Eine flotte Schreibe ist nicht immer Sache des Zehnfinger-Tippsystems. Mit Carsten Clasohms exzellenter Open-Source-Anwendung „LetMeType“ steigert man die Schreibgeschwindigkeit auch ohne Volkshochschullehrgang um ein Vielfaches, insbesondere dann, wenn bestimmte Begriffe oft wiederholt werden.

LetMeType: Erspart nervige Tipparbeit, indem besonders häufig verwendete Wörter oder Wortgruppen automatisch ergänzt werden.
„LetMeType“ (aktuelle Version: 1.81) läuft unter Windows 2000/XP (Vista wurde nicht getestet) und wird über eine herkömmliche Setup-Routine installiert. Neben einer englischen kann auch eine deutsche Version von der Entwicklerseite herunter geladen werden.
Im Test auf einem Windows-XP-System genehmigte sich „LetMeType“ übrigens 16 MByte an Arbeitsspeicher, was bei den derzeitigen Preisen für RAM-Riegel jedoch verschmerzbar ist.
„LetMeType“ nistet sich nach dem ersten Programmstart in die Taskleiste von Windows ein und zeichnet sämtliche Tastatureingaben in einer Vokabular-Datenbank auf, welche später als Datenbasis für die Wort-Vorschläge dient. Praktisch: Die Vokabulare können einzeln abgespeichert und später wieder genutzt werden, etwa dann, wenn es um bestimmte Fachtermini geht. Prinzipiell sollte man „LetMeType“ etwas Zeit geben, um sich an die individuellen Schreibgewohnheiten anzupassen. Die Vorschläge der Software können Übrigens einfach durch das Betätigen der entsprechenden Zahl auf der Tastatur in einem Dokument ergänzt werden.
„LetMeType“ arbeitet systemübergreifend, d.h., entsprechende Wort-Vorschläge werden nicht nur in Textverarbeitungslösungen wie Microsoft Word oder OpenOffice ausgegeben, sondern etwa auch in den URL-Leisten von Opera, Mozilla Firefox oder dem Internet Explorer. Wer dies Abstellen möchte, kann unter „Settings – Define applications…“ bestimmte Programme ausschließen oder den Zugriff nur bei bestimmten Applikationen gestatten.

LetMeType arbeitet zunächst systemweit, es lassen sich jedoch auch Anwendungen ausschließen.
Die typischste Verwendung wird „LetMeType“ im Bereich der Textverarbeitung finden. Für optimale Ergebnisse unter Microsoft Word ist jedoch eine Modifikation notwendig: Hierfür im Menü unter „Extras – Optionen“ im Reiter „Bearbeiten“ im Feld „Ausschneide- und Einfügungsoptionen“ auf den Button „Einstellungen“ klicken und im nachfolgenden Fenster den Eintrag „Satz- und Wortabstand automatisch anpassen“ deaktivieren (siehe Abbildung).

Microsoft Word muss zunächst modifiziert werden, um das Einfügen der Wortvorschläge mit lästigen Leerzeichen zu unterbinden.
„LetMeType“ bietet zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten an: So lassen sich unter „File – Settings“ etwa einzelne Wörter heranziehen, ebenso kann die Buchstabenlänge, aber welcher ein Wort vorgeschlagen werden soll, festgelegt werden (siehe Abbildung).

Der Vorschlag-Algorithmus von „LetMeType“ lässt sich individuell anpassen.
Fazit: Wer etwas Einarbeitungszeit investiert und viel schreibt, wird „LetMeType“ schnell ins Herz schließen: Die Open-Source-Lösung spart besonders bei Fachtexten viel Zeit, erlaubt das Anlegen unterschiedlicher Vokabular-Datenbanken und lässt sich an individuelle Ansprüche schnell anpassen.
Download: LetMeType, Version 1.81., Installer, ZIP, Windows, 562 KB
Netzauftritt: clasohm.com/lmt/en
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Die herkömmliche Windows-Shell haut niemanden vom Hocker. „Console“ (GPL) ändert diese Situation und bietet neben Transparenzeffekten sowie individuellen Hintergrundbildern- und -farben auch eine TAB-Unterstützung.
Super Seite, die ich da abonniert habe ;) Komme immer wieder gerne her. Danke für die vielen guten Tipps.
am 20 Juni 2008, 14:07.Gruß, Christian