Der Streit um die Karikaturen, die von der dänischen Zeitung Jyllands Post veröffentlicht wurden, spitzt sich inzwischen auf recht abenteuerliche Weise zu. Insbesondere verleitet die aktuelle Debatte vorschnell zum Untermauern ideologischer Standpunkte. Auf beiden Seiten versteht sich. In Europa hätte man wahrscheinlich vor 100 Jahren auf die Verunglimpfung religiöser Inhalte nicht anders reagiert, als dies heute die Moslems, oder zumindest ein Teil davon, tun. Aber das Europa der Gegenwart ist nun einmal als freiheitlicher zu Erachten als das Europa der Jahrhundertwende. Hierzulande wurde niemand gezwungen, die Zeitung samt ihrer Abbildungen zu kaufen. Statt dessen werden im Nahen Osten Menschen, die eigentlich beim Aufbau des Irak oder des Palästinenserstaates zur Hand gehen wollten, verschleppt und möglicherweise gar getötet – natürlich im Namen des Propheten Mohammed. Satire hat sich in Europa über Jahrzehnte hinweg zu einer Alltagskultur entwickelt, die man nicht einfach, auch aus religiösen Gründen, zensieren darf. Ob es nun notwendig ist oder war, die Karikaturen auf Titelseiten namhafter Zeitungen abzudrucken, sei dahingestellt. Die Reaktionen in der muslimischen Welt beziehungsweise Teilen davon sind jedoch im Vergleich zu deren Reaktionen zum Verschleppen und Ermorden von Menschen durch Terroristen vollkommen überzogen und realitätsfremd.
Quo Vadis?
| Gesellschaft-und-Politik Satire | 3. Februar 2006 1856 x gelesen
YouTube & Co machen es vor: Bewegtbilder im Internet liegen im Trend – selbst der altehrwürdige 20-Uhr-Tagesschau-Termin wird im Netz in Frage gestellt. Doch was bringt das flexible Allerweltsfernsehen auf dem heimischen PC? Der nachfolgende Artikel setzt sich kritisch mit dem so genannten „Video-on-Demand“ auseinander.
Bei der Planung eines „zukünftigen nationalen Energiekonzepts“ zeichnet sich offenbar eine Lösung ab: In Regierungskreisen einigte man sich laut Insiderinformationen auf die Formel E= S+W+S (nicht zu verwechseln mit SemesterWochenStunden), oder: Zukünftige Energieträger sind Scheiße (Biomasse), Wind und Sonne.
Schon eine simple Suchanfrage kann diese Vermutung untermauern. So spuckt yahoo.de nicht weniger als grob geschätzte 18,2 Millionen deutschsprachige Suchergebnisse für oben genannten Begriff aus. Damit liegt „Bier“ zwar nicht auf dem ersten Platz, den mit deutlichem Vorsprung „Wein“ und 28,4 Millionen mehr oder weniger relevanten Weltnetzseiten einnimmt, aber immer noch vor „Schnaps“ mit 1,4 Millionen Einträgen und den ethanolfreien Getränkependants „Mineralwasser“ und „Fruchtsaft“: