Mininotebook „jupiter 0817a“ ab Mai für unter 300 Euro

Die Potsdamer Fukato GmbH möchte ab Mai mit der Auslieferung eines neuen Mini-Notebook mit 20 GByte Festplatte, 512 MByte RAM und einem 8-Zoll-Display mit 800×480 Bildpunkten Auflösung durchstarten. Neue Konkurrenz also für den Platzhirsch Asus Eee-PC?

Mininotebook „jupiter 0817a“ ab Mai für unter 300 Euro
jupiter 0817a. Quelle:datacask.com

In einer ersten Pressemitteilung lüftet Fukato alias „datacask“ erste Details über den neuen Mini-Klapprechner: Im Inneren soll demnach ein mit 500 MHz getakteter AMD Geode LX 800 (L2-Cache:128 KB, TDP:3,9 W, MMX, 3DNow!) arbeiten, dem 512 MByte RAM und ein 8-Zoll großer Wide-TFT mit 800×480 Bildpunkten Auflösung zur Seite stehen. Bei der Festplattengröße (1,8“, kein Flash) unterscheiden sich Produktblatt und Pressemitteilung von datacask: Während in ersterem von 60 GByte die Rede ist, schrumpft der Speicherplatz in der Pressemitteilung auf 20 GByte zusammen, mehr als die bisher angebotenen 4 GByte des Asus Eee PC sind es aber allemal.

Dazu gesellen sich zwei USB-2.0-Anschlüsse, ein 10/100 MBit Netzwerkanschluss (RJ45), ein VGA-Ausgang, ein Kopfhörer-Ausgang sowie ein Mikrophon-Eingang und ein PCMCIA-Steckplatz. Wie beim Asus Eee PC findet sich ferner ein Kartenleser (SD/MS/MMC) und integriertes WLAN wieder. Zusammen soll es der „jupiter 0817a“ auf 1,1 kg Gewicht bringen, der mit einer Kapazität von 2200 mAh angegebene Akku soll eine Laufzeit von maximal drei Stunden ermöglichen. Von der Klangqualität der integrierten Stereobeschallung dürfte man wie bei vergleichbaren Geräten dieser Preisklasse nicht all zuviel erwarten dürfen. Laut Datenblatt werden 24 Monate Garantie inklusive Pick-Up & return Abholservice gewährleistet.

Verzichten muss man bei einem angestrebten Preis von nur 279,- Euro allerdings auf die Webcam des Asus Eee PC, auch das als Betriebssystem Verwendung findende Linux wird nicht weiter erläutert. In wie weit das Gerät daher mit dem recht aufwändig entwickelten und speziell auf das kleine Display angepassten Xandros-Linux des Eee PC mithalten kann, bleibt daher offen.

Seit geraumer Zeit drängen Mini-Notebooks mit 8-Zoll-Breitbildschirmen und einem Gewicht von rund einem Kilo in den Markt. Mit dem Eee PC führt Asus das neue Marktsegment – trotz etwaiger Lieferschwierigkeiten – mit großem Vorsprung an, auch wenn sich in letzter Zeit vermehrt Konkurrenten wie etwa Packard Bell’s „EasyNote XS“ oder Belinea’s „s.book“ angeschlossen haben.

Bei allem Preisgerangel sei schließlich auch nicht zu vergessen, dass die abgespeckten Winzlinge nicht als herkömmlicher PC-Ersatz taugen, sondern vielmehr als leichte und mobile Office- und Internetspezialisten. Günstige Einsteiger-Laptops mit größerem 15,4“ Display und Standard-Hardware finden sich inzwischen zuhauf im Preisbereich zwischen 350,- und 500,- Euro, sie sind in der Regel universeller einsetzbar, aber mit etwa drei Kilo auch deutlich schwerer als die Mini-Klapprechnerklasse.

Auf unter zwei Kilo Gewicht bringt es immerhin das MSI Megabook S262, welches mit Preisen ab 559,- Euro eines der günstigsten Subnotebooks mit 12,1-Zoll-Display und Standard-Hardwareausrüstung ist. Ebenso lohnt unter Umständen ein Blick auf den Laptop-Gebrauchtmarkt: Gut ausgestattete und drei Jahre alte Notebooks auf Centrino-Basis dürften sowohl dem AMD Geode LX als auch dem abgespeckten Celeron des Eee PC leistungsmäßig immer noch überlegen sein.

| | 7. April 2008 6472 x gelesen Schlagwörter: eee pc, fukato, jupiter 0817a, subnotebooks, subnotebooks mit 1 kg gewicht

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