Der eifrige Gebrauch Moderner Digitalkameras kann die private Fotosammlung geschwind anwachsen lassen. Oft werden dabei viele Megapixelbilder, zum Beispiel für den Versand per E-Mail, verkleinert, kopiert oder in unterschiedliche Ordner verfrachtet – ein Horrorszenario für den ordnungsliebenden Zeitgenossen. Stellt sich nur die Frage, wie sich Bildduplikate am PC möglichst einfach aufgabeln und entfernen lassen.
Eine mögliche Lösung ist es freilich, diverse Dateivariablen zu vergleichen und aus diesen Informationen doppelt vorhandenes Datenmaterial abzuleiten. Das kostenfreie„Anti-Twin“ von Jörg Rosenthal erledigt diesen Job auf Byteebene schnell und gründlich: Nach dem Download des nur 246 KByte großen Tools muss dieses lediglich entpackt werden – eine Installation ist nicht notwendig. Anschließend kann ein beliebiges Laufwerk oder ein Ordner gewählt werden. „Anti-Twin“ erlaubt außerdem das vergleichende Suchen zwischen zwei verschiedenen Datenquellen und eignet sich natürlich nicht nur, um doppelte Bilder zu finden, sondern auch, um prinzipiell beliebige Dateiformate (zum Beispiel MP3) zu analysieren. Bei gleichen Bildern mit unterschiedlicher Kompression oder Auflösung scheitert der bytebasierende Lösungsansatz jedoch.
Eine andere Idee, um doppelte Bilddateien (wenn auch nur im JPG-Format) zu ermitteln, ist das vom Holländer de Jong entwickelte Freeware-Werkzeug „VisualPhotoCompare“. Dabei wird das Bild zunächst gerastert, um anschließend aus den einzelnen Pixelflächen die durchschnittlichen Farbwerte zu ermitteln, die später als Referenzdaten – anstatt der eigentlichen Originaldatei – dienen. Um Bilddubletten mit „VisualPhotoCompare“ zu ermitteln, sind daher mehrere Arbeitsschritte notwendig: Zunächst muss ein Ordner ausgewählt (obere linke Bildschirmfläche), anschließend die Rasterdaten erzeugt (unten links, Schaltfläche „Make“) werden. Die Farbwerte werden von „VisualPhotoCompare“ in einer externen Textdatei (Work.txt) abgespeichert, wobei der Vorgang je nach Anzahl der Bilddateien verhältnismäßig viel Zeit in Anspruch nehmen kann. Im dritten Schritt werden die Daten verglichen (unten rechts, Schaltfläche: „Compare“), danach können die Ergebnisse durch Klick auf den Button „Show“ als HTML-Dokument in Augenschein genommen werden. Dem Testordner mit 10 Dubletten bescheinigt „VisualPhotoCompare“ insgesamt 13 doppelte Bilder – das sind drei zu viel. Allerdings war die Messlatte des Testordners, der teilweise ähnlich aussehende Bilder mit großflächigen, dunklen Farbtönen enthielt, relativ hoch angesetzt.


Neben „VisualPhotoCompare“ lassen sich doppelte Bilder auch mit der Freeware „Dup Detector“ von Prismatic Software aufstöbern. Neben JPEG unterstützt die Software unter anderem auch PNG, TIF, BMP und sogar das PSD-Format. Um doppeltes Bildmaterial aufzuspüren, muss zunächst im Reiter „Get data“ – „Build“ ein beliebiges Verzeichnis mit Bilddateien ausgewählt und analysiert werden. Anschließend können die doppelten Bilder im Reiter „Find Dups“ und dem dazugehörigen Button „Find dups“ erstellt und unter „View Dups“ betrachtet werden. „Dup Detector“ arbeitet erstaunlich zuverlässig: Alle 10 Duplikate wurden erkannt, allerdings auch eine elfte Nicht-Dublette. Durch den bereits erwähnten Schwierigkeitsgrad – mit teilweise erheblichen Auflösungsunterschieden zwischen den Duplikaten und ähnlichen Farbkompositionen zu Nicht-Dubletten – ist das Endergebnis dennoch zufriedenstellend.
Fazit: Mit der passenden Software lassen sich doppelte Bilder auch bei knappem Zeitbudget auf der heimischen Festplatte ausfindig machen. „Anti-Twin“ ist dabei das schnelle Allroundwerkzeug für sämtliche Datentypen, „VisualPhotoCompare“ und „Dup Detector“ sind auf Bilder spezialisiert, benötigen allerdings mehr Zeit- und Rechenaufwand bei der Datenanalyse.
Download: Anti-Twin 1.5d
Download: VisualPhotoCompare
Download: Dup Detector
Bildbearbeitungslösungen mit Malwerkzeugen gibt es wie Sand am Meer. Pixarra’s „TwistedBrush Free Edition“ besitzt zwar einige Einschränkungen, etwa die begrenzte Pinselanzahl, Auflösung oder die limitierte Undo-Funktion, als künstlerische Spielwiese taugt die Software aber allemal.
Ob „IMG0123xx.jpg“ oder „P0321xx.jpg“ – trotz inflationärer Megapixelhausse lässt sich das heimische Fotoarchiv mit derart seltsamen Bezeichnungen, die (leider) noch immer viele Digitalknipsen auf ihrem Flashspeicher fabrizieren, eher schlecht als recht verwalten. Der nachfolgende Artikel zeigt Möglichkeiten auf, wie man Fotos oder beliebige Dateinamen nach eigenem Gutdünken umbenennen kann – und zwar auch mehrere in einem Ruck.
Was haben HDTV, eine gebräuchliche Digitalkamera und ein paar Kressesamen gemeinsam? Eigentlich nicht viel, aber alle drei sind bei der praktischen Umsetzung einer Zeitrafferaufnahme in hoher Auflösung dienlich.
Mit dem Programm ImageSorter lassen sich auch doppelte Bilder (auch unterschiedlicher Größe) finden.
am 6 April 2007, 13:53.Mit der neuen Version, die es Ende April geben wird, wird auch möglich sein, unterschiedliche Formate in verschiedenen Verzeichnissen zu finden und auch gleich zu löschen.