Weitwinkelobjektive finden sich eher selten im Kamera-Equipment des Otto-Normalfotografen wieder – bei den meisten digitalen Kompakt-Kameras können sie ohnehin nicht nachgerüstet werden. Mit der passenden Freeware wie das hier vorgestellte „AutoStitch“ der University of British Columbia sind auch Laien in der Lage, Panoramen und voluminöse Pixelwerke aus Einzelbildern anzufertigen.
Vorher: Die Aufnahme eines Einzelbildes lässt leider viele Details des „Test-WG-Zimmers“ vermissen
Nachher: Das aus insgesamt einem dutzend Einzelbildern mit „AutoStitch“ zusammengesetzte Panorama wirkt wesentlich voluminöser (Belichtung wurde hier nachbearbeitet)
„AutoStitch“ (aktuelle Version: 2.187) steht für gängige Windows-Betriebssysteme zur Verfügung, darunter auch 2000/XP. Ob die Software auch unter Windows Vista läuft, wurde nicht getestet. Nach dem Download des nur etwas über 1 MByte großen ZIP-Archivs muss dieses lediglich entpackt und die Datei „autostitch.exe“ ausgeführt werden – eine Installation ist nicht von Nöten.
Selbst ein Panorama erstellen? – kein Problem für „AutoStitch“: Dazu zunächst die Einzelbilder unter „File“ – „Open“ laden, die anschließende Konvertierung in ein großflächiges Panaroma übernimmt die Software vollautomatisch und speichert das Bild im Ordner der Ausgangsbilder. Ein kleiner Wehrmutstropfen bleibt allerdings – „AutoStitch“ unterstützt ausschließlich JPEG-Bilder, sowohl beim Bildimport als auch beim Export des Panoramas.
Unter „Edit“ – „Options“ finden sich einige Einstellungsmöglichkeiten wieder, etwa die Qualitätsstufe des auszugebenden JPEG-Bildes (1-100) und dessen Abmessungen (With, Height, Scale). Hochauflösende Panoramen können erzeugt werden, indem man „Scale“ auf „100%“ setzt, allerdings benötigt der Rechenprozess zum Zusammensetzen der Einzelbilder dann auch deutlich mehr Zeit.
Bei Panoramen aus mehreren Bilderreihen produziert die Software einige – verschmerzbare – Bildfehler (siehe Bild), bei „einreihigen“ Panoramen sind die Ergebnisse in der Regel jedoch zufrieden stellend. Gegebenfalls kann die Qualität auch mit unterschiedlichen Aufnahmesequenzen gesteigert werden.
Fazit: Mit „AutoStitch“ lassen sich in wenigen Mausklicks hochwertige Panoramen erstellen. Das Ergebnis des immerhin aus 12 Einzelbildern bestehenden Testbildes kann überzeugen, auch wenn die Software nur JPEG-Material unterstützt und der Rechenprozess vor allem auf älterer Hardware und voller Auflösung (Scale: 100%) viel Zeit in Anspruch nehmen kann – immerhin misst das aus einem dutzend Einzelbildern bestehende Testbild am Ende rund 25 Megapixel (6016×4298).
Download: AutoStitch, ZIP, 1,02 MByte
Netzauftritt: cs.ubc.ca/~mbrown/autostitch
Netzverzeichnis: verzeichnis.ovalnets.de
Ob „IMG0123xx.jpg“ oder „P0321xx.jpg“ – trotz inflationärer Megapixelhausse lässt sich das heimische Fotoarchiv mit derart seltsamen Bezeichnungen, die (leider) noch immer viele Digitalknipsen auf ihrem Flashspeicher fabrizieren, eher schlecht als recht verwalten. Der nachfolgende Artikel zeigt Möglichkeiten auf, wie man Fotos oder beliebige Dateinamen nach eigenem Gutdünken umbenennen kann – und zwar auch mehrere in einem Ruck.
Für diejenigen, denen bunte Megapixelbildchen auf Dauer zu langweilig sind, existiert im Internet eine Unmenge an Software-Werkzeugen zur gezielten Manipulation des heimischen Pixelmaterials: So können mit dem kostenfreien „ASCII Generator dotNET“ handelsübliche Digitalfotos in interessante Textcollagen umgewandelt werden.
Eine herkömmliche Bilder-Diaschau am heimischen PC mag anregend sein, doch als „außergewöhnlich“ kann man diese Form der Pixelpräsentation wohl nicht mehr bezeichnen. Mit Julius Bahr, Tilman Beer und Matthias Schicker haben drei Münchner Studenten mit „PhotoPolis“ eine Möglichkeit geschaffen, Bildmaterial in einer virtuellen 3D-Wolkenkratzerstadt zu besichtigen.
Die Zeitschriftensammlung rechts im Regal kommt mir irgendwie bekannt vor. Handelt es sich dabei um die C’t ? :-)
am 24 August 2007, 21:00.