Frisierter Forscher

Die weltweit am häufigsten für das Netz verwendete Software kommt bekanntlich aus dem Hause Microsoft – die Rede ist vom als “Internet Explorer” apostrophierten Browser, der seit Jahren durchschnittliche Marktanteile von über 80 Prozent aufweißt. Doch inzwischen bröckelt die Gunst der Nutzer, insbesondere die Konkurrenz von Mozilla (Firefox) schnappt sich häppchenweise kleine Stückchen vom großen Kuchen weg. Ursache: Als zeitgemäßes “Instrument zur Erforschung des Netzes” kann man den Internetexplorer leider nicht mehr bezeichnen.

Ihm fehlen beispielsweise Formularfelder zur schnellen Online-Suche und insbesondere das effiziente und flexible Recherchieren per “Tabbed-Browsing” war für ihn bisher unbekannt. Das erste Problem ist mit der Google-Such(Tool)bar schnell erledigt. Sie stellt nicht nur ein passendes Suchfenster zur Verfügung, sondern bietet mit der inzwischen aktuellen dritten Version (Alpha) neben dem althergebrachten “POPUP-Blocker” auch ein nützliches Übersetzungsfeature für englischsprachige Begriffe sowie eine Rechtschreibprüfung für Formularfelder zur Verfügung. Auch “Tabbed-Browsing” ist für den Microsoft Internetexplorer durchaus keine Utopie: Der Softwaregigant aus Redmond stellt dafür die “MSN Toolbar” bereit, mit der man nicht nur per Registerkarte surft und sich damit lästiges Fensterwirrwarr erspart, sondern auch seine lokalen Datenschätze per “Desktop-Suche” durchforsten kann. Neben den eben genannten Vorteilen haben solche Gimmicks aber auch Nachteile: Das größte Problem dieser Erweiterungen ist, das sie den sowieso schon begrenzten Platz für Websites weiter reduzieren, was vornehmlich die Masse der Laptop-Nutzer betrifft, die meist auf eine Bildschirmauflösung von 1024×768 Pixel beschränkt sind. Viele unqualifizierte Seitenbetreiber optimieren ihre Seiten außerdem nur für die Standardversion des Internet-Explorer – was zum Beispiel zu unvorhersagbaren Layout-Problemen führen kann. Zu guter Letzt stellt sich außerdem die Frage, wie viele der bunten Toolbar-Buttons überhaupt benötigt werden…

>>>[Google Toolbar]
>>>[MSN Toolbar]

| | 6. Juli 2005 2716 x gelesen Schlagwörter: explorer, internet, microsoft

Waren diese Informationen hilfreich?

  • Currently 5.00/5
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5

Rating: 5.0/5(1 vote cast)

Artikel als Lesezeichen speichern:

Mister Wong del.icio.us Yahoo MyWeb Google Technorati Furl YiGG Taggle Folkd BlinkList Linkarena

Folgende Artikel könnten ebenfalls ihr Interesse wecken:


Google Mail Spezial

Seit über einem Jahr befindet sich die E-Mail Dienstleistung des Suchmaschinen-Primus, Google Mail, im so genannten Beta-Status. Die Besonderheit daran: Neue Nutzer können nur auf Einladung bereits bestehender Nutzer, von denen diese über Sieben Stück verfügen, akkreditiert werden. Diese Vorgehensweise hat für Google unter anderem den Vorteil, dass die Benutzerzahl nur langsam ansteigt und entsprechende Hardwareressourcen schrittweise hochgefahren werden können – möglicherweise aber auch, um den Dienst hintergründig im Gespräch zu halten.

...mehr darüber! veröffentlicht am 20. März 2006 in den Themengebieten Kommentare

Dateien-Datentresor für Windows: Axcrypt

Windows-Datentresor mit AxCrypt Personenbezogene Daten, interne Geschäftsberichte, private Bilder – zartbesaitetes Material also, auf das im Normalfall nur befugte Personen Zugriff haben sollten. Wer jedoch den privaten Datenschutz vernachlässigt, schaut spätestens dann in die Röhre, wenn der heimische USB-Stick – delikaterweise mit einigen freizügigen Bildern der neuen Lebensabschnittsgefährtin – im Pendlerzug abhanden gekommen ist. Dabei ist eine zuverlässige Datenverschlüsselung unter Windows und dem OpenSource-Werkzeug „Axcrypt“ im Handumdrehen bewerkstelligt.

...mehr darüber! veröffentlicht am 22. Oktober 2006 in den Themengebieten Kommentare

iTunes 7 unter Windows Vista

iTunes 7 unter Windows Vista - Apples neue MedienzentraleApple’s selbsternanntes “Entertainment-Center” – nicht nur für Musikdateien – wartet mit interessanten visuellen Effekten wie der “Cover Flow Darstellung” auf und möchte sich mit Videowiedergabe, Internet-Radio- und TV sowie Podcasting als heimische Medienzentrale etablieren. Ob das mit iTunes 7 auch bei dem recht breit gefächerten Konkurrenzangebot unter Windows Vista funktioniert?

...mehr darüber! veröffentlicht am 17. Juli 2007 in den Themengebieten Kommentare

Leserkommentare

Artikel kommentieren