Gerade die umfangreichen Nachbearbeitungsmöglichkeiten sind eine der großen Vorteile der digitalen Fotografie. Aus dem schier unendlichen Spektrum an frei verfügbaren Bildbearbeitungslösungen hat sich zarathustra.6x.to drei vielversprechende Werkzeuge herausgesucht, die praktische Probleme beseitigen und dabei sogar einen neuen Blick auf die heimischen Bildersammlung ermöglichen können. So lassen sich die – insbesondere bei Architekturaufnahmen – störenden „stürzenden Linien“ mit Marcus Hebel’s „ShiftN“ schnell und zuverlässig Entfernen. Für die automatische Korrektur unterbelichteter Bilder hingegen empfiehlt sich „Altalux“ von Stefano Tommesani. Wer die heimische Bildersammlung zuguterletzt noch nach farblichen Aspekten sortieren möchte, dem kann möglicherweise mit „ImageSorter“ der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (FHTW) geholfen werden.
ShiftN 2.2 (Windows XP)
„ShiftN“ überzeugt dabei durch seine ausgefeilte Automatikfunktion: Zunächst sucht die Software nach geraden und vertikal verlaufenden Linien in der entsprechenden Architekturgeometrik, um anschließend die Bilddaten derart zu manipulieren, sodass der Blickwinkel wieder parallel zum Objekt verläuft. „ShiftN“ liefert durchaus Ergebnisse, die den Vergleich mit teuren „Shift-Objektiven“, die dem Effekt der „stürzenden Linien“ optisch vorbeugen, nicht zu scheuen brauchen. Neben der automatischen Anpassung verfügt „ShiftN“ außerdem über verschiedene manuelle Einstellungsmöglichkeiten. Bilder werden im JPG- oder BMP-Format mit dem Namenszusatz „_ShiftN“ abgespeichert – die Originaldaten der geänderten Bilder bleiben also unangetastet.
AltaLux
Eine insbesondere für Anfänger relevante Problematik sind unterbelichtete Bilder. So kann etwa die Automatik billiger Einsteiger-Digitalkameras schnell bei Gegenlichtaufnahmen versagen und dunkelt die fotografierten Objekte zu stark ab. Abhilfe schafft hier die Softwarelösung „AltaLux“, mit der sich diese entsprechend Aufhellen lassen. Insgesamt vier verschiedene Modifikationen, nähmlich „Light“, „Average“, „Heavy“ und „Maximum“ sowie der Ausgangszustand mit „None“ stehen dabei zur Verfügung. Außerdem können sie über Tastenkürzel angesprochen werden. Obwohl „AltaLux“ über keine manuelle Feinjustierung verfügt, so liefert es doch bei den meisten Bildern zumindest zufriedenstellende Ergebnisse.
ImageSorter 1.01 (Windows XP)
Mit der an der FHTW Berlin entwickelten Softwarelösung „ImageSorter“ lassen sich Bilder nach ihrer farblichen Nähe sortieren – so landen etwa Bilder mit deutlich sichtbaren Rotstich in einer bestimmten Ecke des Bildschirms. Auf diese Weise können jedoch nur Bilder „sortiert“ werden, die sich in einem Ordner befinden. Das ordnerübergreifende Strukturieren der Bilder funktioniert in der aktuelle erschienenen 1.01 Version leider noch nicht. Zusätzlich kann der Anwender zwischen zwei verschiedenen Ansichten, nämlich 2D-Karte und dreidimensionaler Kugelkarte, wählen. Praktisch lassen sich mit „ImageSorter“ beispielsweise diejenigen Bilder aus bestimmten Ordnern herausfiltern, die farblich „aus dem Rahmen fallen.“
| Bildbearbeitung Praxis | 17. September 2006
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Schlagwörter: altalux, bildbearbeitung, freeware, imagesorter, shiftn, windows
Neudeutsch als „Wallpaper“ bezeichnet, findet man Sie in undurchdringlicher Zahl im Internet – die Rede ist von Bildern, die mit ihrem irdischen Dasein verpflichtet sind, den Desktop zu verschönern. Wer sich weder mit teuren Fahrzeugen noch schlanken und dünn bekleideten Frauen zufrieden geben möchte, sollte einen Blick auf das Desktop-Thema „Zeit“ von zarathustra.6x.to werfen.
So genannte „Screenshots“ lassen sich unter Windows zwar verhältnismäßig einfach mit der „Druck“-Taste bewerkstelligen, allerdings erfordert diese Vorgehensweise eine zeitraubende „Copy&Paste“-Nachbearbeitung, solange man nur ein spezielles Fenster abspeichern möchte. Eine deutliche Erleichterung bietet die Freeware „IrfanView“ mit ihrer ausgeklügelten „Capture“-Funktion.
Zu was die Bildermassen des Internet gut sein können, zeigt „webGoobler“: Aus unterschiedlichsten Quellen wie Google, Yahoo, AskJeeves, Flickr und Deviantart generiert die rund 3,8 Mbyte große Freeware digitale Collagen, die als Bitmap-Grafiken auf dem heimischen PC abgespeichert werden können.