Fernwartung leicht gemacht: „TeamViewer“

Computersorgen ferner Freunde bedürfen in Zeiten vernetzter Rechner keiner Deutschland-Rundreise mehr. Mit dem für die private, nichtkommerzielle Nutzung kostenfreien TeamViewer kann Hilfe auch bequem vom heimischen PC aus erfolgen, ohne sich um Firewall-Einstellungen scheren zu müssen.

Fernwartung leicht gemacht: TeamViewer


TeamViewer: Einfache Handhabung auch für Laien, nützliche Zusatzfunktionen, gute Geschwindigkeit, flexible Qualität der grafischen Darstellung, für die private Nutzung kostenfrei.

TeamViewer (aktuelle Version: 3.6) läuft unter Windows XP/2000 und Vista. Damit eine Verbindung zwischen zwei PCs zustande kommt, muss die entsprechende Software auf beiden Rechnern installiert und geöffnet werden. Dank AES-verschlüsselter Leitung braucht man sich nicht um die Sicherheit des heimischen Desktops zu fürchten.
Um einen in PC-Not geratenen Zeitgenossen mit TeamViewer zur Hilfe zu eilen, muss dieser Rechner zumindest über einen funktionsfähigen Internetzugang verfügen sowie der Desktop noch halbwegs in Takt sein. Etwaige Firewall-Einstellungen spielen bei der Nutzung von TeamViewer keine Rolle.

Fernwartung leicht gemacht: TeamViewer


TeamViewer: Software installieren, IDs und Passwort austauschen – Fertig.

Auf beiden PCs wird in einem ersten Schritt die Software (siehe Bild) gestartet. Jeder PC bekommt automatisch eine ID und ein passendes Kennwort zugewiesen. Um eine Verbindung zum gegenüberliegenden Rechner zu starten, gibt man dessen ID in das entsprechende Feld unter „Verbindung herstellen“ ein, ein Klick auf „Mit Partner verbinden“ und die anschließende Passwortabfrage stellen schließlich den Kontakt her. Um die ID/Passwort des Gegenüber in Erfahrung zu bringen, genügt ein kurzes (VoIP)Telefonat, ein Austausch per E-Mail oder Instant-Messenger.

Von der herkömmlichen Desktop-Geschwindigkeit muss man sich nun zwar verabschieden, dennoch genügte im Test die Performance von TeamViewer locker aus, um auch komplexere Sachverhalte zu erledigen. Die Bildqualität kann über den oben liegenden Options-Dialog unter „Ansicht“ entweder automatisch, Geschwindigkeitsoptimiert oder nach eigenem Ermessen festgelegt werden. TeamViewer unterstützt überdies auch PCs mit mehreren Bildschirmen, Sitzungen lassen sich im Menü unter „Extras“ aufzeichnen und als „TeamViewer-Session“ (*.tvs) abspeichern. Nützlich ist auch der integrierte Chat, der kurzweilige Konversationen mit seinem Gegenüber ermöglicht. Unter „Aktionen“ und „Richtungswechsel“ wird die Fernsteuerungs-Funktion praktisch umgekehrt. Zu Guter Letzt können auch Dateien („Datenübertragung“) zwischen beiden PCs ausgetauscht werden.

Fazit: Mit TeamViewer gelingt die Fernwartung auch bei Computerlaien und ohne Firewall-Expertenwissen. Die Geschwindigkeit konnte im Test überzeugen, ebenso die Qualität der Desktop-Darstellung und der Umfang an Zusatzfunktionen. Im privaten Einsatz ist Basisvariante kostenfrei, im kommerziellen Einsatz werden für eine 6-Monats-Lizenz 159,- Euro fällig.

Netzauftritt: teamviewer.com/de/

| | 4. September 2008 5878 x gelesen Schlagwörter: fernwartung, praxis, teamviewer, windows

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