Ob „IMG0123xx.jpg“ oder „P0321xx.jpg“ – trotz inflationärer Megapixelhausse lässt sich das heimische Fotoarchiv mit derart seltsamen Bezeichnungen, die (leider) noch immer viele Digitalknipsen auf ihrem Flashspeicher fabrizieren, eher schlecht als recht verwalten. Der nachfolgende Artikel zeigt Möglichkeiten auf, wie man Fotos oder beliebige Dateinamen nach eigenem Gutdünken umbenennen kann – und zwar auch mehrere in einem Ruck.
Neben der Verzeichnis- und Namensbezeichnung können speziell JPEG-Bilder mit so genannten Metadaten vervollständigt werden, ein praktisches Werkzeug dafür ist beispielsweise die Pixelbehörde „XnView“. Aber auch „IrfanView“ – das Bildverwaltungs-Allroundtalent aus Österreich – bietet sich mit Hilfe diverser Plugins dafür an. Metadaten werden dabei vor allem im professionellen Umfeld, beispielsweise in Fotoagenturen oder Redaktionssystemen, verwendet, um auch noch nach Jahren das angesammelte Pixelsammelsurium zuverlässig nach bestimmten Schlagwörtern durchsuchen zu können.
Wer als Heimanwender die Einarbeitung in das Metadaten-Universum scheut kann zur leichteren Auffindbarkeit auch mit dem normalen Dateinamen hantieren. Zwar bietet dieser weitaus weniger Möglichkeiten als die Bestückung der JPEGs mit Metadaten, dennoch lassen sich je nach Geschmack Datum, Ort, Bezeichnung oder etwa abgebildete Personen verewigen. Nachfolgend werden dazu einige gebräuchliche Methoden erläutert, wie Bildnamen einem individuellen Ordnungsinstinkt angepasst werden können.
Windows Explorer
Trotz seiner offensichtlichen Defizite ist Microsoft’s „Windows Explorer“ bei den meisten Heimanwendern immer noch die Nummer Eins in Sachen Dateimanagement. Man mag es kaum glauben, aber auch er bietet die Möglichkeit an, Dateinamen mehrerer Bilder in einem Rutsch zu verändern:
Schritt 1: Zunächst in das entsprechende Verzeichnis wechseln und das letzte (unterste) Bild anklicken, anschließend bei gedrückter „Shift“-Taste das erste (oberste) Bild mit der linken Maustaste anklicken – alle Pixeldateien werden blau markiert.
Schritt 2: Die Funktionstaste (F2) betätigen und dem ersten Bild einen passenden Namen verpassen, mit „Enter“ bestätigen.
Schritt 3: Fertig: Der Windows Explorer ändert alle Dateinamen und präsentiert diese in durchnummerierter Form.
Total Commander
Der vom Schweizer Christian Ghisler entwickelte Dateimanager „Total Commander“ bietet nicht nur allerlei Bequemlichkeiten für versierte PC-Nutzer, sondern verfügt auch über ein angenehmes Umbenennungs-Werkzeug samt Vorher-Nachher-Vergleich.
Schritt 1: Alle Bilder bei gedrückter rechter Maustaste rot markieren.
Schritt 2: Das „Mehrfach-Umbenenn-Tool“ über das Tastenkürzel „Strg + M“ oder über das Menü öffnen.
Schritt 3: Bildname anpassen, vorgefertigte Module (Name, Datum, Teil, Zeit, Zähler, Plugin e.c.) können über entsprechende Buttons angefügt werden.
Schritt 4: Auf den Button „Start“ klicken, anschließend „Schliessen“ – et voilà – anständige Bezeichnung statt Zahlen-Verwirrung.
IrfanView
Irfan Skiljan’s „IrfanView“ bietet in der aktuellen Version – neben einer praktischen Stapelverarbeitung – auch ein Umbenennungs-Tool für Dateinamen an. Dazu unter „Datei“ –
„Batch-Konvertierung/Umbenennung…“ wählen.
Schritt 1: Ein passendes Verzeichnis („Suchen in“) auswählen, entsprechende Bilder markieren und anschließend auf den Button „Hinzufügen“ klicken.
Schritt 2: „Batch-Umbenennen“ aktivieren und im Feld „Zielverzeichnis“ auf den Button „Akt. Verzeichnis nehmen“ klicken.
Schritt 3: Im Bildschirmbereich „Optionen für Batch-Umbenennen“ auf „Optionen“ klicken, einen passenden Namen eingeben, ein Zähler (Raute) anfügen, „Eingangs/Original-Dateien umbenennen (auf eigenes Risiko !!!)“ aktivieren und mit „OK“ bestätigen.
Schritt 4: Auf den Button „Starten“ klicken – IrfanView ändert automatisch alle Dateinamen und nummeriert diese durch.
Bulk Rename Utility
Für Dateinamen-Fanatiker bietet Jim Willsher’s englischsprachige Freeware „Bulk Rename Utility“ umfangreiche Umbenennungs-Tools an. Auf den ersten Blick wirkt die Benutzeroberfläche zwar unsortiert und kompliziert, wer sich vom Einarbeitungsaufwand nicht abschrecken lässt, kann mit „Bulk Name Utility“ fast jede Bildernamen-Metamorphose schnell und flexibel auf den Weg bringen.
Download: Bulk Rename Utility, Freeware, Windows
| Bildbearbeitung Desktop | 14. November 2007 10740 x gelesen Schlagwörter: bilder umbenennen, bulk rename utility, dateienamen batchkonvertierung, freeware, irfanview, total commander, windowsWenngleich modernste Technik in aktuellen Digital-Kameras Einzug gehalten hat, gibt es nichtsdestotrotz immer noch Probleme mit dem allgegenwärtigen Bildrauschen, dass sich insbesondere bei schlechten Lichtverhältnissen als eine Art “Streuselkuchen” auf dunklen beziehungsweise blauen Hintergründen offenbart – und auch das schönste Motiv ruinieren kann. Die Ursache liegt in der immer größer werdenden Packungsdichte der Pixel bei gleich bleibender Sensorfläche und ist so speziell bei sehr kompakten Kameras jenseits der 5 Megapixel problematisch.
Am 09. Mai soll beim Auktionator „Christie’s“ in New York Warhols wohl prominentestes Werk unter den Hammer kommen: Mit einem Schätzwert von rund 11 Millionen Euro ist „Lemon Marilyn“ aber eher für den kapitalkräftigen Kunst-Fetischisten geeignet – dafür kann Ottonormalverbraucher mit der holländischen Trial-Version von „Pop Art Studio“ auf relativ simple Art und Weise ähnliche Effekte am heimischen Rechner erzielen.
Der eifrige Gebrauch Moderner Digitalkameras kann die private Fotosammlung geschwind anwachsen lassen. Oft werden dabei viele Megapixelbilder, zum Beispiel für den Versand per E-Mail, verkleinert, kopiert oder in unterschiedliche Ordner verfrachtet – ein Horrorszenario für den ordnungsliebenden Zeitgenossen. Stellt sich nur die Frage, wie sich Bildduplikate am PC möglichst einfach aufgabeln und entfernen lassen.