Das Ende einer Ära

Die einst hoch bekomplimentierte Handysparte der deutschen Siemens AG wird komplett an die Taiwanesische Benq-Gruppe veräußert. Das gab der Chef-Siemensianer Klaus Kleinfeld bereits am 07. Juni letzter Woche bekannt. Zwar übernehmen die Asiaten gleichzeitig das Namensrecht “Siemens” für 5 Jahre, vermutlich wird man aber schon nach einem Jahr sprachtechnisch auf “Benq Mobile Devices” umsteigen – “echte” Siemens-Handys avancieren damit zur Rarität (Übersicht):

Alle Siemens Handys

Dem Deal vorangegangen waren monatelange Streitereien, wie es mit der defizitären Handysparte von Siemens (über 1 Million Euro Verlust / Tag) weitergehen sollte. Billig wird der Deal für den deutschen Elektronik-Riesen jedenfalls nicht, die Rede ist von 350 Millionen Euro, mit denen Benq die Übernahme schmackhaft gemacht werden soll. Auch der Größenvergleich der Beiden mutet seltsam an, denn immerhin ist Siemens trotz Umsatzeinbussen mit über 50 Millionen verkaufter mobiler Endgeräte 2004 immer noch unter den TOP5 der Welt, während Benq nicht einmal die Hälfte, umgerechnet 20 Millionen Stück, verkaufte. Die historische Handy-Produktserie von Siemens kann man unter nachstehendem Link jedenfalls schon einmal nachschlagen:

Alle Siemens Mobiltelefone im Überblick


| | 13. Juni 2005 2952 x gelesen

Waren diese Informationen hilfreich?

  • Currently 5.00/5
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5

Rating: 5.0/5(1 vote cast)

Artikel als Lesezeichen speichern:

Mister Wong del.icio.us Yahoo MyWeb Google Technorati Furl YiGG Taggle Folkd BlinkList Linkarena

Folgende Artikel könnten ebenfalls ihr Interesse wecken:


V2 zum Selber Basteln

V2 bastelnSie war der Vorläufer aller modernen Weltraumraketen und wurde gleichzeitig von den Nazis als grausame „Vergeltungswaffe“ im 2. Weltkrieg eingesetzt – die Rede ist vom Aggregat 4 (A4), das unter dem Namen V2 in die Geschichtsbücher eingegangen ist. Der 14 Meter hohe und über 12 Tonnen schwere Flugkörper wurde unter der Federführung von Wernher von Braun an der Heeresversuchsanstalt in Pennemünde entwickelt und schließlich bis 1943 zur Einsatzreife gebracht. Vor der Serienproduktion eines derartigen Objekts, bei der tausende Zwangsarbeiter noch bis zum Kriegsende 1945 unter unmenschlichen Bedingungen in den unterirdischen Fabrikationsanlagen der Nazis ihr Leben verloren, waren jedoch zunächst zahlreiche technologische Probleme zu lösen: So übernahm die aktive Steuerung der Rakete ein neu entwickeltes Kreiselmodul, die Kühlung der 2700 Grad heißen Schubdüse wurde durch verdampfenden Alkohol an der Düsenwand (so genannte Filmkühlung) gewährleistet.

...mehr darüber! veröffentlicht am 14. März 2006 in den Themengebieten Kommentare [1]

Karikaturstreit

Karikaturstreit
Der Streit um die Karikaturen, die von der dänischen Zeitung Jyllands Post veröffentlicht wurden, spitzt sich inzwischen auf recht abenteuerliche Weise zu. Insbesondere verleitet die aktuelle Debatte vorschnell zum Untermauern ideologischer Standpunkte. Auf beiden Seiten versteht sich. In Europa hätte man wahrscheinlich vor 100 Jahren auf die Verunglimpfung religiöser Inhalte nicht anders reagiert, als dies heute die Moslems, oder zumindest ein Teil davon, tun.

...mehr darüber! veröffentlicht am 3. Februar 2006 in den Themengebieten Kommentare

Steve Jobs schockt: Intel ab 2006 "Inside"

Das der Chef von Apple des Öfteren ein egozentrisches Wesen an den Tag legt, ist zwar schon lange kein großes Geheimnis mehr, aber mit seiner fulminanten Ankündigung zur WWDC (Worldwide Developers Conference) in San Francisco schießt er diesmal den Vogel ab: Darin räumt er überraschend ein, dem Partner IBM, bisher zuständig für die Power-CPUs in Apple’s Computern, den Laufpass zu geben. Stattdessen heißt es ab Mitte 2006: “Intel inside”.

...mehr darüber! veröffentlicht am 7. Juni 2005 in den Themengebieten Kommentare

Leserkommentare

Artikel kommentieren