Die eingebaute Windows-Tastenkombination („Alt“ – „Tab“) zum schnellen Fensterwechsel ist zwar praktisch, aber zumindest unter Windows 2000/XP auch unübersichtlich und ziemlich hässlich. Der Südamerikaner Matías Moreno stellt mit „WinExposé“ eine passende Freeware zur Verfügung, die sich an der gleichnamigen Apple-Lösung von MAC OS X orientiert und schickes Fenster-Zapping ermöglicht.
Die aktuelle Version von „WinExposé“ (die nicht nach Nummern sondern nach Erscheinungsdatum benannt wird) steht für Windows 2000/XP und Vista zur Verfügung. Ob sich der Einsatz unter letzterem lohnt (Vista stellt bekanntlich eine 3D-Fensterwechselansicht zur Verfügung), bleibt dabei individuellen Vorlieben überlassen.
„WinExposé“ benötigt DirectX7 oder besser, empfehlenswert ist eine Grafikkarte der ATI Radeon- oder Nvidia GeForce FX Klasse – zwei bis drei Jahre alter Rechnertechnik sollte das keine Probleme bereiten.
Vorher: Der in Microsoft Windows integrierte Task-Manager haut niemanden vom Hocker.
Nachher: „WinExposé“ ist übersichtlich, schick und einfach zu bedienen.
Zur Installation einfach das ZIP-Archiv in einen Ordner entpacken und die Freeware per Klick auf „WinExpose.exe“ starten. Gefällt das Programm kann es auch automatisch mit Windows gestartet werden (Taskleiste, rechter Mausklick, „Settings“, siehe Bild) – das manuelle Laden nach dem Systemstart entfällt dann. Im Startreiter lässt sich im Übrigen auch ein passendes Sprachpaket (Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch und Russisch) auswählen. Beim Ressourcenverbrauch auf dem Testsystem (AMD Athlon 3400+, 1 Gbyte Ram) gab sich „WinExposé“ verhältnismäßig zurückhaltend: Nur 12 Mbyte Arbeitsspeicher, allerdings schlug die Prozessorlast beim Fensterwechsel auf knapp 70 Prozent aus.
Der Fensterwechsel („Alt“ – „Tab“) sieht nach dem Programmstart deutlich schicker aus, fährt man über einzelne Fensterelemente, werden diese Weiß hervorgehoben. Neben dem Fensterwechsel per Tastenkombination stellt „WinExposé“ auch eine Art „Mausgestenaktivierung“ (mit dem Mauszeiger in den unteren, rechten Bildschirmrand fahren) zur Verfügung. Beides lässt sich über das Programmicon (Taskleiste, rechter Mausklick, „Settings“, Reiter: „Aktivierung“) individuell konfigurieren.
Fazit: „WinExposé“ gefällt durch die einfache Handhabung, umfangreiche Konfigurationsmöglichkeiten und nicht zuletzt durch das schicke und übersichtliche Erscheinungsbild – wer es auf dem Desktop oft mit vielen, gleichzeitig geöffneten Fenstern zu tun hat, wird Freude an der Freeware haben.
Herstellerseite: matiasmoreno.com.ar/winexpose/
Download: WinExposé, 17 Juli 2007
Video: WinExposé in Aktion
Siehe dazu auch:
Desktop-Frühjahrsputz für Windows XP
Arbeitsabläufe mit Microsoft „GroupBar“ automatisieren
Windows-Desktop individuell aufpeppen
Windows Vista: Des Windows neue Kleider
| Systemwerkzeuge Desktop | 20. Juni 2007 7802 x gelesen Schlagwörter: alt tab, fensterwechsel, windows desktop, winexposé_Tag 1: Ich bin mit meinem Latein am Ende. Vier Jahre Windows XP, dutzende Programminstallationen und Sicherheitsupdates später. Invasion der Symbole: Ich blicke nicht mehr durch, das Hintergrundbild auf dem Desktop ist kaum mehr erkennbar, verdeckt von diesen kleinen, fiesen Icon-Parasiten.
Für Anfänger mögen Sie ein durchaus nützliches Reservoir an zusätzlichen Informationen liefern, nichtsdestotrotz können die sich automatisiert einblendenden gelben Sprechblasen am unteren Rand der Taskleiste schnell aufdringlich werden. Mit einem einfachen Eingriff in die Windows-Registry gehören derartige Probleme der Vergangenheit an.
Vor allem ältere Laptops mit kleineren Festplatten sind schnell gefüllt – besonders speicherintensive Verzeichnisse lassen sich mit „TreeSize Free“ zum Glück schnell aufspüren.