Internet Explorer 7 Beta 2 im Test

Viel Zeit hat sich Software-Primus Microsoft bei der Entwicklung der nunmehr siebenten Version seines beliebten Browser gelassen – möglicherweise zuviel, denn der Marktanteil ist innerhalb von zwei Jahren von ehemals über 90 auf nunmehr etwas über 80 Prozent zurückgegangen. Laut Stichprobe von Xitimonitor.com im Januar 2006 ist der Anteil des größten Konkurrenten, Mozilla Firefox, in Europa auf durchschnittlich über 20 Prozent, in Deutschland sogar auf 30 Prozent gestiegen – bei heise.de haben sich die Kräfteverhältnisse mit einem Marktanteil von über 40 (Mozilla Firefox) respektive 30 Prozent (Internet Explorer) inzwischen umgekehrt.

Internet Explorer 7 beta2

Grundsätzlich steht die nun veröffentlichte Beta-Version jedem Nutzer zur Verfügung, allerdings setzt der neue Browser Windows XP mit installiertem Service Pack 2 voraus. Auch um die Gültigkeitsüberprüfung seines vorhandenen Betriebssystems kommt man zumindest ohne Tricks nicht herum.

Deutlich schlanker als bisher gewohnt präsentiert sich die neue Oberfläche des „Gate’schen Forschers“ – so wurde auf die Menüleiste verzichtet und diese durch aufgabenbezogene Themenfelder (Drucken, Page, Tools) auf der rechten Seite ersetzt. Auch das so genannte Tabbed-Browsing ist nunmehr problemlos möglich, bisher benötigte man dazu beispielsweise die MSN-Toolbar. Zudem wurde von Mozilla Firefox das Tastenkürzel „Strg-T“ zum Öffnen eines neuen Tabs übernommen. RSS-Feeds sowie die üblichen Favoriten lassen sich nun im Eigens dafür kreierten „Favorites Center“ verwalten. Die Darstellung der Schriften im Internet Explorer 7 gefällt – hier setzt Microsoft anscheinend einen klassischen Kantenglätter ein.

Eine von Mozilla Firefox imitierte Suchleiste wurde ebenfalls am rechten Bildschirmrand eingebunden, die standardmäßig die Websuche über Google oder MSN ermöglicht. Deren Erweiterung, beispielsweise mit Suchfunktionen von AOL, Ebay, Amazon oder Ask Jeeves, ist über eine eigens dafür von Microsoft eingerichteten Internetseite möglich. Für Zeitgenossen, die Internetseiten lieber in gedruckter Form vorliegen haben möchte, wurde die Druckfunktion samt integrierter Vorschau deutlich ausgebaut. So ist nun auch das Drucken einzelner Framesets oder das Skalieren der Seite möglich, außerdem kann die Beschriftung mit Kopf und Fußzeile auf Wunsch ein- und ausgestellt werden.


Insgesamt betrachtet hinterlässt die siebente Version des Internet Explorer einen positiven Eindruck: Eine schlanke Oberfläche, die deutlich mehr Platz für die eigentlichen Inhalte bietet, sowie die Integration von nützlichen, aber nicht bahnbrechenden neuen Features wie Tabbed-Browsing, RSS oder der modifizierten Druckvorschau. Microsoft mischt in der neuen Version einige bekannte Funktionen von Mozilla Firefox mit eigenen Ideen. Nicht zuletzt zeigt sich daran, wie wichtig der Wettbewerb zwischen Internet Explorer und seinem Open Source Pendant ist.

Quellen

http://www.microsoft.com/windows/ie/ie7/ie7betaredirect.mspx

C’t 05/06: Jo Bager, Herbert Braun: Browser-Dämmerung, Seite 50

http://www.microsoft.com/windows/ie/searchguide/default_new.mspx

| | 25. Februar 2006 4648 x gelesen Schlagwörter: internet, internet explorer, microsoft

Waren diese Informationen hilfreich?

  • Currently 5.00/5
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5

Rating: 5.0/5(1 vote cast)

Artikel als Lesezeichen speichern:

Mister Wong del.icio.us Yahoo MyWeb Google Technorati Furl YiGG Taggle Folkd BlinkList Linkarena

Folgende Artikel könnten ebenfalls ihr Interesse wecken:


Desktop: Kalender ohne Mausklick mit „QuickMonth Calendar“ (Windows)

Desktop: Windows-Kalender ohne Mausklick starten: QuickMonth CalendarWird der in der Windows-Taskbar versteckte Kalender häufiger genutzt, ist der Zugang per Doppelklick oft lästig. Mit „QuickMonthCalendar“ funktioniert das auch über einen einfachen Mausover-Effekt.

...mehr darüber! veröffentlicht am 26. Juli 2008 in den Themengebieten Kommentare

Eingeschränkter Seitenzugriff für Mozilla Firefox

Mozilla Firefox Proxy Einstellungen KindersicherungDen Zugriff auf bestimmte Internetseiten blockieren – möglicherweise ein Herzenswunsch vieler Arbeitgeber oder auch Erziehungsberechtigter. Mit Mozilla Firefox etwa lassen sich einfache Bemächtigungsschranken mit wenigen Mausklicks generieren: So verhindert das Plugin „BlockSite“ von Erik van Kempen schnell und wirkungsvoll Seitenzugriffe auf bestimmte Internetseiten und Domains. Eine Stufe weiter geht der „Umweg“ über die Proxyeinstellungen von Mozilla Firefox: Damit werden zunächst sämtliche Seiten blockiert, unter „Kein Proxy für“ kann man anschließend diejenigen Domains angeben, die der Browser trotzdem anzeigen soll.

...mehr darüber! veröffentlicht am 14. August 2006 in den Themengebieten Kommentare

Mächtig und schlicht: Foobar2000

Windows XP Balloontips unterbindenFoobar2000 ist vieles, was Winamp einmal war: Schnell, übersichtlich und im Bezug auf diverse Audioformate sehr flexibel. Die Standardinstallation unterstützt von Haus aus bereits die weit verbreiteten Codecs wie MP3, WAV, FLAC (Free Lossless Audio Codec), APE (Monkeys Audio), OGG Vorbis und MPC.

...mehr darüber! veröffentlicht am 21. März 2005 in den Themengebieten Kommentare

Leserkommentare

Artikel kommentieren