Drahtlose Netzwerke sind praktisch und ohne lästiges Kabelwirrwarr schnell eingerichtet, besitzen mitunter aber auch einen hohen Nervfaktor: Ständig abreißende Verbindungen, eine zu geringe Reichweite – mit den hier erläuterten Tipps bekommen sie diese Probleme in den Griff.
Da jeder neu vermittelte DSL-Anschluss meist die passende Hardware in Form eines (subventionierten) WLAN-Routers mitbringt, ist die Verbreitung drahtloser Funknetzwerke in der Republik inzwischen auf mehrere Millionen angewachsen. Wer sich vor Datendieben oder der Mitnahmementalität dreister Nachbarn schützen möchte, sollte schon bei der Einrichtung eine zeitgemäße Verschlüsselung in Form des WPA-Standards berücksichtigen – der ältere WEP-Algorithmus gilt als unsicher und kann innerhalb weniger Minuten geknackt werden. Manchmal scheitert die Einrichtung allerdings auch an architektonischen Hürden: Gebäudedecken mit Stahlgitter dämpfen das Funksignal stark ab – in vielen Neubauten ist deshalb ein Betrieb über mehrere Etagen schwierig, Altbauten sind weniger davon betroffen.
Eines vorab: Für die Überbrückung weniger Meter braucht es kein WLAN. Stehen Router und PC im gleichen Raum drängt sich eine kabelgebundene Lösung geradezu auf. Für die Verbindungsqualität vom WLAN-Router zum Endgeräte, ob mobiler Klapprechner oder stationärer Desktop-PC, sind viele Faktoren ausschlaggebend:
WLAN-Router: Sozusagen das Herzstück des heimischen Drahtlosnetzwerks: Es sollte möglichst zentral und „frei“ platziert werden. Wichtig: Nicht direkt neben die Basisstation eines Funktelefons postieren – im ungünstigsten Fall können sich beide Geräte gegenseitig blockieren. Über die Weboberfläche des WLAN-Routers können außerdem weitere Variablen optimiert werden, hier am Beispiel der recht häufig anzutreffenden FRITZ!Box Fon (siehe Abbildung) erläutert.
Bei unzureichender Empfangsqualität oder Reichweite kann etwa die ab Werk eingestellte Sendeleistung von 80% auf 100% erhöht werden. Auch beim Sendemodus – der Berliner Hersteller AVM unterstützt sowohl den älteren IEEE 802.11b-Modus (max. 11 MBit/s) als auch den schnelleren IEEE 802.11g-Modus (max. 54 MBit/s) – sollte man sich für einen von beiden entscheiden, wählt man beide Verfahren im Mischbetrieb („g + b“, nur 2 MBit/s), kann dies zu einer geringfügig schlechteren Sendequalität führen. Beide arbeiten im Frequenzband von 2,4 – 2,485 GHz, was unter Umständen zu Überschneidungen mit Mikrowellen oder so genannten Babyphones führen kann. Auch das Experimentieren mit unterschiedlichen Kanälen (1 – 13) kann Verbindungsunterbrechungen vorbeugen. Der entsprechende Kanal sollte dann allerdings auch an der Empfangseinheit des Endgerätes (siehe Bildanleitung) auf den gleichen Wert eingestellt werden. Möchte das WLAN partout keine stabile Verbindung ermöglichen, kann auch die Erweiterung mittels größerer Antenne in Erwägung gezogen werden, im Fachhandel und diversen Internetshops wird man dabei schnell fündig – auch ein Eigenbau ist möglich. Das regelmäßige Installieren von Firmware-Updates kann ebenfalls etwaigen Problemen auf den Leib rücken und gehört deshalb zum Job des Hobby-Netzwerkadministrators.
Empfangseinheit (WLAN-Stick, bereits integrierte Lösungen in Laptops, z.B. Centrino):
Auch hier hilft bei abrupt auftretenden Verbindungsabbrüchen – zumindest in manchen Fällen – ein Treiber-Update. Bei älteren Billigst-Funkempfängern (Laptop/Stick) mit Realteks Chipsatz RTL8180 löst diese Vorgehensweise das Problem. Für stationäre Rechner empfiehlt sich ein USB-Verlängerungskabel – damit kann der Funk-Stick verhältnismäßig frei positioniert werden, anstatt ihn direkt an der meist abgeschirmten, rückwärtigen Rechnerfront anzuschließen. Der am Router gewählten Kanal kann folgendermaßen aktiviert werden:
Schritt 1: In der Windows-Taskleiste Doppelklick auf das WLAN-Symbol, dann “Eigenschaften”
Schritt 2: Auf den Button “Konfigurieren” klicken
Schritt 3: Reiter “Erweitert” auswählen
Schritt 4: Gewünschten Kanal aktivieren – Fertig
Als „DasÜberallFernsehen“ verspricht DVB-T nicht nur gute Bildqualität sondern auch eine bequeme Aufnahmefunktion ohne altmodischen Bandsalat. Zwar unterstützen die meisten der DVB-T Hardware beiliegenden Softwarepakete das Mitschneiden von TV-Material, dies aber oft nur im speicherhungrigem MPEG-2-Format. Eine Video-Umkodierung mittels XviD oder DivX verspricht kleinere Dateien, die Konvertierung von MPEG-2 in MPEG-4-Derivate wie AVI ist jedoch alles andere als eine triviale Angelegenheit, wie sich im nachfolgenden Artikel herausstellen soll.
Wem das Auslesen von Temperatur- und Spannungswerten über SpeedFan zu einfach ist, kann ebendieses auch mit dem Schweizer Werkzeug „SpeedFanCmd“ über die Windows-Konsole erledigen.
Lesezeichen (auch als „Bookmarks“ bezeichnet) können einen sensiblen Einblick in die eigene Privatsphäre geben. Wer deshalb das heimische Link-Material keinen fremden Bookmark-Diensten anvertrauen, wohl aber auf unterschiedlichen Rechnern synchronisieren möchte, bekommt mit „Bookmark Sync and Sort“ ein praktisches Werkzeug für Mozilla Firefox ausgehändigt.