Möchte sich eine vorher fehlerfrei werkelnde Festplatte selbst formatieren heißt das nicht zwangsläufig, dass ein Platten-Defekt vorliegt. Möglicherweise wurde „lediglich“ die Partitionstabelle beschädigt – glücklicherweise gibt es mit Christophe Grenier’s „TestDisk“ ein mächtiges Open-Source-Werkzeug, das auch in scheinbar aussichtslosen Situationen verschollene Partitionen (FAT32/NTFS) wiederherstellen kann.
„Testdisk“ (aktuelle Version: 6.8) benötigt keine Installation, einfach das entsprechende ZIP-Archiv herunterladen
(im nachfolgenden Praxisbeispiel: beschädigte FAT32-Partition auf einem externen Datenträger unter Windows XP wiederherstellen), in den gewünschten Ordner entpacken und im Verzeichnis „testdisk-6.8“ – „win“ die Datei „testdisk_win.exe“ starten. Anschließend öffnet sich die Windows-Eingabeaufforderung:
Schritt 1: „Create“ auswählen (per Pfeiltaste) und mit der „Enter“-Taste bestätigen.
Schritt 2: Defekte Festplatte auswählen, dabei entweder am Laufwerksbuchstaben oder der Festplattengröße orientieren und mit „Enter“ bestätigen.
Schritt 3: Windows-Nutzer wählen „Intel“ und bestätigen mit „Enter“.
Schritt 4: „Analyse“ auswählen und mit „Enter“ bestätigen, Testdisk sucht nun die gesamte Festplatte nach defekten/verschollenen Partitionstabellen ab, wird die Software nicht fündig, eventuell „Advanced Search“ auswählen und einen erneuten Suchlauf starten.
Schritt 5: „Schwein“ gehabt: Die verschollene FAT32 Partition wird „Grün“ hervorgehoben und kann wiederhergestellt werden, mit „Enter“ bestätigen.
Schritt 6: „Write“ auswählen und mit „Enter“ bestätigen – die beschädigte Partitionstabelle wird damit wiederhergestellt und sollte im Windows-Explorer wieder korrekt angezeigt werden.
Wichtig: Alle Angaben ohne Gewähr! Testdisk ersetzt NICHT das – vorzugsweise wöchentlich – erzeugte Backup persönlicher Daten. Sollte die Partition/Laufwerk wieder funktionieren, umgehend alle wichtigen Daten sichern, da immer von einem physikalischen Festplatten-Problem ausgegangen werden sollte. Gegebenenfalls mit entsprechenden Werkzeugen des Herstellers Speichermedium überprüfen.
Download: Testdisk 6.8, GPL, Windows, ZIP
Netzauftritt: gsecurity.org/wiki/TestDisk
Viele Anwendungen wie Eingabeaufforderung (Windows-Shell), Lautstärkeregelung, Taschenrechner, Neustart/Standby oder die Systemsteuerung lassen sich unter XP eher schlecht als recht durch mehrere Mausklicks öffnen. „FastKake“ erstellt ein simples Schnellstartverzeichnis auf dem Desktop und spart damit lästige Klick-Prozeduren.
Zeigt ein USB-Stick seltsame Sonderzeichen statt der ursprünglich vorhandenen JPEG-Bilder an hat man dies mit hoher Wahrscheinlichkeit einem fehlerhaften Dateisystem zu verdanken.
Mit der Open-Source-Lösung „PhotoRec“ – Bestandteil des beliebten Datenrettungswerkzeugs „TestDisk“
– lässt sich verlorengegangenes Pixelmaterial zuverlässig aus dem Datennirvana zurückholen.
Die „Self-Monitoring Analysis and Reporting Technology“ (SMART) erlaubt das Auslesen relevanter „Platten-Gesundheitsparameter“ und kann so etwaigen Festplattenproblemen auf die Schliche kommen. Welche Werkzeuge zum Auswerten geeignet sind und wie man den – meist englischsprachigen – Rohdatensalat deuten kann, versucht der nachfolgende Artikel zu klären.
Also ich hab nur gute Erfahrungen mit dem Programm gemacht: Bei meiner WD-Festplatte kam die Meldung, dass sie formatiert werden muss, obwohl ich sie davor bereits problemlos genutzt hatte. Alle Daten wären dann natürlich verloren gewesen: Dank TestDisk sind nun alle Daten wieder da. Und die Anwendung ist – wie oben ausführlich beschrieben – wirklich kinderleicht! Fazit: TestDistk ist wirklich zu empfehlen!
am 3 September 2007, 20:35.Ich kann meinem Vorredner da nur bedingt zustimmen
am 31 Dezember 2007, 17:33.Ja Das Tool ist dafür das es “noch” Freeware ist gut aber es hat auch ein paar Mankos die man nicht verschweigen sollte
1. Es ist in Englisch – ja auch wenn manche es nicht für wichtig halten, es gibt jedemenge Anwender die des Englischen nur bedingt oder gar nicht mächtig sind.
Und damit sind wir dann auch schon beim
2. Manko – mann muss schon etwas Hintergrundwissen besitzen sonst findet sich ein Einfacher Anwwender nicht zurecht besonders wie ich schon erwähnte wenn mann kein Englich kann…
FAZIT: Empfehlenswertes Tool für etwas Erfahrenere Anwender mit Englischkenntnissen
vielen dank für das tut. – es war genau die lösung für mein problem UND es hat alles (zum glück) funktioniert…
am 29 April 2008, 01:48.was kann ich sagen einfach eine super Anleitung :-) danke dir so sehr ich habe alle meine Daten wieder zurück puhhhhhhhhhhh und danke an den Entwickler von TestDisk
am 23 Mai 2011, 00:41.