Automatisieren mit AutoHotkey

Tag für Tag führen PC-Nutzer Milliarden sinnfreier Mausklicks durch. Sei es zum stumpfen Abrufen einer einfachen E-Mail per Browser oder zum Starten eines Programms in der verschachtelten Windows-Startleiste. Mit „AutoHotkey“ sind die Zeiten des stupiden Dauerklickfetischismus endgültig gezählt. Programme können damit einfach und bequem per Tastenkürzel gestartet, Texte auf Tastendruck eingefügt und sogar ganze Klick-Prozeduren aufgenommen und als ausführbare Datei (exe) exportiert werden – die eierlegende Wollmilchsau also?

Die Quelldateien mit den zur Automatisierung notwendigen Prozeduren können dabei einfach per Texteditor programmiert und als *.ahk-Datei abgespeichert werden. Neben der Möglichkeit des manuellen Programmierens liefert „AutoHotkey“ jedoch auch ein Aufnahmeprogramm namens „AutoSkriptWriter“ mit, mit der bestimmte Aktionen aufgezeichnet und anschließend als *.ahk-Datei abgespeichert werden können. Im Übrigen steht „AutoHotkey“ kostenfrei unter der so genannten GNU GENERAL PUBLIC LICENSE zur Verfügung.

Vorzüglich eignet sich „AutoHotkey“ zum Automatisierten Einsetzen vorgefertigter Texte, beispielsweise in Microsoft Word oder OpenOffice. Man benötigt lediglich eine „ASCII-Entwicklungsumgebung“, etwa der mit Windows mitgelieferte Editor unter „Start“ » „Alle Programme“ » „Zubehör“ » „Editor“. In diesen fügt man anschließend die Codezeile

::xxx::Dieser Text ist zensiert!

ein und speichert die Textdatei mit der Endung *.ahk ab. Anschließend reicht ein Doppelklick zum Starten der AutoHotkey-Anwendung. Öffnet man nun ein Textverarbeitungsprogramm und gibt die Tastenfolge „xxx“ mit anschließender Bestätigung per „Enter“-Taste ein, erscheint der vorher im Skript angegebene Text „Dieser Text ist zensiert“. Das Prinzip lässt sich natürlich beliebig kombinieren.

autohotkey: Skripte im Texteditor schreiben

Mit dem Zusatzwerkzeug „Convert .ahk to .exe“ lassen sich die per Texteditor erzeugten Skripte in eine ausführbare Datei umwandeln, die auf jeden PC auch ohne die Installation von „AutoHotkey“ funktioniert.

„AutoHotkey“ hat auch die unerschrockenen Barden der C’t-Redaktion imponiert. Mit „ac’tivAid“ stellen diese einen auf „autohotkey“ basierenden Ableger mit vielen bereits vorgefertigten Funktionen, zum Beispiel das einfache Anlegen neuer Ordner im Windows-Explorer, zur Verfügung.

Fazit: AutoHotkey kann bei entsprechend intensiver PC-Nutzung viel Zeit sparen. Mehrere Tassen Kaffee mehr pro Tag sind der Lohn für effizienteres PC-Handling. Weiterführende Informationen finden sich unter anderem im deutschsprachigen „AutoHotkey-Forum“.

Bildergalerie:

autohotkey: Mausaktionen mit dem AutoskriptWriter II aufnehmen autohotkey: .exe Dateien aus .ahk Dateien erzeugen autohotkey: C't Erweiterung mit ac'tivAid | | 26. September 2006 6450 x gelesen Schlagwörter: autohotkey, automatisch text einfuegen, c't ac'tivaid, mausklicks automatisieren

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