Mit über 200 Millionen heruntergeladenen Kopien seit der offiziellen Veröffentlichung im November 2004 ist Mozilla’s Webbrowser „Firefox“ eine der attraktivsten Open-Source-Lösungen. Mit etwas Handarbeit und cleveren Erweiterungen („Extensions“) kann man den flinken Rotfuchs (Version 1.5.x oder 2.0.x) noch effizienter im alltäglichen Gebrauch einsetzen.
Ressourcenhunger bändigen
Für eine geschmeidige Nutzung braucht es mit Firefox vor allem einen schnellen Internetzugang und ausreichend Arbeitsspeicher. Das führt auf älteren Windows-Systemen mit 256 MB RAM und weniger zu deutlichen Performance-Problemen, besonders dann, wenn mehrere Programme in der Windows-Taskbar versammelt sind. Mit einem Eingriff in die Firefox-Eigene Konfigurationsdatei lässt sich dieses Dilemma zumindest abmildern.
Zunächst gibt man dazu in der Adressleiste den Befehl „about:config“ ein. Anschließend kann mit der rechten Maustaste und „Neu“ „String“ – „Boolean“ ein zusätzlicher Eintrag angelegt werden. Als Eigenschaftsnamen gibt man hier „config.trim_on_minimizean“ an, anschließend muss diesem der Boolean-Wert „true“ zugewiesen werden. Mit dem neuen Eintrag wird ein Teil des von Firefox belegten Arbeitsspeichers freigegeben, wenn der Browser beim Minimieren in die Windows-Taskleiste verschwindet.

Beim bereits vorhandenen Eintrag „browser.sessionhistory.max_total_viewers“ lässt sich zudem die Zahl der zwischengespeicherten Webseiten reduzieren, die eigentlich für einen schnelleren Zugriff auf die „Chronik“ gedacht waren. Der Standardwert von „-1“ kann hier auf eine möglichst kleine Zahl, bestenfalls auf „0“, eingestellt werden.
Wer über einen Breitband-Internetzugang verfügt, kann in der Regel ohnehin auf einen hohen Cache-Wert verzichten.
Einen tiefgründigeren Einblick beim manuellen Optimieren von Firefox verschafft im Übrigen das deutschsprachige „FirefoxWiki“ .
Recherchevielfalt
Die im oberen rechten Bildschirmbereich aufzufindende Suchleiste kann mehr oder weniger nach Belieben mit individuellen „Datendienstleistern“ befüllt werden. Neben den großen Suchmaschinenbetreibern wie Google, Microsoft und Yahoo!, Einkaufsmeilen wie Amazon oder eBay sowie der Wikipedia-Artikelsuche können auch „Exoten“ wie die Filmdatenbank IMDb oder der Deutsch-Englisch-Übersetzungsdienst Leo.org integriert werden.
Eine Übersicht über die beliebtesten Anbieter bietet die monatlich aktualisierte TOP25-Liste von mozdev.org an. Auch die Reihenfolge der installierten Suchfelder lässt sich nach individuellen Vorlieben ändern.

Mit den über 2000 gelisteten „Extensions“ auf den Internetseiten von mozilla.org wird der normale Internet-Nutzer förmlich erschlagen. Je nach Betätigungsfeld können unterschiedliche „Add-Ons“ viel Ärger sparen und Dank der automatischen Update-Funktion in Firefox 2.0 wird einem zumindest etwas Arbeit abgenommen.
Lesezeichen-Fetischisten kommen beispielsweise mit der Erweiterung „Add Bookmark Here“ auf ihre Kosten. Sie spart das zeitaufwendige Herumhantieren im Lesezeichen-Manager beim Hinzufügen neuer Link-Adressen.
Wer sich nicht auf die kurzlebigen Inhalte des „Web 2.0-Zeitalters“ verlassen möchte, kann Textpassagen, Bilder oder komplette Internetseiten mit „ScrapBook“ auf dem heimischen PC archivieren. Mit dem Tastenkürzel „Alt“ + „K“ lässt sich die Chronik-ähnliche Erweiterung am linken Bildschirmrand aktivieren, anschließend können Inhalte per Drag’n’Drop auf dem heimischen PC gespeichert und in entsprechenden Ordnern verwaltet werden.
Eine große Erleichterung für Webdesigner bieten „Web Developer“ und „IE Tab“. Während man sich mit der ersten Erweiterung einen schnellen Überblick über verschachtelte Tabellenstrukturen, Bilderpfade- und Abmessungen sowie CSS-Angaben verschaffen kann, ermöglicht „IE Tab“ das Öffnen eines neuen Tab mit Internet-Explorer basierender Technologie. Das ist insbesondere dann von Nutzen, wenn man mögliche Code-Kompatibilitätsprobleme zwischen beiden Browsern untersuchen möchte.
Ebenfalls sinnvoll erscheint „PDF Download“, das ein nettes Auswahlmenü beim Rezipieren von PDF-Dokumenten zur Verfügung stellt. Wer oft mit englischsprachigen Texten arbeitet, kann sich über das Plugin „Dictionary“ freuen. Mit ihm können einzelne englische Begriffe über das Beolingus-Projekt der TU Chemnitz ins Deutsche übersetzt werden.
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Homepage-Betreiber stehen bei rasant wachsender Anzahl externer Links schnell vor der Herausforderung, die Verweise auf fremde Inhalte möglichst einfach und zeitsparend zu Überprüfen. Mühevolles „Durchklicken“ ist dabei der mit Abstand unbequemste Lösungsansatz, existiert doch mit Tilman Hausherr’s Freeware „Xenu’s Link Sleuth“ ein mächtiges Werkzeug, um Links automatisch zu überwachen und die Ergebnisse in einem maßgeschneiderten HTML-Report in Augenschein zu nehmen.
Ob browserbasierte E-Mail-Konten oder Kommentarfelder: Das passende Wörterbuch zur automatisierten Rechtschreibüberprüfung kann zumindest manchen Schusselfehler vermeiden helfen – die nachfolgende Anleitung zeigt, wie man die aktuelle Version von Mozilla Firefox (2) damit nachrüstet.
Eine echte Delikatesse für abgedrehte Flash-Fans (die Technologie ist im übrigen jetzt Adobe angehörig) gibt es auf den Internetseiten von [rathergood.com] (deutsche Übersetzung: besser gründlich) zu bestaunen. Eine der originellsten Flash-Animationen ist eine 3-Mann-Katzen-Band, die virtuell den Song “Outtathaway” der Vines zu covern ersucht. Um die Show zünftig genießen zu können, benötigt man neben ein paar Bier folgerichtig auch ein entsprechendes [Plugin] für den Firefox, beim Gegenpart von Microsoft dürfte dieses bereits vorinstalliert sein.
Ist config.trim_on_minimizean wirklich ein String und kein Boolean?
am 20 Dezember 2006, 22:59.Sie haben Recht. Bei der Angabe „config.trim_on_minimizean“ mit dem Wert „true” handelt es sich um keinen String, sondern um einen Boolean-Wert. Im Übrigen können Sie den Seitenaufbau in Mozilla Firefox zusätzlich beschleunigen, wenn Sie die Boolean-Angaben “network.http.piplining” und “network.http.proxy.piplining” ebenfalls auf „true” setzen.
am 21 Dezember 2006, 08:47.