Geschmackvoll Brennen

Laut Brennerstudie der FFA besitzen inzwischen über 30 Millionen Menschen in Deutschland Zugriff auf einen CD und weitere 6,9 Millionen auf einen DVD-Brenner. Neben dem bisher gewohnten silbernen Polyamid-Einheitsbreirohlingen machen sich jedoch zunehmend individuell gestaltbare Datenträger auf dem Markt bemerkbar. Wer auf fehleranfällige, aufklebbare Etiketten oder spezielle CD/DVD-Drucker verzichten möchte, besitzt heutzutage eine Vielzahl an Alternativen:

Eine Möglichkeit, die heimischen Lieblingsbilder auf ein originelles Medium zu pressen besteht im „Bedrucken“ der CDs per Lightscribe-Technologie, die 2004 von Hewlett Packard und dem indischen Medienhersteller Moser Baer India zur Serienreife gebracht wurde. Eine beigefarbige Thermoschicht wird dabei von dem Laufwerkslaser erhitzt, so dass man bequem monochrome Bilder sowie Texte als Label auf die obere Rohlingebene „brennen“ kann. Auch bunte Datenträger stehen inzwischen dafür zur Verfügung. Ferner wurde die „Druckgeschwindigkeit“ von ehemals 40 auf nunmehr 15 Minuten gesteigert.

In Konkurrenz dazu steht die von Yamaha entwickelte Labelflash-Variante. Mit ihr lassen sich in nur fünf Minuten ähnlich wie bei Lightscribe Grafiken und Texte auf die Oberseite eines Rohlings pressen, allerdings stehen dabei nur blaufarbene Rohlinge zur Verfügung. Die Auswahl an passenden Brennern beschränkt sich ebenfalls auf einige wenige NEC-Modelle und auch preislich sind passende Labelflash-Rohlinge (rund 2 €/Stück) deutlich teurer als die Lightscribe-Medien (ab 43 Cent/Stück).


Vinyl Rohlinge

Subjekte, die ihrer alten Schallplattensammlung nachtrauern, kommen im Übrigen auch auf ihre Kosten, nämlich mit speziellen CD-Rohlingen im Vinyl-Look: Sie besitzen die markanten „Rillen“ und sind etwas kleiner als die altbackenen Single-Schallplatten, allerdings mit naturgemäß verschiedenartiger Technik. Spezielle Angebote gibt es bei vielen Online-Shops, insbesondere Pearl.de bietet die kultigen Datenträger im Retro-Look als 25er Spindel für preiswerte 12,90 Euro an – trotzdem macht das 51 Cent pro Rohling. Dafür benötigt man allerdings auch keinen speziellen Brenner wie bei den oben genannten Technologien. Die schwarze Oberfläche mit ihren Vertiefungen ist nicht nur schön anzusehen, sondern verstaubt auch ziemlich schnell, Testberichte über die Datensicherheit bei intensiver Nutzung oder lange Zeiträume liegen ebenfalls kaum vor. Trotzdem: Die silberne Einheitsbreischeibe ist längst kein „MUSS“ mehr.


Vinyl Rohlinge

Quellen und Links:

http://www2.tomshardware.de/praxis/20060209/index.html
http://www.heise.de/newsticker/[...]
http://www.filmfoerderungsanstalt.de/downloads/publikationen/[...]
http://de.wikipedia.org/wiki/CD-ROM
http://geizhals.at/deutschland/?fs=lightscribe&x=0&y=0&in=

| | 18. Februar 2006 3600 x gelesen Schlagwörter: brennen, cd, vinyl

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