Schlanke Alternative für iTunes: „Harmony“ (Konzeptstudie, Windows XP/Vista)

iTunes möchte mit seiner „Cover-Flow-Darstellung“ die Verwaltung des digitalen Musikarchivs verschönern, bietet aber auch viel überflüssiges Drumherum. „Harmony“ borgt sich Apple’s Idee und stellt eine grafische Konzeptstudie vor, die auf die Wiedergabeliste von iTunes zurückgreift, sich dabei aber auf das Wesentlichste beschränkt.

Harmony besitzt die von iTunes abgeschaute Cover-Flow-Oberfläche.

„Harmony“ steht für Windows XP und Vista kostenfrei zur Verfügung und benötigt keine Installation: Einfach das entsprechende ZIP-Archiv herunterladen und in den gewünschten Ordner kopieren. Zusätzlich wird Microsoft’s .NET Framework 3.0 benötigt.

„Harmony“ besitzt eine Reihe von Einschränkungen: So können keine Lieder hinzugefügt werden, ausschließlich die Wiedergabeliste von iTunes findet Verwendung. Unter iTunes verknüpfte CD-Cover werden teilweise nicht erkannt und das angepriesene Feature, fehlende Musikkunst über das Netz (Amazon API) automatisch zu ergänzen funktionierte im Test nicht fehlerfrei, ebenso lassen sich fehlerhafte Cover nicht editieren oder ergänzen. Auch der Vollbildmodus lässt zu wünschen übrig, er ist nur bis 1280×1024 Bildpunkten praktikabel.
Ergänzend sei allerdings erwähnt, dass es sich bei „Harmony“ lediglich um eine Konzeptstudie handelt.

Klickt man auf ein Album, erscheinen die einzelnen Titel auf der Rückseite und lassen sich in eine Wiedergabeliste einreihen.

Die Oberfläche verfügt über eine Suchmaske am oberen Rand, ansonsten kann wie bei iTunes durch den digitalen CD-Schrank „gezappt“ werden. Klickt man auf ein Album, dreht sich dieses geschwind um und präsentiert die passenden Einzeltitel (siehe Bild), die 3D-Effekte wirken aber etwas ruckliger als beim Original.

Harmony lädt automatisch fehlende CD-Cover aus dem Internet herunter, dies funktioniert allerdings nicht immer fehlerfrei.

Fazit: „Harmony“ ist ein experimenteller Prototyp – was die erwähnten Unzulänglichkeiten erklärt – besitzt aber immerhin einen interessanten Ansatz, Musik über eine grafische Oberfläche zu verwalten. Wer eine schicke Oberfläche ohne 3D-Effekte sucht, findet mit dem „BeoPlayer“ sicher einen besser ausgestatteten Musikbegleiter.

Netzauftritt und Download: thirteen23.com/labs/winfx/harmony

Kategorie im Netzverzeichnis: Einfache Audio-Player

| | 13. April 2008 6590 x gelesen Schlagwörter: cover-flow, freeware, harmony, itunes, musikverwaltung

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