Virenjäger: Modell „Light“

Um die gröbsten Löcher im hauseigenen Betriebssystem Windows zu stopfen, greift Microsoft seit kurzem zu einer eher ungewöhnlichen Vorgehensweise: Als kostenfreies „Microsoft® Windows®-Tool zum Entfernen bösartiger Software“ umschreiben die Redmonder ihren rudimentären Virenscanner, der immerhin über 70 der weitverbreitetsten Softwareschädlinge von A wie „Atak“ bis Z wie „Zotob“ auf dem heimischen PC eliminieren soll. Ist das – trotz des seltsam anmutenden Namens – der Anfang vom Einstieg in den knapp 7,4 Milliarden US-Dollar (Gartner 2005) schweren Markt für Sicherheitssoftware?

Das knapp 3,7 Mb große Systemwerkzeug benötigt zum Verrichten seiner Dienste keine Installation, sondern kann nach dem Download direkt gestartet werden. Insgesamt drei verschiedene Optionen stehen dabei zur Verfügung: So analysiert „Quick scan“ nur diejenigen Bereiche der Festplatte, die bevorzugt von Computerviren heimgesucht werden. Mit „Full scan“ wir das komplette System durchsucht, allerdings erfordert dies einen deutlichen Mehraufwand an Zeit. Als dritte Möglichkeit bietet sich außerdem ein „Customized scan“ an, der neben den Bereichen des „Quick scan“ einen individuell auswählbaren Ordner nach Ungeziefer durchforstet. Sobald das „Microsoft Windows-Tool zum Entfernen bösartiger Software“ fündig wird, entfernt die Software den entsprechende Schädling automatisch. Wichtig: Dabei werden bei aktivierter Internet-Verbindung diverse Daten, etwa der Name des Wurms oder die Prozessor-Architektur, an Microsoft gesendet.

Kostenloser Virenscanner von Microsoft: Microsoft® Windows®-Tool zum Entfernen bösartiger Software Kostenloser Virenscanner von Microsoft: Microsoft® Windows®-Tool zum Entfernen bösartiger Software

Fazit: Wer bislang gänzlich ohne Virenprogramm zurande gekommen ist, bekommt mit Microsoft’s Werkzeug „zum Entfernen bösartiger Software“ immerhin die Möglichkeit, die prominentesten Viren vom heimischen PC zu Entfernen. Als kostenfreie Alternative zu Lösungen der Branchengrößen Symantec, McAfee oder Trend Micro empfiehlt sich außerdem Avira’s Antivir als Virenscanner, der im Gegensatz zu Microsoft’s „Malicious Software Removal Tool“ deutlich mehr verschiedene Virendefinitionen in seinem Wortschatz beherbergt.

| | 19. September 2006 3984 x gelesen Schlagwörter: antivirus, bösartige software, malicious, microsoft, sicherheit

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