Noch in diesem Jahr möchte Asus seinen ultrakompakten „Eee PC“ auf den europäischen Markt bringen – in Asien ist er seit gestern ab rund 182,- Euro zu haben. Zwar könnte sich das mickrige Display mit nur 7-Zoll-Bildschirmdiagonale als Pferdefuß erweisen, für einfache Schreibarbeiten, Internetanwendungen oder als Lern-PC für den heimischen Nachwuchs sollte das rund 920 Gramm schwere Gerät aber ausreichen.
Die Marketingabteilung des taiwanesischen Herstellers Asustek weiß anscheinend nicht recht, für welche Slogans die drei E’s des „Eee PC“ denn nun stehen sollen: Eine Flash-Produktpräsentation bietet „Easy to learn, Easy to work, Easy to play“ an, als Alternative heißt es auf der offiziellen Asus-Produktseite „Easy to Learn, Work and Play, Excellent Internet Experience, Excellent On-the-Go“. „Play“ dürfte sich allerdings in beiden Fällen eher auf die Wiedergabe von Audio- und Videodokumenten beziehen – angesichts der geringen Hardwareressourcen entfallen moderne 3D-Spieleanwendungen.
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Der „Eee PC“ steht in vier verschiedenen Varianten zur Verfügung. In allen wird auf herkömmliche, motorenbetriebene Festplatten verzichtet, dafür kommen so genannte Solid State Disks mit Speichergrößen zwischen zwei und acht GByte zum Einsatz. Außerdem verfügt jedes Modell über WLAN (nach 802.11 b/g Standard), Ethernet, SD-Kartenleser sowie Intel-Prozessor und Chipsatz (vermutlich eine Low-Voltage-Variante des Celeron M um 1 GHz). Dazu gesellen sich USB, VGA, ein eingebautes Mikrophon und Lautsprecher sowie ein 7’’ Zoll Display mit (höchstwahrscheinlich) 800×480 Pixel Auflösung.
Modellübersicht (Herstellerangaben)
Abmessungen (Herstellerangaben)
22,5 cm × 16,5 cm × 3,5 cm
Derzeit wird der „Eee PC“ mit einer speziellen Linux-Variante ausgeliefert, die laut Herstellerangaben über 40 integrierte Anwendungen zum „Lernen, Arbeiten und Spielen“ verfügen soll. Ob das Gerät in Europa auch mit Windows XP ausgeliefert wird, stand zum Redaktionsschluss leider noch nicht eindeutig fest. Die billigste Variante (Eee PC 2G Surf) dürfte dafür sowieso entfallen.
Als Internet- und Lern-PC für Kinder & Jugendliche dürfte das Mini-Notebook ausreichen, darüber hinaus auch als sparsames Studenten-Notizbuch für Vorlesungen und Seminare. Ob ernsthaftes Arbeiten mit dem „Eee PC“ möglich ist, wird wohl erst ein Praxistest nachweisen können, die unzureichende Informationspolitik des Herstellerkonzerns könnte dabei durchaus Abhilfe schaffen, etwa in Bezug auf Displayvarianten und Hardwarekonfiguration. Nicht zuletzt durch den niedrigen Preis avanciert Asus’s Nischenlösung zum Konkurrenten des 100-Dollar-Laptop (OLPC) .
Fazit: Geht man von den Abmessungen des Bildschirms aus könnte der „Eee PC“ von Asus durchaus als „Digitaler Bilderrahmen“ vermarktet werden, bloß eben mit Tastatur, Linux-Betriebssystem und diversen Anwendungen. Ein mindestens 10-Zoll großes Display sollte es für ernstzunehmendes Arbeiten schon sein, auch wenn man dafür etwas mehr Geld berappen müsste. Aber selbst dann wäre der mobile Klapprechner in der bestbestücktesten Ausführung (Eee PC 8G, rund 315,- Euro) immer noch rund 25 Prozent billiger als herkömmliche Notebook-Einsteigermodelle , die dreimal soviel auf die Waage bringen, dafür aber das gewohnte Windows-Interieur bieten.
Eine ausgediente IBM-Tastatur aus den 80er Jahren muss nicht zwangsläufig auf dem heimischen Dachboden verstauben: Der „Steampunk Keyboard Mod“ zeigt, wie man – etwas handwerkliches Geschick vorausgesetzt – aus vergilbter Plastik einen echten Hingucker für den Schreibtisch zaubert.
Der holländische Elektronikriese Philips macht es mit seiner Ambilight-Technologie für LCD-Fernseher vor: Die heimische Flimmerkiste wird dabei von verschiedenen Farb- und Lichteffekten umgeben, die laut Hersteller die Iris entspannen und so zu einer geringeren Augenbelastung führen sollen. Mit etwas Aufwand und technischem Geschick lässt sich dieses Funktionsprinzip auch auf moderne und leuchtstarke TFT-Bildschirme übertragen.
Großer Festplattenspeicher reicht als Alleinstehendes Verkaufsargument für die Hersteller mobiler Speichermedien längst nicht mehr aus. Stattdessen versuchen die Anbieter, den Kunden mit kreativen und bunten Lösungen für ihre Produkte zu involvieren. Der nachfolgende Artikel stellt einige Exoten mit 3.5-Zoll Festplatten und externem Netzteil vor.
Hallo,
bitte seien Sie mit der Verwendung von Produktbildern vorsichtig und lesen Sie unbedingt folgenden Artikel durch:
http://www.notebookers.de/news/gettyimages-schickt-rechnung-uber-1215-euro/
Bitte warnen Sie weitere Nutzer vor dem GettyImages-Gebahren.
Danke!
am 24 Mai 2009, 15:16.