Musiksammlung im Griff: „MediaMonkey Standard“ (Freeware, Windows)

Um die Möglichkeiten eines digitalen Musikarchivs auszureizen kann Software durchaus hilfreich sein: „MediaMonkey“ macht dabei auch bei umfangreichen Sammlungen nicht schlapp, bietet nützliche Filter,- Synchronisations,- und Suchfunktionen sowie einen integrierten CD-Brenner.

MediaMonkey - Bietet auch bei umfangreichen Musiksammlungen eine hervorragende Datenbank-Performance.

„MediaMonkey“ (getestete Version: 3.0 RC4) steht in der Standardausgabe kostenfrei zur Verfügung. Im Unterschied zur kostenpflichtigen, 20 US-$ teuren „Gold-Edition“ muss man dafür auf virtuelle CD-Laufwerke, automatische Datenbank-Updates und einen Sleep-Timer verzichten, wobei letzterer auch mit der Freeware „Sweet Dreams“ ersetzt werden kann.

Die Software läuft mit gängigen Windows-Betriebssystemen, die RC4 der dritten Version zusätzlich unter Windows Vista, auch die unterstützten Audio-Formate fallen mit MP3, OGG, WMA, FLAC, MPC, WAV und CDA recht üppig aus, allerdings fehlt APE (Monkey’s Audio).

Nach dem ersten Programmstart durchforstet „MediaMonkey“ zunächst sämtliche Festplatten nach vorhandenem Audiomaterial, auf Wunsch können Zusatzinformationen wie Bewertungen aus dem Windows Media Player oder Winamp importiert werden.

MediaMonkey - Sortiert die Musiksammlung nach einer Vielzahl von Kriterien, beispielsweise Genre oder benutzerdefinierten Klassifikationen wie

Auf den ersten Blick wirkt die Programmoberfläche mit ihren bunten Buttons etwas überfrachtet, auf den zweiten Blick findet man sich jedoch schnell zurecht: Links befindet sich eine Art Baumstruktur, über die man die heimische Musiksammlung nach Kriterien wie „Speicherort“, „Titel“, „Interpret & Album Interpret“, „Komponist“, „Album“, „Genre“, „Jahr“ oder „Klassifikationen“ (Geschwindigkeit, Stimmung, Gelegenheit, Qualität) durchstöbern kann. Im Test erwies sich außerdem die Suchmaske im oberen rechten Bildschirmbereich als besonders praktisch, um schnell bestimmte Songs oder Interpreten aus der Datenbank herauszufiltern.

Mit „MediaMonkey“ lassen sich so genannte Metadaten hervorragend einpflegen. Dazu einfach im mittleren Bildschirmbereich eine oder mehrere Audiodateien selektieren und im Kontextmenü (rechte Maustaste) den Eintrag „Eigenschaften“ auswählen. Neben Standard-Feldern wie den ID3-Tags bei MP3-Dateien bietet die Software erweiterte Datenmasken an, etwa um Musik nach Stimmung (Wild, Fröhlich, Entspannt, Ruhig, Düster oder Einschläfernd) zu ordnen. Für eigene Ideen stehen zusätzlich fünf Benutzerdefinierte Eingabefelder zur Verfügung.

Neben dem manuellen Hinzufügen von Meta-Daten besitzt „MediaMonkey“ auch eine Auto-Tag-Funktion, um fehlende Informationen aus dem Internet, darunter auch Cover-Bilder, abzurufen. Als Datenbasis dient dafür eine API-Schnittstelle zu Amazon’s Musikstore.

MediaMonkey: Fehlende Musik-Cover werden auf Wunsch aus Amazon's Musikstore ergänzt.

Als erweiterten Funktionsumfang stellt „MediaMonkey“ ein Synchronisationswerkzeug für mobile Medien (USB-Stick’s, MP3-Player), ein CD-Brenner, ein Konvertierungswerkzeug für Audiodateien, ein 10-fach Equalizer sowie ein Statistik-Werkzeug zur Verfügung, hinzugesellen sich Podcast-Unterstützung und benutzerdefinierte Tastenkürzel.

Fazit: „MediaMonkey“ mag vielleicht nicht so schick wie BANG & OLUFSEN’s „BeopPlayer“ aussehen, besitzt dafür aber ein umfangreiches Funktionsangebot, welches nur wenige Wünsche offen lässt, zum Beispiel fehlende Visualisierungen, die sich aber nachrüsten lassen.

Download: MediaMonkey, Version 3.0.1.RC4, Windows, Installer

Netzauftritt: mediamonkey.com

Kategorie im Netzverzeichnis: Wiedergabe-Software mit Medienverwaltung

Bilderstrecke: Heimische Musiksammlung mit MediaMonkey bändigen.

MediaMonkey: Erweiterte Informationen zu einzelnen Liedern lassen sich über Wikipedia oder Google abrufen.

MediaMonkey: Metadaten lassen sich nach vorgegebenen Profilen oder nach individuellen Bedürfnissen einpflegen.

MediaMonkey: Das Einpflegen von Meta-Daten wird mit der Auto-Tag-Funktion zum Kinderspiel.

MediaMonkey - Erstellt Analysen (Datenumfang, Anzahl der Lieder e.c.) des heimischen Musikarchivs und gibt diese als HTML, XML, CSV oder Excel-Datei aus. | | 13. Dezember 2007 10590 x gelesen Schlagwörter: auto-tagging, cover in musiksammlung einbinden, freeware, mediamonkey, mp3 musikverwaltung

Waren diese Informationen hilfreich?

  • Currently 4.25/5
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5

Rating: 4.3/5(8 votes cast)

Artikel als Lesezeichen speichern:

Mister Wong del.icio.us Yahoo MyWeb Google Technorati Furl YiGG Taggle Folkd BlinkList Linkarena

Folgende Artikel könnten ebenfalls ihr Interesse wecken:


ID3-Tags automatisiert

Das Problem ist allgemein bekannt: Beim so genannten “rippen” von Audio-CDs in komprimierte Form (z.B. MP3) ist man ohne Internetverbindung stets darauf angewiesen, Titel und Bandinformationen (die in MP3-Audiodateien als ID3-Tags abgespeichert werden) manuell einzugeben. Glücklicherweise gibt es dafür eine Lösung: die lokale freedb. Sie ist mit über 300 MB Größe zwar kein kleiner Brocken, stellt aber die ID3-Informationen aus über 1,7 Millionen Alben zur Verfügung.

...mehr darüber! veröffentlicht am 21. Juni 2005 in den Themengebieten Kommentare [2]

Musiktipp-Spezial: Weihnachtliche Klänge unterm Tannenbaum

Weihnachtliche Musik unterm TannenbaumDie intensivierte Medienpräsenz von Wham!’s „Last Chrismas“ ist ein unmissverständliches Anzeichen: Weihnachen steht vor der Tür. Für die passende akustische Untermalung der Adventszeit hat das Netz eine Menge zu bieten – der nachfolgende Artikel stellt einige kostenfreie Fundstücke vor.

...mehr darüber! veröffentlicht am 14. Dezember 2007 in den Themengebieten Kommentare

Bewegte Bildergeschichten mit Microsoft Photostory 3 (Freeware, Windows XP)

Videos aus Bildern erstellen - mit Microsoft's Photostory 3 ist das auch ohne umfangreiche PC-Kenntnisse möglichIn Zeiten des inflationären Pixelbildergebrauchs können schicke Diaschau-Videos mit passender Hintergrundmusik als wohltuende Abwechslung dienen. Microsoft Photostory 3 erledigt diese Aufgabe mit einem einfach zu bedienenden Software-Assistenten.

...mehr darüber! veröffentlicht am 15. Februar 2008 in den Themengebieten Kommentare

Leserkommentare

Artikel kommentieren