Sind die Bilder des gemeinsamen Sommerurlaubs erst einmal versehentlich gelöscht, ist der Ärger meist vorprogrammiert. „Recuva“ bietet sich als leicht zu bedienendes Wiederherstellungswerkzeug mit mehreren deutschsprachigen Assistenten an, um unnötigen Partner-Twist zu vermeiden – oder im ungünstigsten Falle eben auch zu fördern.
Ob Daten, zum Beispiel Pixelbilder, nun absichtlich – um sie etwa vor neugierigen Blicken zu verbergen – oder einfach nur durch Unachtsamkeit gelöscht werden: Selbst wenn Bits & Bytes aus dem Papierkorb verschwunden sind, so sind diese dennoch nicht unwiderruflich im Datennirvana gelandet. Zwar verringert ab diesem Zeitpunkt jeder neue Schreibzugriff, zum Beispiel durch das Installieren von Programmen oder dem Download von Daten aus dem Netz, die Wahrscheinlichkeit, verloren gegangene Dateien wiederherzustellen, dennoch existieren Softwarelösungen, die eine Restaurierung ermöglichen. „Recuva“ ist dabei eine besonders benutzerfreundliche Freeware-Alternative mit deutschsprachigen Wiederherstellungs-Assistenten, die Daten von Festplatten, USB-Sticks und Kamera-Speicherkarten retten kann.
„Recuva“ (aktuelle Version: 1.13.304) läuft unter Windows XP/Vista und wird über eine herkömmliche Setup-Routine installiert. Danach kann die Freeware unter „Alle Programme – Recuva – Recuva“ gestartet werden. Nach dem ersten Programmstart kann man zwischen der Wiederherstellung von Bildern, Musik, Dokumenten, Videos und „sonstigen“ (Alle Dateitypen) wählen. Die Auswahl einzelner Datentypen ist besonders dann sinnvoll, wenn der PC gezielt und schnell nach verschwundenem Material durchforstet werden soll. Ebenso lässt sich der Suchort aus vorgegebenen Einträgen oder einem beliebig definierbaren Verzeichnis bestimmen. Zusätzlich verfügt „Recuva“ über einen Tiefenscan, der bei nicht zufriedenstellenden Ergebnissen der Standardsuche benutzt werden kann, der aber auch den Analysevorgang deutlich verlangsamt. Bei Bildern zeigt die Freeware nach dem Suchprozess kleine Vorschaubilder an, die so ein ausgewähltes Wiederherstellen einzelner Dateien ermöglicht. „Recuva“ sortiert die Ergebnisse (Schaltfläche „Erweiterte Einstellungen“, siehe Bild) in die Qualitätsbereiche „Exzellent“, „Kritisch“ und „unwiderherstellbar“ ein. Dateien sollten am Ende des Prozedere möglichst nicht auf dem gleichen Datenträger abgelegt werden, auf dem sie gelöscht wurden – ein Warnhinweis weißt den Benutzer im letzten Schritt darauf hin. Neben der Wiederherstellung lassen sich mit Recuva Dateien auch irreversibel löschen (siehe Bild).
Fazit: „Recuva“ ist insbesondere für weniger versierte PC-Nutzer ein praktisches Hilfsmittel, um verloren gegangenes Datenmaterial wiederherzustellen. Sollten die Ergebnisse trotz Tiefenscan unbefriedigend sein, kommen unter anderem diese Werkzeuge in Frage, allerdings verringert jeder neue Schreibzugriff die Wahrscheinlichkeit, die Daten wiederherzustellen – egal wie gut die Algorithmen einer Software sind.
Download (Hersteller): recuva.com/download/downloading
Netzauftritt: recuva.com
Kategorie im Netzverzeichnis: Daten wiederherstellen
Bilderstrecke: Recuva: Verloren gegangenes Datenmaterial wiederherstellen
| Systemwerkzeuge Gehacktes | 22. April 2008
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Schlagwörter: datenwiederherstellung, freeware, recuva, windows
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Rätselraten macht dem einen oder anderen Zeitgenossen ja bekanntlich Spaß, beim Arbeiten mit Verzeichnissen im Windows-Explorer ist ständiges Raten aber eher hinderlich. Wie groß ist gleich noch mal der Ordner der Urlaubsbilder vom letzten Jahr? Normalerweise kann man die Größe der Ordner nur umständlich per Rechtsklick über „Eigenschaften“ im Windows-Explorer in Erfahrung bringen. Dass es auch besser geht, zeigt das kleine aber feine Tool „Folder Size“, das beispielsweise auf den Seiten von sourceforge.net zum kostenfreien Download zur Verfügung steht.
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