell über die “FFConfig.exe” eingerichtet werden. FlashFolder läuft sofort mit den voreingestellten Standardwerten. Optional kann man sich das Tool jederzeit über den Programmeigenen Konfigurationsbutton anpassen (zu finden ganz rechts in der FlashFolder-Toolbar – bei Optionen).
Dort kann man z.B. die Unterstützung der MS-Office Dialoge aktivieren oder die Größe der Öffnen-/Speichern Dialogfenster nach eigenem Wunsch anpassen.
2. FlashFolder muss nicht bei jedem Systemstart manuell gestartet werden. Das Tool startet nach der Installation standardmäßig automatisch bei jedem Systemstart.
Ein manuelles hinzufügen in den Windows-Autostart-Orner ist also nicht notwendig.
Schöne Grüße
sanick
am 6 Mai 2007, 09:21.Ich glaube, ich muss mir beim nächsten Artikel mal ne Lesebrille zulegen, wenn ich den Prozess-Reiter des Windows Task-Managers reinschaue. Vielen Dank für ihre – berechtigten – Ergänzungen.
am 6 Mai 2007, 10:30.Hihi, gern geschehen ;-)
am 6 Mai 2007, 14:08.