Auf der WWDC (Worldwide Developers Conference) in San Francisco präsentierte Apple’s CEO Steve Jobs überraschend eine auf Windows XP und Vista portierte Beta-Version des MAC-Browsers Safari. Ob Safari wirklich „The fastest web browser on any platform“ ist sei dahingestellt, ein Blick über den Tellerrand lohnt allemal.
Die öffentliche, englischsprachige Beta-Version von Safari 3 steht auf den Seiten von Apple sowohl für Mac OS X, Windows XP und Vista zur Verfügung. Unter Windows gibt Apple einen 500 MHz schnellen Prozessor sowie 256 MByte Arbeitsspeicher als minimale Systemvoraussetzungen an.
Der Funktionsumfang von Safari unterscheidet sich auf den ersten Blick nicht von etablierten Windows-Browsern wie dem Internet Explorer von Microsoft,
Mozilla Firefox oder Opera: „Tabbed-Browsing“, RSS-Unterstützung, Lesezeichenverwaltung, Suchmaschinen-Maske (nur Google und Yahoo) sowie Pop-up-Blocker gehören zur Grundausstattung.
Die Schriftglättung lässt sich unter „Edit“ – „Preferences“ im Reiter „Appearance“ in einem dreistufigen Schema (Light, Medium, Strong) nach individuellen Vorlieben Feinjustieren. Optisch auffallend ist die Suchfunktion ( „Strg – F“ ), die entsprechende Begriffe farblich hervorhebt und den Seitenhintergrund mit dezentem Grau überdeckt.
Die als „SnapBack“ titulierte Funktion (siehe Bild) von Safari ermöglicht außerdem das schnelle Zurückspringen auf die ursprüngliche Suchergebnis-Seite.
Safari unterstützt ferner den Import von Lesezeichen, die Testdatei (Bookmark.html, Mozilla Firefox) quittierte der Browser jedoch mit einem Absturz – das gleiche Verhalten tritt im Übrigen auch beim Anlegen neuer Bookmarks zu Tage – hier hat Apple bis zur finalen Version, die im Oktober erscheinen soll, noch einiges an Entwicklungsarbeit zu leisten.
Apple präsentiert auf seinen Internetseiten einige Benchmark-Ergebnisse (VeriTest’s iBench), die die Performance-Überlegenheit gegenüber Konkurrenzprodukten belegen soll. Auf dem Testsystem (AMD Athlon 64 3800+, Asus K8N4-E nForce4 (Sockel 754), 1 GByte RAM PC2700, Windows XP Prof.) lief Safari tatsächlich erstaunlich schnell, wenn auch der „gefühlte“ Geschwindigkeitsunterschied zum Internet Explorer 7 und Mozilla Firefox eher gering ausfiel und der Browser sich fast doppelt soviel Arbeitsspeicher wie Opera genehmigte.
Fazit: Die Beta-Version von Safari sieht schick aus, bietet den gewohnten Funktionsumfang eines modernen Browsers und einige nette Zusatzfunktionen. Allerdings wirkt die Software nicht ganz so „leichtgewichtig“ wie Opera und bietet weit weniger als ein mit Add-ons frisierter Firefox. Insbesondere für Webdesigner bietet Safari 3 für Windows aber den großen Vorteil, Seiten auch ohne MAC OS X zu testen.
Download: Safari 3 Beta
| Internet Software | 12. Juni 2007 4902 x gelesen Schlagwörter: apple, safari 3 beta, safari für windows vista, safari unter windows
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