Unter der Parole „Join the Vision“ startete am 08. März die CeBIT 2006 in Hannover –
diesen Mittwoch endete Sie. Dabei kann man sogar auf ein kleines Jubiläum zurückblicken, denn seit 20 Jahren zeigt die größte Computermesse der Welt zukunftsweisende Trends und Technologien der Informations- und Telekommunikationsbranche auf. Zwar kamen zur diesjährigen Messe mit 450.000 Besuchern knapp 45.000 Menschen weniger als im letzten Jahr, trotzdem blieb die Ausstellerzahl stabil bei 6262, über die Hälfte davon aus dem Ausland. Der visuelle Rückblick von zarathustra.6x.to bietet einen kleinen Ausschnitt an aktuellen Trends und kuriosen Ausstellungsstücken:

HDTV in aller Munde: Im Zuge der herannahenden Fußball-WM in der Bundesrepublik hoffen viele Hersteller, wie beispielsweise SHARP aus Japan, auf einen steigenden Absatz ihrer flachen und hochauflösenden Bildschirme.

Spielwiese: Die CeBIT ist immer auch ein Ort für neuartige “Technologien und Prototypen”: Hier der Stand (Halle 3, C03 ) des Roboterclub Aachen e.V., bei dem man sich mit Hilfe eines ferngesteuerten elektronischen Gefährten beim “Torschuß” üben konnte.

Handfest: Am Stand des amerikanischen Serverspezialisten SUN Microsystems konnte sich der geneigte Besucher am Steuern eines Navigationsmenüs per Handgesten probieren.

Antik: Toshiba stellte nicht nur seine modernen und leistungsstarken Laptops mit den brandneuen Intel Duo Prozessor vor, sondern auch den – laut eigenen Angaben – ersten mobilen PC mit integriertem Akku. Ein Leichtgewicht war der 4,1 Kilo schwere Klapprechner aus dem Jahre 1985 zwar nicht, aber auch er war mit einem Intel-CPU, dem 80C88, bestückt und konnte mit einem Display von 640×200 Bildpunkten aufwarten – monochrom versteht sich. Auch damals hatte neue Technik seinen Preis, immerhin stolze 6480 DM.

Gut gefüllt: Trotz des leichten Besucherrückgangs herrschte reges Treiben.

Kompatibel: Die Industrie entdeckt die Marktbedeutung der weiblichen Zielgruppe: Bei diesen Produkten stand anscheinend der WAF (neudeutsch: Women Acceptance Factor) ganz im Mittelpunkt der Produktentwicklung. Fehlt nur noch die dazu passende und maßgeschneiderte WAF-Software.

Leichtgewicht: Vorerst nur in Japan erhältlich: Subnotebooks der Serie VersaPro UltraLight von NEC, die mit 12 Zoll Display und einer Laufzeit von – laut Herstellerangaben – über 7 Stunden weniger als 1 Kilo Gewicht auf die Waage bringen.

Projektorfuhrpark: NEC’s Angebot reicht vom portablen Mini bis hin zum großzügig dimensionierten Hörsaal-Modell.

Power für AMD-Prozessoren: Die lang erwarteten DDR2-Module für den neuen Sockel AM2 von AMD, hier beispielhaft ein Auszug aus dem Mainboard-Angebot von Asus.


Privatsphäre: Wer ungeliebte Blicke auf den eigenen mobilen Rechner verhindern möchte, scheint mit diesem Laptop von MSI gut bedient zu sein. Das Praxisurteil beim Testen fällt jedoch ernüchternd aus, Fazit: Verbesserungswürdig.

Gegenspieler: Neben den Branchengrößen, allen voran Intel und AMD, hat es immerhin VIA geschafft, sich im Nischensegment kleiner und stromsparender Endgeräte auf dem x86-Prozessormarkt zu etablieren. Der neue VIA C7-M Prozessor, der im Übrigen in einem von IBM entwickelten 90nm-Verfahren produziert wird, steht jetzt bis zu Taktfrequenzen von 2 GHz zu Verfügung.
Dabei soll der Energieverbrauch von 20 Watt unter Vollast auf bis zu 100 mW im Idle-Betrieb sinken. Ferner verfügt der Prozessor über 128 KB Level2 Cache (zum Vergleich: ein aktueller Pentium M besitzt 2 MB L2 Cache), unterstützt die Erweiterungen SSE2 und SSE3 sowie spezielle Sicherheitsfunktionen, die von VIA als “PadLock” bezeichnet werden.

Kopierfreudig: Vor allem bei asiatischen Firmen sind die Designvorlagen aus dem Hause Apple eine gern gesehene Kopiervorlage – hier beispielsweise mobile Lautsprechersysteme, die dem Design eines MAC Mini in Nichts nachstehen sollen – ganz abgesehen von der Klangqualität solch kleiner Boxen.

Verblüffend: Dreidimensionale Fotos, die mit einem Laser in einen Glasblock gebrannt werden und erstaunlich räumlich wirken. Hier weitere Beispiele

Scharfer Blick: Natürlich ist die CeBIT in erster Linie eine Messe für Fachbesucher. In der Abbildung ist ein 20.8 Zoll Graustufen-Display von BOE mit einer Auflösung von 2048×1536 Pixel, einer Lichtstärke von 800 Candela und einem Kontrastverhältnis von 800:1 abgebildet. Als Einsatzgebiet kommen insbesondere medizinische Institutionen in Frage.
| Gesellschaft-und-Politik Internet | 18. März 2006 1722 x gelesen Schlagwörter: 2006, cebitIn insgesamt drei Teilen setzt sich zarathustra.6x.to kritisch mit Statistiken rund um die Bundesrepublik auseinander. Diesmal stehen die Bevölkerungsentwicklung und der Außenhandel im Mittelpunkt der Betrachtung:
Bett: Sie verbringen ca. 1/3 ihres primitiven irdischen Daseins im Bett. Wer hier spart, ist nicht nur blöd, sondern bekloppt. Kaufen sie sich etwas vernünftiges und vor allem stabiles, schließlich wollen sie ja auch ab und zu mal im Bett oder auf der Bettkante poppen.
YouTube & Co machen es vor: Bewegtbilder im Internet liegen im Trend – selbst der altehrwürdige 20-Uhr-Tagesschau-Termin wird im Netz in Frage gestellt. Doch was bringt das flexible Allerweltsfernsehen auf dem heimischen PC? Der nachfolgende Artikel setzt sich kritisch mit dem so genannten „Video-on-Demand“ auseinander.