Augenschonende Nachtschicht

Der holländische Elektronikriese Philips macht es mit seiner Ambilight-Technologie für LCD-Fernseher vor: Die heimische Flimmerkiste wird dabei von verschiedenen Farb- und Lichteffekten umgeben, die laut Hersteller die Iris entspannen und so zu einer geringeren Augenbelastung führen sollen. Mit etwas Aufwand und technischem Geschick lässt sich dieses Funktionsprinzip auch auf moderne und leuchtstarke TFT-Bildschirme übertragen.

Phillips

Hat ihren Preis: “Ambilight-Technologie”. Quelle: Philips


Eine normale Standlampe hinter dem PC-Bildschirm zu positionieren ist dabei sicherlich die einfachste und kostensparendste Möglichkeit, einen stark „abgespeckten“ Ambilight-Effekt für den PC-Bildschirm zu simulieren. Zu Beachten ist die hohe Abwärmeleistung handelsüblicher Glühbirnen – schon aus ökonomischen Gesichtspunkten sollte man also auf ein 100-Watt-Kraftwerk hinter dem TFT verzichten und besser weniger gefräßige Leuchtmittel, beispielsweise 20- oder 40-Watt-Leuchtmittel, einsetzen.

Lichtkegel mit normaler Lampe erzeugen

Einfache Lösung: Standlampe hinterm Bildschirm. Quelle:
Hifi-Forum.de



Ferner ist bei dieser Lösung auf einen ausreichenden Abstand zwischen Lampe, Bildschirm und eventuell wärmeempfindlichen Utensilien wie Kabelsträngen zu achten.

Ein etwas anspruchsvollerer Weg ist es, an der TFT-Rückseite diverse Kaltlichtkathoden zu befestigen. Sie erzeugen deutlich weniger Abwärme und kommen in unterschiedlichen Längen und verschiedenfarbigen Varianten, meist Rot, Blau, Violett, Grün oder Weiß, daher. Neben den Kosten für die Kaltlichtkathode(n) kommen dabei meist noch diejenigen für einen 12 V-Trafo hinzu.

TFT Hintergrundbeleuchtung mit Kaltlichtkathoden

Stimmungsvolle Hintergrundbeleuchtung mit Kaltlichtkathoden. Quelle: Forum.easy-mod.com


kurzreisen.net

Für ambitionierte Bastler lohnt ein Blick auf die englischsprachige Anleitung „Movie Mood Light“ , kurz: „MoMoLight“. Auch hier kommen zur Beleuchtung Kaltlichtkathoden zum Einsatz, allerdings ist diese Variante mit Directshow-Filter und Mikrokontroller deutlich aufwendiger als die vorangegangenen Vorschläge, kommt dem von Philips propagierten „Ambilight“ aber auch deutlich näher.

Stimmungsvolle Atmosphäre mit MoMoLight

Schick: “Ambilight”-Nachahmung mit Movie Mood Light


Wer keine Lust zum Selbstbau verspürt, kann außerdem auf fertige Lösungen, beispielsweise das „A-R-E Starter package“, zurückgreifen. Mit einem Preis von 165 Euro muss man für die „Ambient Reality Effects“ allerdings deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Fertiglösung: A-R-E Ambiente Light Effects

TFT-Beleuchtung mit “Ambient Reality Effects”


Linksammlung zum Thema „Phillips Ambilight selbstgemacht“:

http://www.hifi-forum.de/

http://www.roboternetz.de/

http://www.hifi-forum.de/

http://forum.easy-mod.com/

http://www.dvd-svcd-forum.de

http://www.vdr-portal.de/

| | 29. August 2006 9158 x gelesen Schlagwörter: ambilight, kaltlichtkathode, momolight, nachbau, tft

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