In Zeiten rapid fallender Preise für die Unterstützung von PHP in diversen Webhosting-Angeboten lohnt ein Blick über den Tellerrand, was man mit derlei neuen Funktionen anfangen kann. Eine Möglichkeit wäre beispielsweise, vorhandene statische HTML-Seiten auf ein modernes Content-Management-System (kurz CMS) umzustellen. Bevor man allerdings einen solchen Schritt ernsthaft in Erwägung zieht, sollte man sich über die Vor- und Nachteile seines Schaffens im Klaren sein.
Im Nachfolgenden werden diese am Beispiel von CMSimple, einem extrem schlanken und einfachen Content-Management-System des Dänen Peter Harteg durchexerziert. Zunächst die positiven Argumente: CMSimple benötigt lediglich einen Rechner mit PHP4/5-Unterstützung, eine MySQL-Datenbank ist nicht von Nöten. Da viele Webhosting-Pakete nur eine begrenzte Anzahl von Datenbanken zur Verfügung stellen, kann man somit theoretisch unbegrenzt viele Projekte auf einem einzigen Server realisieren, natürlich bleibt die Abhängigkeit vom vorhandenen Speicherplatz. Die Einrichtung des CMS verläuft erfreulich simpel: Einfach die aktuelle Version herunterladen (die Größe von CMSimple beträgt im Übrigen weniger als 200 Kilobyte), das Archiv entpacken, auf den Server (zum Beispiel per FTP) laden und sich per Browser im System einloggen. Fertig. Mit CMSimple stehen nun verschiedene Möglichkeiten bereit, einzelne Projektseiten zu bearbeiten. Als ersten Schritt empfiehlt sich zunächst das Ändern des Administrationspassworts und der Sprache unter „Configuration“. Ähnlich wie bei Wikipedia lassen sich Inhalte per WYSIWYG ohne Codekenntnisse bearbeiten oder direkt per Quelltext editieren. Neue Dokumente werden mit Überschriften angelegt. Beim Anlegen einer Überschrift erster Ordnung wird in der Navigationsleiste automatisch ein neuer Verweis eingefügt, Überschriften zweiter Ordnung werden als Untergruppe angezeigt und so weiter. Die Navigationsleiste wird ebenso wie die Sitemap automatisch vom System aktualisiert, was vor allem bei umfangreichen Internetauftritten deutlich zum Workflow beiträgt. CMSimple bringt außerdem ein Gästebuch, eine Volltextsuche und ein Standardformular mit – Dinge, die bei statischem HTML mühevoll und Zeitaufwendig extern eingepflegt werden müssen. Externe Plugins erlauben ferner die einfache Erweiterung mit RSS, Foren oder einem Newsletter. Nützlich: CMSimple überprüft obendrein alle Links eines Projektes.
Der deutlich beschleunigte Arbeitsprozess hat zur Folge, dass man sich mehr auf die Inhalte der Projekte konzentrieren kann. Im Internet findet man zudem zahlreiche vorgefertigte Layouts (so genannte Templates), mit denen auch nicht allzu versierte Nutzer schnell ein ansprechendes visuelles Äußeres für ihre Seite finden. Im Übrigen kann man in CMSimple diese Templates beliebig oft wechseln, alle Seiten werden selbsttätig angepasst. Auch individuelles Design ist möglich, eine zentrale Vorlagedatei sowie die Stylesheets können nach Gutdünken verändert werden. Bleibt zu Guter letzt zu erwähnen, das CMSimple auch für kommerzielle Zwecke kostenfrei verwenden darf, solange man einen entsprechenden Verweis auf die Internetseite seines geistigen Vaters Peter Harteg setzt.
Einem geschenkten Gaul schaut man bekanntlich nicht ins Maul, trotzdem ist CMSimple keineswegs perfekt. Ein großes Problem stellen Auftritte mit umfangreichem Bildmaterial dar. Alle projektinternen Bilder werden auf einer einzigen Seite verwaltet, bei großen Sammlungen verlängert sich deren Scrollbalken schnell gegen Unendlich. Visuelle Galerien bindet man somit am Besten von vorn herein extern ein. Grundsätzliche Probleme bringt die PHP-Bezogenheit von CMSimple mit: Schlechter Zugang für Suchmaschinen, gegebenenfalls Inkompatibilitäten mit zukünftigen Versionen, höhere Belastung des Servers sowie Sicherheitsrisiken beim Loginvorgang. Individuelles Design ist ohne entsprechende Vorkenntnisse kaum möglich, bei langen Verweisen in der Linkleiste entstehen schnell Verschiebungen, die aufwendig korrigiert werden müssen. Dennoch: Sobald mehrere Personen an einem Projekt arbeiten oder Inhalte stark variieren bleibt letzten Endes nur der Umstieg auf ein CMS übrig, bei dem CMSimple insbesondere durch die einfache Handhabung und die auf den zweiten Blick recht umfangreichen Features überzeugt.
Quellen:
C’T 03/06, S.65: Schlanker Manager – Der einfach zu bedienende Website-Verwalter CMSimple kommt ohne Datenbank aus.
http://www.cmsimple.de/cmsimple/index.php
http://de.wikipedia.org/wiki/CMSimple
| Software Internet | 4. Februar 2006 3071 x gelesen Schlagwörter: cms, cmsimple, dänemark
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Seit einigen Monaten gibt es ihn: Den Mac Mini. Mit 489 € ist er der billigste und zugleich kleinste Sprössling des Apple-Produktportfolios, den es je gab. Zum Vergleich: Ein eMac kostet im Apple-Onlinestore bereits 779 € und der Power Mac G5 mit zwei 64-Bit Prozessoren stolze 1919 €. Mit seinen Abmessungen von 16,5×16,5×5cm (LxBxH) und nur 1,4 kg Gewicht kann man den Mac Mini bequem von A nach B verfrachten. Diese “Mobilität” resultiert nicht zuletzt aus dem einfachen Grund, das Apple beim Mac Mini auf vorhandene Bauteile der iBook-Serie zurückgreift. Nichtsdestotrotz hat man mit dem Mac Mini einen kleinen und eleganten Schreibtischkamerad zur Seite stehen.
Browserbasierte Desktop-Suchmaschinen wie die
des Branchenprimus Google sind zwar schnell und Bieten eine vertraute Benutzeroberfläche, besitzen aber oft einen eher eingeschränkten Funktionsumfang. Copernic’s „Desktop Search 2“ sortiert die Suchergebnisse sehr übersichtlich und wartet sogar mit einer PDF-Vorschaufunktion auf.