Texte im PDF-Format finden sich im Internet fast allen Ortens wieder, sie sind auf unterschiedlichen Betriebssystemen nutzbar und obendrein äußerst kompakt. Bloß Bearbeiten lassen sich Adobe’s Dokumente nicht – da liegt eine Umwandlung ins gebräuchliche Word-Format doch nahe, oder?
Je nach Anspruch ist es ein nicht ganz kostengünstiges Unterfangen, um PDF-Dokumente bearbeiten zu können. Am besten kann das zweifellos Adobe Acrobat 8, für den allerdings über 400,- € für die Vollversion (Standard) fällig werden – bei gelegentlicher Nutzung ist das dann schon happig, auch wenn sich bei bekannten Auktions-Plattformen preiswertere Angebote finden lassen.
Natürlich kann man die PDF-Bearbeitungslücke umgehen, indem man die entsprechende Datei einfach in ein editierbares Format konvertiert. Mit dem kostenfreien Adobe Reader (Vergleichstest hier, siehe Bild) lässt sich das bewerkstelligen, allerdings nur in das Text-Format (ASCII) – Bildermaterial bleibt bei dieser ziemlich einfachen Lösung also außen vor, auch das Layout geht verloren.
Alternativ dazu bleibt die Möglichkeit, per Copy&Paste-Tastenkürzel bestimmte Inhalte in Microsoft Word oder OpenOffice zu verfrachten. Der Adobe Reader besitzt außerdem ein Schnappschuß-Werkzeug, mit dem sich beispielsweise Bilder markieren und in die Windows-Zwischenablage kopieren lassen.
Um PDF-Dokumente vollautomatisch in andere Formate zu konvertieren, existieren nur wenige Freeware-Werkzeuge, darunter der „Free PDF to Word Doc Converter“ oder die virtuelle Druckerlösung „Paperless Printer“ (nur für den nichtkommerziellen Einsatz).
Das erste Programm besitzt zwar eine übersichtliche Oberfläche (siehe Bild) und ist durchaus im Stande, verschiedene Layouts recht authentisch zu übertragen, dafür legt es für jede Textzeile getrennte Textboxen (abschaltbar bei deutlich schlechteren optischen Ergebnissen) an, die das nachträgliche Editieren bei umfangreichen Dokumenten zur Tortour machen können. Größtes Manko des „Free PDF to Word Doc Converter“ ist allerdings das Lösen von Rechenaufgaben auf der Internetseite des Herstellers, die nach einigen Konvertierungen notwendig sind, um einen entsprechenden Zahlenschlüssel für das weitere Vorgehen zu erhalten. Die Aufgaben sind zwar einfach, für ausgiebiges Arbeiten ist die Prozedur allerdings recht nervig.
Der „PaperlessPrinter“ als zweite Freeware-Möglichkeit, PDF-Dokumente in Word (hier RTF) sowie in HTML, EXCEL, JPEG und BMP zu überführen, stellt sich nicht gerade besser an. Bei einem Kurztest erstellt er aus Arthur Schopenhauer’s 35-seitiger Abhandlung „Über das Geistersehn und was damit zusammenhängt“ ein 2.2 GB großes Word-Dokument (siehe Bild) – öffnen ließ sich dieses Dokument freilich nicht.
Gerade bei umfangreichen PDF-Dateien (zum Beispiel Diplomarbeiten) sollte man außerdem eine gesunde Portion Geduld mitbringen, denn der „virtuelle Druckprozess“ benötigt einiges an Ressourcen und lässt sich auch bei weniger umfangreichen Dokumenten viel Zeit.
Fazit: Wer nach einer kostenfreien Lösung sucht, PDF-Dokumente in editierbare Formate wie Word/OpenOffice zu konvertieren, findet unter den wenigen Freeware-Werkzeugen keinen vernünftigen Partner. Für das „Ab-und-Zu-Bearbeiten“ mögen diese vielleicht noch ausreichen, doch durch die erwähnten Unzulänglichkeiten ist der Einsatz in einem produktiven Prozess eigentlich nicht machbar. Zwar bleiben noch einige Shareware-Lösungen übrig, die besten Ergebnisse liefert aber weiterhin Adobe Acrobat.
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| Praxis Desktop | 11. Januar 2008 10725 x gelesen Schlagwörter: freeware, office, pdf, pdf in andere formate konvertieren, pdf in word konvertieren, pdf viewer
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