Indexierter PC: Datenflut mit „Copernic Desktop Search 2“ bändigen (Freeware)

Browserbasierte Desktop-Suchmaschinen wie die
des Branchenprimus Google
sind zwar schnell und Bieten eine vertraute Benutzeroberfläche, besitzen aber oft einen eher eingeschränkten Funktionsumfang. Copernic’s „Desktop Search 2“ sortiert die Suchergebnisse sehr übersichtlich und wartet sogar mit einer PDF-Vorschaufunktion auf.

Heimischen Datenflut am PC per Desktop-Suche bändigen: Copernic Desktop Search 2“

Wozu braucht es eigentlich eine lokale Suchmaschine? Dass die in Microsoft Windows XP integrierte Suchlösung hoffnungslos veraltet ist und –
durch das Nicht-Vorhandensein eines zentralen Index – sehr behäbig reagiert, dürfte bekannt sein. Deswegen benötigt man aber noch längst keine Desktop-Suche: Audiodateien lassen sich über die „Medien-Bibliotheken“ von Winamp, Foobar2000, dem Windows Media Player 11 oder iTunes durchaus bequem verwalten und durchforsten.

Alernative: Verzeichnisse und Dateien mit Kommentaren versehen (Total Commander)

Wer sich das spätere Auffinden von Verzeichnissen und Dateien erleichtern möchte, kann dafür auch den Schweizer „Total Commander“ (aktuelle Version: 7.01) zu Rande ziehen: Über das Tastenkürzel „Strg + Z“ können beliebige Kommentare (siehe Bild) für Ordner oder einzelne Dateien vergeben werden.

Die Verwendung von Desktop-Suchmaschinen macht eigentlich erst ab einer hinreichenden Datenmenge, beispielsweise bei hunderten, unsortierten Textdokumenten, Sinn. Die hier vorgestellte Freeware „Copernic Desktop Search 2“ unterstützt (laut Herstellerangaben) über 150 verschiedene Dateiformate, darunter auch die verbreiteten Datentypen wie Word, Excel, PowerPoint, PDF, HTML, ZIP, JPG, MP3 oder AVI. Neben reinen Dateien lassen sich auch E-Mails sowie Favoriten & Chronik des Browsers (im Test funktionierte nur der Internet Explorer) indexieren.

Nach dem Download der rund 5 MByte großen Setup-Datei kann „Copernic Desktop Search 2“ auf dem PC installiert werden. Standardmäßig möchte die Software nach dem ersten Programmstart alle Laufwerke durchforsten, im Arbeitsmenü unter „Tools“ – „Options…“ und dem Reiter „Files“ lassen sich Laufwerke oder einzelne Ordner ausschließen (siehe Bild). Die Einträge „Desktop“, „Eigene Dateien“, „Eigene Musik“ sowie „Eigene Bilder“ lassen sich dabei leider nicht entfernen.

Copernic Desktop Search 2 muss nicht zwangsläufig den gesamten PC indizieren: Bis auf vier Ordner (Desktop, Eigene Dateien, Eigene Musik sowie Eigene Bilder) lassen sich auch individuelle Ordner festlegen

Copernic Desktop Search 2 durchforstet auch Lesezeichen und Verlauf des heimischen Browsers (hier: Nur Internet Explorer)

„Copernic Desktop Search 2“ nistet sich auch in der Windows-Taskleiste ein, per Kontextmenü (rechte Maustaste) lässt sich die Datenindexierung Starten, Stoppen oder Aktualisieren. Da die eigentliche Scan-Prozedur recht behäbig (insbesondere bei großen PDF-Dokumenten) arbeitet, kann eine erste Indexierung auch über Nacht durchgeführt werden. Bei Mehrkernsystemen lässt sich auch ein einzelner Prozessor (siehe Bild) im Taskmanager für diesen rechenintensiven Vorgang auswählen.

Copernic Desktop Search 2 in der Windows-Taskleiste: Indizierung starten, stoppen oder aktualisieren

Copernic Desktop Search 2: Bei Mehrkernsystemen kann der Leistungsbedarf der Indexierung verteilt werden.

Die Suche beziehungsweise Ergebnisausgabe von „Copernic Desktop Search 2“ selbst gaben wenig Anlass zur Beanstandung. Besonders die Anordnung nach unterschiedlichen Medientypen und die integrierte (PDF)Vorschau sind praktisch.

Fazit: Wer sein privates Datensammelsurium nach einem wohlgeordneten Verzeichnis-System verwaltet, braucht nicht zwangsläufig eine Desktop-Suche. Bei großen Datenmengen oder unsortierten Daten-Verzettelungen können lokale Suchhilfen wie „Copernic Desktop Search 2“ aber durchaus von Nutzen sein.

Download: Copernic Desktop Search 2.1.1, Deutsch, EXE, externer Link

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Leserkommentare

  1. Martin

    Wie schneidet YahooDestopSearch aka. x1 bei Dir ab?
    Ich bin zufrieden; Features scheinen vergleichbar.

    Martin

    am 1 August 2007, 16:03.

  2. Ist (soweit mir bekannt) keine Freeware mehr: http://www.x1.com/yahoo
    Im C’t Testbericht (13/2005) war die Desktop-Suche von Yahoo aber in der Spitzengruppe. Als mobile Lösung (z.B. USB-Sticks) ist im Übrigen „Locate32“ dienlich: http://www.ovalnets.de/windows-suche-zum-mitnehmen-locate32-freeware
    Eine Backup- und Exportfunktion für „Copernic Desktop Search 2“ wäre sicherlich auch praktisch.

    am 1 August 2007, 19:13.

  3. Martin

    Ist Freeware: http://desktop.yahoo.com/
    Mich stört nur die grob gerenderte PDF-Vorschau.
    Martin

    am 6 August 2007, 21:12.

  4. St

    Guter Artikel. Zeigt einem klar und deutlich wie man dieses Program nutzen kann. Ich finde jedoch das Lookeen besser ist. Gibts auch als freeware.

    am 22 Mai 2015, 10:33.

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