Kreatives Arbeiten mit Artweaver

Dass es für schöpferische Leistungen nicht zwangsläufig professionelle und kostspielige Bildbearbeitungslösungen benötigt, zeigt das kostenfreie Mal- und Zeichenprogramm „Artweaver“ von Boris Eyrich.

Artweaver

Vielfältige Möglichkeiten

Die deutschsprachige Software bringt dabei eine Grundausstattung mit, die durchaus anspruchsvollen Anforderungen genügt:
Arbeiten mit mehreren Ebenen und Transparenzen, Freistellungsfunktionen, einem umfangreichen Repertoire an Filtern und Effekten, einem Unscharf-Maskieren-Modus und Textwerkzeugen mit Glättungsfunktion gehen schnell von der Hand. Hervorstechend sind insbesondere die 18 verschiedenen Pinselwerkzeuge, die sich vom Acryl- bis zum Ölpinsel hin erstrecken, auch bei der Wahl des Untergrundes stehen acht diverse Papiertypen wie „Grobe Seide“ oder „Handarbeit“ zur Verfügung. Die Anpassung der einzelnen Pinselvorgaben, wie beispielsweise Größe, Deckkraft, Körnung, Anlösung oder Verwackeln kann der Nutzer dabei selbst bestimmen und den gegebenen Anforderungen anpassen. Ratsam ist vor allem bei großen Pinselbreiten ein entsprechend leistungsstarker Rechner, da vor allem bei schwachbrünstigen Hardwareressourcen die Performance einzelner Werkzeuge stark einbricht.

(Screenshot Artweaver 0.3.9.9, Zum Vergrößern auf die Abbildung klicken)

Übersicht allen Ortens

Alle Funktionen sind in einer übersichtlichen Werkzeugleiste, die sich in die Fenster Pinseloptionen, Werkzeugspitzen, Materialien und Objekte aufteilt, angeordnet. Jede dieser Kategorien besitzt weitere themenspezifische Unterordner. Anscheinend hat sich der Entwickler bei der Umsetzung der graphischen Benutzeroberfläche viel bei Branchenprimus Adobe Photoshop abgeschaut, denn die Ähnlichkeiten sowohl bei Fensternamen als auch bei Optionsdialogen wären in diesem Falle überzufällig. Für den Photoshop-Erfahrenen Anwender jedoch ein Pluspunkt, da eine umfangreiche Einarbeitung entfällt und man nach der Installation des 3,6 MB großen Installationspakets schnell zu greifbaren Resultaten kommen kann. Auch bei pixellastigen Projekten bleibt selbst bei relativ kleinen Standardbildschirmauflösungen wie 1280×1024 Pixel viel Platz für das eigentliche Bild. Auch der Export von Bildmaterial in das internettaugliche JPG-Format weiß mit seinem übersichtlichen Dialogfenster und der Dateigröße-Vorschau zu gefallen.

Teufel im Detail – Fazit

Obwohl „Artweaver“ kostenfrei erhältlich ist, besticht es durch eine Vielzahl nützlicher und einfach zu bedienender Funktionen. Ferner sind Erweiterungen über die integrierte Plugin-Schnittstelle möglich. Hervorstechend ist der kreative Einsatz der Ölpinsel auf unterschiedlichen Untergründen. Ein Vergleich mit kommerziellen Produkten wie Adobe Photoshop wäre natürlich vermessen, denn nicht zuletzt bei letzterem ist ein deutlich effizienterer Workflow möglich – natürlich eine gewisse Einarbeitungszeit vorausgesetzt. Für Zeitgenossen mit knappem Budget und kleinere Kreativprojekte ist „Artweaver“ dennoch eine uneingeschränkte Empfehlung wert.

Quellen und Links:

http://www.artweaver.de/

| | 28. März 2006 4858 x gelesen Schlagwörter: artweaver, bildbearbeitung

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