Privater Radiosender: Winamp Remote (Beta)

Vom Büro aus – ohne MP3-Player oder Wechselfestplatte – auf das heimische Musikarchiv zurückgreifen? Die aktuelle Version von Winamp bietet endlich eine einfach zu bedienende Remote-Funktion, mit der lokale Musik per Browser von jedem internetfähigen PC als Audiostream abgerufen werden kann. Wie das funktioniert, verrät die nachfolgende Anleitung.

Eigenes Streaming-Radio mit Winamp: Die Streams liegen im ASPX-Format vor.

Schritt 1:

Eigenes Streaming-Radio mit Winamp: Bei der Installation kann das

Bei der Installation von Winamp 5.53 (aktuelle Version) kann als zusätzliche Komponente das so genannte „Winamp Remote“-Modul ausgewählt werden, die weiteren Einträge „Toolbar“, „Search Engine“ und „50 Free MP3 Downloads from eMusic“ sind eher als Werbe-Gimmicks zu betrachten (siehe Bild) und dürfen getrost ignoriert werden. Mit dem Remote-Modul lassen sich später freigegebene Dateien über einen herkömmlichen Browser wie Mozilla Firefox über das Internet streamen.

Schritt 2:

Eigenes Streaming-Radio mit Winamp: Nach dem ersten Start kann ein kostenfreies Benutzerkonto angelegt werden, das später  den Zugriff auf das heimische Musikarchiv per Browser ermöglicht.

Nach der Installation von Winamp und dem ersten Start präsentiert sich ein Fenster, über das ein neues Benutzerkonto für den Remote-Zugriff angelegt werden kann. Die Angabe einer eigenen E-Mail-Adresse ist optional. Leider lassen sich lokal vorhandene Dateien des Medienarchivs („Local Media“) nicht ohne weiteres in den Ordner „Remote Media / Audio“ verschieben, ebenso lässt sich im Optionen-Dickicht kein Verzeichnis für den Online-Zugriff auswählen, stattdessen verwendet Winamp automatisch diejenigen Dateien, die sich im Verzeichnis „Eigene Dateien – Eigene Musik“ befinden. Möchte man also bestimmte Musikstücke über das Web abspielen, kann das gewünschte Audiomaterial einfach in diesen Ordner kopiert werden.

Schritt 3:

Eigenes Streaming-Radio mit Winamp: Nach der Anmeldung im Browser kann auf das freigegebene Musikmaterial per Audio-Stream zugegriffen werden.

Auf einem zweiten PC mit Internetzugang kann man sich nun über einen Browser unter der Adresse www.winamp.com/remote mit dem am Anfang des Prozedere angelegten Nutzerdaten einloggen und auf die freigegebenen Musikdateien zugreifen. Per Drag’n’Drop lassen sich auch individuelle Wiedergabelisten zusammenstellen und abspeichern, welche dann einzeln per Audiostream zur Verfügung stehen. Im Test funktionierte die Stream-Wiedergabe (aspx) sowohl mit Winamp als auch mit dem Windows Media Player. Alternative Audio-Player wie Foobar2000 oder der VLC Media Player versagten allerdings den Dienst, ebenso bereitete Opera die Drag’n’Drop-Funktion der Weboberfläche Probleme.
Die Streaming-Qualität liegt je nach verwendetem Ausgangsmaterial über dem Niveau gebräuchlicher Web-Radiosender, auch wenn audiophile Ansprüche sicher nicht befriedigt werden dürften.

Fazit: Die neueste Generation von Winamp ist darum bemüht, das private Musikarchiv auch Online per Remote-Unterstützung und Audiostream bereit zu stellen. Im Test funktionierte das gut, unabhängig davon bleibt allerdings die lahme und recht unübersichtliche Bento-Oberfläche der aktuellen Winamp-Software zu bemängeln. Wer es einfacher haben möchte, fährt hier mit der weiterhin vorhandenen klassischen Winamp-Ansicht sicher besser. Als mögliche Alternativen, die auch unter Linux und Mac OS X laufen, eignen sich übrigens kostenfreie Internet-Musikspeicherdienste wie deezer, anywhere.fm oder lala.com.

Netzauftritt & Download: Winamp 5.53

Kategorie im Netzverzeichnis: Winamp

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Leserkommentare

  1. Weiß von nichts

    wenn man in die winamp remote konfiguration geht kann man locker mit paar mausklicks neue ordner freigeben und umgekehrt

    also muss man nicht plötzlich alles in eigene musik verschieben ;-)

    am 1 Mai 2008, 17:21.

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