Gängige Foto-Verwaltungswerkzeuge wie Google’s Picasa 2 oder IrfanView bieten für Privatanwender zwar ein ausreichendes, aber dennoch stark begrenztes Sammelsurium an Bearbeitungs-Features an. Corel’s Freewarelösung „Snapfire“ bietet im Vergleich zu ausgewachsenen Bildbearbeitungsprogrammen ebenfalls eine magere Ausstattung, glänzt jedoch mit der einfachen Realisierung von Collagen, Kalendern und Grußkarten.
Eine klassische Menüleiste ist in „Snapfire“ nicht vorhanden, navigiert wird hauptsächlich über die bunten Schaltflächen der linken Bildschirmleiste, die sich
in die Kategorien „Startseite“ (Bildverwaltung), „Optimieren“ und „Gestalten“ unterteilen. Die ungewöhnliche Aufteilung tut der Bedienfreundlichkeit jedoch keinen Abbruch – auch Laien finden sich schnell damit zurecht. Die rudimentären Bildaufbereitungsfunktionen wie Beschneiden, Drehen, Sepia-Effekt und diverse Fotokorrekturen sind ebenfalls simpel zu Handhaben. Unter „Fotokorrektur“ lassen sich außerdem Helligkeit, Kontrast, Wärme, Sättigung und Bildschärfe einzelner Bilder feinjustieren – eine praktische Stapelverarbeitung, wie sie beispielsweise IrfanView besitzt, ist leider nicht möglich.
Bis dahin bietet „Snapfire“ also keine wirklich neuen Innovationen, erst der Reiter „Gestaltung“ offenbart einige aufregende Werkzeuge, die das Erstellen von Kalendern (bis 2011), Collagen, Grußkarten und Fotoalben im Handumdrehen ermöglichen sollen.
Vorgefertigte Layouts lassen sich dazu für einzelne Projekte auf der linken Seite auswählen.
Anschließend werden Bilder per Drag’N’Drop eingefügt und können mit den Werkzeugen „Schwenken“ und „Zoom“ entsprechend eingepasst werden. Leider lässt sich der weiße Projekt-Hintergrund nicht verändern – das spart zwar Druckerschwärze, begrenzt aber auch gleichzeitig die Anzahl der möglichen Farb-Variationen.
Am Ende kann das fertige (Geschenk)Material ausgedruckt oder als „Snapfire-Project“ bzw. JPG abgespeichert werden.


Fazit: Corel Snapfire eignet sich aufgrund der einfachen Bearbeitungsfunktionen insbesondere für PC-Einsteiger. Auch das Erstellen von Collagen und Grußkarten ist nicht nur als nett gemeinter Gimmick zu verstehen – allerdings vermisst man dabei die Möglichkeit, den Hintergrund individuell festzulegen.
Download: Corel Snapfire
| Bildbearbeitung Software | 7. November 2006 1965 x gelesen Schlagwörter: collagen und kalender, corel snapfire, freeware
Eine herkömmliche Bilder-Diaschau am heimischen PC mag anregend sein, doch als „außergewöhnlich“ kann man diese Form der Pixelpräsentation wohl nicht mehr bezeichnen. Mit Julius Bahr, Tilman Beer und Matthias Schicker haben drei Münchner Studenten mit „PhotoPolis“ eine Möglichkeit geschaffen, Bildmaterial in einer virtuellen 3D-Wolkenkratzerstadt zu besichtigen.
Gerade die umfangreichen Nachbearbeitungsmöglichkeiten sind eine der großen Vorteile der digitalen Fotografie. Aus dem schier unendlichen Spektrum an frei verfügbaren Bildbearbeitungslösungen hat sich zarathustra.6x.to drei vielversprechende Werkzeuge herausgesucht, die praktische Probleme beseitigen und dabei sogar einen neuen Blick auf die heimischen Bildersammlung ermöglichen können. So lassen sich die – insbesondere bei Architekturaufnahmen – störenden „stürzenden Linien“ mit Marcus Hebel’s „ShiftN“ schnell und zuverlässig Entfernen. Für die automatische Korrektur unterbelichteter Bilder hingegen empfiehlt sich „Altalux“ von Stefano Tommesani. Wer die heimische Bildersammlung zuguterletzt noch nach farblichen Aspekten sortieren möchte, dem kann möglicherweise mit „ImageSorter“ der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (FHTW) geholfen werden.
Mit „Photosynth“ stellen die „Microsoft Live Labs“ in Zusammenarbeit mit der Universität Washington einen sogenannten „Tech Preview“ ihrer 3D-Bildkataloglösung vor. Eigenes Pixelmaterial lässt sich dort zwar vorerst nicht integrieren, erste Einblicke
– mit der ausschließlich im Internet Explorer Sechs oder Sieben laufenden ActiveX-Anwendung – können trotzdem gewonnen werden.