Audio-Allroundtalent: AIMP Classic

Obwohl das optische Erscheinungsbild an einen Winamp-Klon erinnert, bietet die aus Russland daherkommende Freeware „AIMP Classic“ mit integriertem Audio-Konverter, TAG-Editor und einfacher Rip-Funktion ein überraschend breites Audio-Anwendungsspektrum.

AIMP Classic: Russischer Freeware-Player mit umfangreichen Funktions-Repertoire

Die aktuelle Version 1.77.8 steht zum kostenfreien Download auf aimp.ru für Microsoft Windows 2000/XP/Vista zur Verfügung. Von den kyrillischen Buchstaben auf der Entwicklerseite sollte man sich nicht irritieren lassen – die Setupprozedur wird wahlweise in Russisch oder Englisch abgehalten, beim ersten Programmstart von AIMP Classic kann unter vielen Sprachpaketen – darunter auch Deutsch – gewählt werden.

AIMP Classic: Kompatibel zu Windows Vista, unterstützt eine Vielzahl an Sprachpaketen - darunter auch Deutsch

AIMP Classic unterstützt eine Vielzahl von Audioformaten, neben den Platzhirschen MP3 und WMV seien hier auch OGG, APE, MPC, FLAC und WV (WavePack) genannt. Der Softwareplayer geht im Übrigen verhältnismäßig schonend mit den Systemressourcen um – im Testbetrieb unter Windows XP genehmigte sich AIMP Classic nur etwa 12 Mbyte vom Arbeitsspeicher.

AIMP Classic: Die optische Ähnlichkeit zu Nullsoft's Winamp ist unverkennbar

In einem breitem Fenster über der Wiedergabeliste laufen verschiedene Visualisierungen ab, die im Kontextmenü (rechte Maustaste) unter „Visualization Modus“ auch flächendeckend auf den gesamten Bildschirm abgebildet werden können. An ein mit Plugin’s aufgebohrtes Winamp reicht die recht kleine Auswahl allerdings nicht heran.

AIMP Classic: Sieben Visualisierungen werden in der Grundausstattung mitgeliefert und auf Wunsch auch im Vollbildmodus angezeigt

Die Metadaten einzelner Audiodateien lassen sich wahlweise über den „AIMP QuickEditor“ (links oben „edit tags“, siehe Bild) oder über den umfangreicheren „Media Tag Editor“ vervollständigen. Letzterer unterstützt auch Mehrfachumbenennungen (Reiter „Gruppe von Dateien bearbeiten“, siehe Bild)

AIMP Classic: Metadaten lassen sich per integriertem QuickEditor schnell anpassen

AIMP Classic: Der Media Tag Editor bietet umfangreichere Tagging-Werkzeuge, darunter auch eine Mehrfachumbenennung

Normalerweise blendet AIMP Classic Titelübergänge sanft ineinander ein, unter „Optionen“ – „Wiedergabeliste“ lässt sich dieser Effekt nach individuellen Vorlieben verändern oder abstellen. AIMP unterstützt ferner eine Art „OSD-Anzeige“ beim Abspielen eines neuen Titels, die wahlweise am oberen oder unteren Bildschirmrand angezeigt wird.

AIMP Classic: Das sanfte Ein- und Ausblenden bei Titelübergängen lässt sich im Optionen-Menü verändern oder abstellen

Neben Standard-Funktionen wie Equalizer, verschiedenen Layout-Vorlagen („Skins“) oder dem obligatorischen Random-Modus bietet AIMP Classic eine Reihe von Zusatzprogrammen an, mit denen beispielsweise Radiosendungen („Sound Recorder“, siehe Bild) aus dem Internet aufgenommen und auf der heimischen Festplatte abgespeichert werden können. AIMP unterstützt dabei MP3 (Lame), OGG, WMA oder Wave als Ausgabeformat.

AIMP Classic: Mit dem Audiorecorder lassen sich unkomplizierte Mitschnitte von Radiosendungen aus dem Internet bewerkstelligen

Neben der Aufnahmefunktion besitzt AIMP Classic auch einen integrierten Audiokonverter/CD-Grabber, das die unterstützten Audioformate wahlweise in MP3, OGG, WMV oder WAV-Dateien umwandelt.

AIMP Classic: MP3, WMV, OGG oder WAV? Mit dem integrierten Audio Konverter bleibt diese Wahl dem Nutzer überlassen

Fazit: Trotz des breitgefächerten Funktionsumfangs bietet AIMP Classic eine übersichtliche und durchaus schicke Benutzeroberfläche. Mit dem integrierten Audio-Konverter, dem Tagging-Editor und der cleveren Aufnahmefunktion braucht sich die „Russische Winamp-Version“ durchaus nicht vor dem großen Bruder aus Übersee verstecken.

Download: (Update am 08.10.2007) AIMP2 (2.05) Beta, externer Link

siehe dazu auch:

Winamp mit Plugin’s aufgebohrt

Medienjongleur: Microsoft Windows Media Player 11

Amarok unter Windows

wxMusik: Dynamisch geordnete Tonkunst

Musikalische Geschmacksverstärkung

Mächtig und schlicht: Foobar2000

Waren diese Informationen hilfreich?

  • Currently 4.71/5
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5

Rating: 4.7/5(7 votes cast)

Artikel als Lesezeichen speichern:

Mister Wong del.icio.us Yahoo MyWeb Google Technorati Furl YiGG Taggle Folkd BlinkList Linkarena

Folgende Artikel könnten ebenfalls ihr Interesse wecken:


Musik organisieren: „aTunes“ (GPL, Windows, Mac OS X, Linux)

Die digitale Musiksammlung mit aTunes verwalten, Open SourceAuch wenn sie wohl nie an den Charme einer echten Plattensammlung heranreichen wird: Digitale Musiksammlungen auf Festplatten oder MP3-Playern haben zu einem gewaltigen Umbruch in der Branche geführt. Als praktisches Musikverwaltungs-Werkzeug kann dabei auch die auf Java basierende Open-Source-Lösung „aTunes“ von Alex Aranda dienlich sein.

...mehr darüber! veröffentlicht am 15. August 2007 in den Themengebieten Kommentare

„Frets on Fire“ – klimperndes Gitarrenspektakel

Frets on FireDas eine handelsübliche PC-Tastatur ihre Existenzberechtigung nicht nur durch das lethargische Einstampfen von Wörtern, Tastenkombinationen oder URLs verdient, beweist das kreative Karaoke-Spiel „Frets on Fire“. Mit der kostenfreien Software funktioniert man das heimische Tastenwerk kurzerhand in eine – stark vereinfachte – E-Gitarre um.

...mehr darüber! veröffentlicht am 20. Dezember 2006 in den Themengebieten Kommentare

LIVE - Queens of the Stone Age

Live-Übertragung aus der Columbiahalle / Berlin
04. Juli 2007 / ab 21:00 Uhr
Stream: Windows Media
Link: wundermedia.de
URL für Windows Media Player: interoutemediaservices.com

KommentareLeserbeiträge 4. Juli 2007 in

Leserkommentare

  1. Maegz

    Hey vielen Dank für diesen Tipp! Macht einen schicken Eindruck und ist wirklich ein handlicher kleiner Player. Kann ich nur empfehlen, denn er läuft sogar auf USB-Sticks.

    am 19 Juni 2007, 06:41.

  2. M.Weigel

    Habe vor ein paar Stunden den AIMP2 installiert und werde ihn nun mal ein paar Tage testen. Die eingebauten Tools sind eigentlich recht übersichtlich und vor allen praktisch. Spart Platz und Programme auf der heimischen Festplatte.

    am 12 August 2007, 15:22.

Artikel kommentieren