Der Name mag auf den ersten Blick wie ein billiger Nackedei-B-Movie klingen, „Teen Spirit“ bietet unter der Haube aber eine ganze Menge zum Sortieren der heimischen Musiksammlung – ganz nach persönlichen Vorlieben. Als Zugabe und Pausenfüller gibt es obendrein ein Musikquiz, bei dem man in bestimmten Zeitabständen Songs erraten muss.
Die aktuelle, deutschsprachige Version 0.92f steht für Windows (XP/Vista) zur Verfügung. Die Installation läuft über eine herkömmliche Setup-Routine, eine Standalone-Variante (zum Beispiel für den mobilen Betrieb auf USB-Sticks) existiert ebenfalls. Bei der Wahl von Audioformaten ist „Teen Spirit“ nicht wählerisch: MP3, OGG, WMA, AAC, APE, MPC, FLAC, WAV – um nur die wichtigsten zu nennen. Obendrein ist auch die Wiedergabe von Videos (AVI, ASF, WMV) möglich.
Nach dem ersten Programmstart können die Hauptfunktionen über die deutlich sichtbaren Buttons am oberen Bildschirmrand abgerufen werden. Zunächst sollte die integrierte Datenbank mit Musikmaterial (Button Sammlung) gefüllt werden. Dort findet sich auch ein praktischer Schaltknopf, um die entsprechenden Datenbankeinträge zu aktualisieren. Teen Spirit arbeitet auch bei umfangreichen Musikbibliotheken erstaunlich schnell und ressourcenfreundlich (RAM-Verbrauch auf dem Testsystem: 37 MByte).
Um die erstellte Musikdatenbank schnell zu durchforsten, können die Einträge im oberen linken Bildschirmbereich per Mausklick auf einen hellen „Zahnkranz“ nach Künstler, Genre oder Jahr in einer Verzeichnisstruktur ausgewählt werden. Rechts befindet sich außerdem eine Suchmaske, die den kompletten Datenbestand durchsucht.
Über eine Webschnittstelle findet „Teen Spirit“ passende Cover, über den Button „Optionen“ kann außerdem zwischen unterschiedlichen Programmoberflächen (Skins) gewählt werden. Die im Suchergebnisfenster (rechts) ausgegebenen Titel können bequem per „Drag’n’Drop“ in den Playlistenbereich (links unten) gezogen werden, die Wiedergabeliste lässt sich per Kontextmenü (rechte Maustaste) und „Speichere Liste“ auf der Festplatte sichern.
„Teen Spirit“ bietet einige Alleinstellungsmerkmale, die in dieser Form keine andere Software – zumindest unter Windows – bietet. Unter „Historie“ findet sich etwa eine chronologische Auflistung aller gespielter Titel, zudem werden Toplisten für Songs und Künstler anhand von Klickraten und Bewertungen generiert. In einem Musikquiz (Button „Spiele“) geht es darum, in möglichst kurzer Zeit das jeweils eingeblendete Lied zu erraten.
Download: Teen Spirit 0.92f, 1,5 MByte, EXE
Netzauftritt: artificialspirit.com
Kategorie im Netzverzeichnis: Wiedergabe-Software mit Medienverwaltung
| Musikverwaltung Spiele | 3. Oktober 2007 4959 x gelesen Schlagwörter: freeware, musikhistorie, musikverhalten analysieren, musikverwaltung, teen spirit, windows
Mit dem Aufkommen der kommerziellen Nachfolger von Napster & Co sowie dem rigorosen Verfolgen urheberrechtlicher Vergehen in Tauschbörsen scheinen die Zeiten, in denen man kostenlose Musik im Netz wie Strandmuscheln am Meer sammeln konnte, endgültig vorbei. Doch bei tiefgründiger Betrachtung finden sich noch immer Weltnetzseiten, die legal teilweise tausende von Musikstücken zum Herunterladen anbieten. Der nachfolgende Artikel zeigt, wo man die „musikalischen Sahnehäubchen“ suchen sollte.
Wer sein digitales Musikarchiv in den eigenen vier (WG)Wänden verteilen oder übers Internet abrufen möchte, findet mit der Open-Source-Lösung „sockso“ den wohl einfachsten Musikserver der Welt.
Der Trend zur Digitalisierung macht auch vor der heimischen Musiksammlung keinen Halt. Was vor 30 Jahren die heißgeliebte LP auf Vinyl, sind heute mehr oder weniger Nullen und Einsen auf CD oder Festplatte. Das „schwarze Gold“ gehört damit zwar längst nicht zum alten Eisen, dennoch Ermöglichen moderne Datenkompressionsverfahren wie MP3 das Platzsparende Speichern auf dem PC sowie die Möglichkeit, die musikalischen Vorlieben auf mobile Abspielgeräte zu überführen.