Viele Streifzüge in den Weiten des WWW führen zu fremdsprachigen Internetseiten – dumm nur, das nicht jeder (Student) erstklassige Fremdsprachenkenntnisse geschweige denn ein Auslandssemester vorweisen kann. Ob komplette Texte oder einzelne Wörter: Im Netz findet sich eine Vielzahl kostenfreier Wörterbücher und Volltextübersetzer, die bei Sprachproblemen unbürokratische Hilfe leisten – die nachfolgende Übersicht stellt einige davon vor.
Leo.org
Eines der beliebtesten und umfangreichsten Deutsch-Englisch-Wörterbücher im deutschsprachigen Raum ist Leo.org, einem 1992 von Münchner Studenten ins Leben gerufenen Projekt, welches inzwischen auf Deutsch-Französisch und Deutsch-Spanisch erweitert wurde. Allein die Deutsch-Englisch-Variante bringt es laut eigenen Angaben auf 459801 Einträge, bis zu 250 Millionen Zugriffe verzeichnet Leo.org pro Monat.
Netzauftritt:
Hauptseite
Deutsch-Englisch
Deutsch-Französisch
Deutsch-Spanisch
Google Sprachtools
Der amerikanische Suchmaschinen-Primus Google bietet mit seinen „Sprachtools“ nicht nur die Möglichkeit, einzelne Wörter oder Texte in unterschiedliche Sprachen zu übersetzen, sondern verrichtet dies auch mit kompletten Internetseiten – die Angabe der URL genügt.
Für Texte und Internetseiten besteht die Möglichkeit, Englisch und Französisch in deutschsprachige Begriffe (und umgekehrt) zu überführen, zusätzlich erlaubt Google weitere Konvertierungsmöglichkeiten, etwa von Russisch, Japanisch, Spanisch und Portugiesisch in die englische Sprache.
Netzauftritt: google.de/language_tools
Beolingus.de
Beolingus.de ist ein Deutsch-Englisches und Deutsch-Spanisches Wörterbuch der TU Chemnitz, welches zwar nicht so umfangreich wie das schon vorgestellte Leo.org ist, dafür aber einige Extras, etwa eine handverlesene Sprachausgabe, besitzt. Die Wortsuche wirkt übersichtlich und gut strukturiert, Funktionen wie Wikipedia- und Zitatsuche, Beispielsätze und die Kategorisierung in Fachthemen runden das Angebot ab. Für Mozilla Firefox gibt es außerdem ein Plugin namens „Dictionary Search“, welches Wörterbuchabfragen per Kontextmenü ermöglicht, unter anderem auch für Leo.org.
Netzauftritt: beolingus.de
Windows Live Translator (Beta)
Auch der Redmonder Softwareriese Microsoft bietet mit dem Windows Live Translator eine Möglichkeit, Englisch- und Französischsprachige Texte ins Deutsche (und umgekehrt) zu übersetzen. Leider ist der Funktionsumfang auf 500 Wörter begrenzt, die an und für sich praktische Funktion beim Dolmetschen kompletter Internetseiten mit einem Vorher-Nachher-Vergleich hat mit Darstellungsproblemen unter Opera zu kämpfen und lässt sich für die Übersetzung etwas Zeit. Die Begrenzung auf 500 Wörter entfällt anscheinend dafür beim Übersetzen von Internetseiten per URL-Angabe.
Netzauftritt: translator.live.com
Neben den bisher genannten Diensten bieten auch Altavista beziehungsweise Yahoo! Übersetzungswerkzeuge an, die auf identischen Plattformen beruhen.
LingoPad (Freeware, Windows)
Wer ein Wörterbuch lieber „Offline“ als Softwareanwendung am heimischen PC nutzen möchte, bekommt mit „LingoPad“ ein praktisches Werkzeug in die Hand. Neben Deutsch-Englisch bietet die Software auch Erweiterungen für Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Italienisch, Niederländisch, Japanisch, Chinesisch, Türkisch, Kurdisch, Arabisch, Russisch oder Norwegisch an. Die aktuelle Version 2.5.1 gibt es dabei auch als portable Variante für mobile Datenträger.
Netzauftritt: ego4u.de/de/lingopad
| Internet Wissen-und-Bildung | 12. September 2007 4675 x gelesen Schlagwörter: fremdsprachen-wörterbücher, übersetzungshilfen
Auf der WWDC (Worldwide Developers Conference) in San Francisco präsentierte Apple’s CEO Steve Jobs überraschend eine auf Windows XP und Vista portierte Beta-Version des MAC-Browsers Safari. Ob Safari wirklich „The fastest web browser on any platform“ ist sei dahingestellt, ein Blick über den Tellerrand lohnt allemal.
Viel Zeit hat sich Software-Primus Microsoft bei der Entwicklung der nunmehr siebenten Version seines beliebten Browser gelassen – möglicherweise zuviel, denn der Marktanteil ist innerhalb von zwei Jahren von ehemals über 90 auf nunmehr etwas über 80 Prozent zurückgegangen. Laut Stichprobe von Xitimonitor.com im Januar 2006 ist der Anteil des größten Konkurrenten, Mozilla Firefox, in Europa auf durchschnittlich über 20 Prozent, in Deutschland sogar auf 30 Prozent gestiegen – bei heise.de haben sich die Kräfteverhältnisse mit einem Marktanteil von über 40 (Mozilla Firefox) respektive 30 Prozent (Internet Explorer) inzwischen umgekehrt.

Eine einzigartige Fundgrube sowie unerlässliches Hilfswerkzeug für unentwegte Vielschreiber stellt das “Wortschatz”-Projekt der Universität Leipzig dar. Zwar ist deren sporadischer Internetauftritt nicht zwingend auf der Höhe der Zeit, aber zumindest kann der eingeweihte Nutzer in über 35 Millionen Sätzen mit mehr als 500 Millionen laufenden Wörtern Begriffe nachschlagen – und das wesentlich schneller und effizienter als im konventionellen Duden.