Die Marktmacht des amerikanischen Suchmaschinen-Primus ist in mancherlei Hinsicht bedenklich: Mit „Google Insights for Search“ (Beta) stellt Google neuerdings angehäufte Suchbegriff-Trends seit 2004 mit umfangreichen Filtermöglichkeiten ins Netz.

Insights for Search: Suchrausch anlässlich der Veröffentlichung des aktuellen Akte-X-Kinofilms „Jenseits der Wahrheit“.
„Google Insights for Search“ (BETA, bisher mit englischer Nutzeroberfläche) bietet viele Filtermöglichkeiten (Sucheinträge, Land, Jahr, Kategorie u.a.), um das „Interesse“ und die Örtlichkeit diverser Suchbegriffe ausfindig zu machen. Genaue Zahlen verrät der Online-Dienst ohne Google-Account nicht, wer ein Benutzerkonto besitzt, kann entsprechendes Zahlenmaterial als CSV-Liste kostenfrei herunterladen. Absolute Zugriffszahlen lassen sich in beiden Fällen nicht ermitteln, lediglich die Suchanfragen für bestimmte Begriffe bezogen auf die Gesamtanzahl an Suchanfragen werden in einer normalisierten Form visualisiert.
Mit „Insights for Search“ kann außerdem die Nachfrage nach unterschiedlichen Suchbegriffen verglichen und grafisch dargestellt werden. Insbesondere die regionale Verteilung von Suchanfragen – etwa nach Bundesländern in Deutschland – ist recht hübsch gestaltet. Die Performance des Online-Werkzeugs konnte im Test nicht immer überzeugen.
Netzauftritt: google.com/insights
Beispiele:

Übernahme-Such-Peak: Continental AG vs. Schaeffler KG

Nietzsche’s Zarathustra schlägt kostenfreie Pornos
Google bietet für eine Suchmaschine recht gute Ergebnisse an, welche mit der erweiterten Suche noch verfeinert werden können. Ein Sortiermechanismus nach Datum fehlt bisher allerdings – mit einem Trick lässt sich diese Funktion leicht nachrüsten.
Mit mathematischen Mitteln Lesbarkeit von Texten verbessern? Zweifelsohne eine verlockende Versuchung, in der praktischen Anwendung allerdings eher als Hinweis zu verstehen. Beim so genannten Flesch Reading Ease (FRE), der vom 1936 aus Wien nach Amerika ausgewanderten Rudolf Flesch entwickelt wurde, handelt es sich etwa um einen Lesbarkeitsindex, der anhand statistischer Mittel die Komplexität eines Textes ermittelt. Vorwegzunehmen ist, dass ein solcher Algorithmus keinerlei Aussagen über die inhaltliche Qualität eines solchen zu Tage bringt.
Der Berliner Multimedia-Spezialist Magix bietet mit dem „Mufin MusicFinder“ eine kostenfreie (nach Registrierung) Software an, die – im weitesten Sinne – ähnlich klingende Musiktitel aufspüren soll und zusätzlich mit CD-Grabber, Brennfunktion und FreeDB-Unterstützung aufwartet.