Wer Mozilla Firefox auf unterschiedlichen Computern nutzt, beispielsweise in heimischen Gefilden per Klapprechner und beruflich mit Desktop-Power, wäre über einen automatischen Abgleich der neudeutsch als „Bookmarks“ bezeichneten Lesezeichen sicherlich glücklich. Mit dem Plugin „Google Browser Sync“ lassen sich aber nicht nur Lesezeichen, sondern auch Verlauf, Tableisten, Fenster und – solange man „Datenkrake Google“ vertraut – sogar Passwörter und Cookies verschlüsselt über das Internet in Einklang bringen.
Zu den technischen Details der verschlüsselten Datenübertragung selbst hält sich Google mehr oder weniger bedeckt, in der zum Plugin zugehörigen englischsprachigen FAQ heißt es dazu lapidar:
„By encrypting your information, it will be transmitted to and stored on Google’s servers in a format that is nearly impossible to interpret without the PIN. That means that without the PIN, no one, not even Google, will be able to read your data. Therefore, it’s important to choose a good PIN (at least 8 characters including both numbers and letters) that’s hard to guess and to keep your PIN safe. Note that encrypting all of your browser settings may affect the performance of Google Browser Sync and Firefox.“
Glücklicherweise lässt sich während der Installation (Wichtig: Setup-Typ Advanced) einzeln auswählen, welche Informationen an den Google-Server übertragen werden sollen und zumindest die Synchronisation der Lesezeichen und Tab-Leisten scheint sicherheitstechnisch weniger bedenklich. Nachdem man das entsprechende Plugin installiert hat, muss Mozilla Firefox neu gestartet werden, anschließend führt ein Dialogfenster durch die einzelnen Setup-Schritte. Die Daten werden mit einem frei bestimmbaren PIN geschützt, der entsprechend „komplex“ gewählt werden sollte – auf persönliche Begriffe, einfache Namen, Verben, Substantive, Geburtsdaten oder Tastenfolgen sollte man hier tunlichst verzichten. Besser ist eine möglichst ungewöhnliche Mischung aus normalen Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen mit insgesamt mindestens 8 Stellen.
Nach der Erstinstallation muss das Plugin auch auf sämtlichen anderen Rechnern, die synchronisiert werden sollen, installiert werden. Der Abgleich führt außerdem dazu, das Mozilla Firefox etwas langsamer als gewöhnlich startet. Vorrausetzung ist die Versionsnummer 1.5 des beliebten Browser.
Fazit: Wer auf mehreren Rechenknechten mit Mozilla Firefox arbeitet, kann mit „Google Browser Sync“ viel Zeit sparen. Der automatische Abgleich von Lesezeichen erscheint sinnvoll, bei Passwörtern und Cookies ist das gewonnene Zeitersparnis jedoch mit Vorsicht zu genießen – denn selbst die beste Verschlüsselung ist nur so gut wie die gewählte PIN.
| Internet Software | 12. Oktober 2006 8346 x gelesen Schlagwörter: bookmarks mit firefox synchronisieren, firefox, google, lesezeichen
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